4.0 von 5 Sternen
Feiner Einzelband, 2. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Edition Solitaire: Quintos (Gebundene Ausgabe)
Quintos/Finix Comix
Finix Comix, der Verlag, der abgebrochene Serien beendet und sich somit in den Herzen der Fans einen Platz gesichert hat, hat mit der 'Edition Solitaire' ein weiteres Standbein schafft, daß auch Kunden anspricht, die einfach nur eine schöne, abgeschlossene Geschichte Lesen wollen, und das zum moderaten Preis.
Bereits im September 2009 erschien 'Mit fremder Feder', eine fantasievolle Reise in Reich der Literatur.
Mit 'Quintos' wird nun die harte, bisweilen tödliche Realität des spanischen Bürgerkriegs thematisiert. In diesem Konflikt zwischen Demokraten und Faschisten beteiligten sich Freiwillige
aus aller Herren Länder, aber auch Staaten griffen ein, wie z.B. Hitler-Deutschland mit der 'Legion Condor'.
Die Handlung setzt 1937 ein, als ein Transport mit Freiwilligen angegriffen wird. Der Anführer, der sie eigentlich noch ausbilden sollte, wird dabei getötet, und so sind die Überlebenden auf sich selbst angewiesen.
Ein idealistischer Baske, ein profitgieriger Amerikaner, ein gläubige Spanierin, eine sensible Französin, ein belgischer Postbeamter, ein britische Küchenhelfer und ein schweigsamer Deutscher bilden eine sehr heterogene Truppe, die versucht, zur Stadt Quimera zu kommen, um die dortigen Truppen zu unterstützen. Dabei hat jeder sein Motiv, bei der Sache dabei zu sein, aber nicht alle werden schlußendlich dort ankommen...
Für meinen Geschmack ist das Ende etwas zu offen. Außerdem hätte Andreas Martens z.b. bei der Darstellung der deutschen Flugzeuge darauf achten müssen, das selbstverständlich KEINE Hakenkreuze oder andere Erkennungszeichen darauf sind, da es sich um eine Geheimoperation handelte.
Als Bonusmaterial gibt es ausführliche Biographien über Zeichner & Autor Andreas Martens und der Koloristin Isa Cochet, sowie diverse Skizzen.
Die Zeichnungen sind ansehnlich, wobei meiner Meinung nach etwas mehr Schwerpunkt auf die Gesichtsausdrücke gelegt hätte werden können. Sehr positiv ist die Kolorierung in Aquarelltechnik.
An der Verarbeitung gibt es nicht zu meckern, der feine Hardcover kann durchaus mit ähnlichen Formaten von großen Verlagen mithalten.
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