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Solino [VHS]
 
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Solino [VHS]

Barnaby Metschurat , Moritz Bleibtreu , Fatih Akin    Freigegeben ab 12 Jahren   Videokassette
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Darsteller: Barnaby Metschurat, Moritz Bleibtreu, Antonella Attili
  • Regisseur(e): Fatih Akin
  • Format: PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video
  • Erscheinungstermin: 4. September 2003
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000AKLR7
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 10.897 in VHS (Siehe Top 100 in VHS)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Obwohl nun schon seit mehr als 30 Jahren Gastarbeiter und ihre Familien Deutschland und sein Erscheinungsbild mitprägen, hat sich das deutsche Kino im Hinblick auf ihre Geschichten und Schicksale seltsam zurückhaltend gezeigt. Außer ein paar Mitstreitern des Neuen Deutschen Films haben sich die meisten Regisseure und Autoren bis in die 90er-Jahre hinein diesem Aspekt unserer Wirklichkeit verweigert. Erst seit nun einige Angehörige der zweiten Generation selbst Filme drehen, öffnet sich das deutsche Kino verstärkt unserer multikulturellen Identität. Der berühmteste und erfolgreichste Vertreter dieser neuen deutschen Filmemacher ist dabei wohl Fatih Akin, der mit Kurz und Schmerzlos und Im Juli für zwei der eigenwilligsten heimischen Produktionen der letzten Jahre verantwortlich ist.

Mit Solino, dessen Drehbuch von Ruth Toma stammt, hat Fatih Akin nun zum ersten Mal einen fremden Stoff verfilmt. Und wenn einem das zunächst auch überraschend erscheinen mag -- schließlich hat er sich mit seinen beiden ersten Werken als ein äußerst persönlicher Filmemacher präsentiert, der vor allem seiner eigenen Vision folgt --, so muss man doch zugeben, dass es niemanden im deutschen Kino gibt, der auf den ersten Blick geeigneter für diesen Stoff wäre. Ruth Tomas Geschichte von der vierköpfigen Familie Amato, die 1964 aus dem süditalienischen Dorf nach Duisburg aufbricht und schließlich dort die erste Pizzeria des Ruhrgebiets eröffnet, wirkt wie geschaffen für Akin. Zum einen greift sie all die Fragen auf, denen er schon in seinen früheren Arbeiten nachgegangen ist, zum anderen teilt Ruth Toma offensichtlich Akins Vorliebe für archetypische Konflikte und melodramatische Wendungen.

Im Zentrum von Solino stehen die beiden Brüder Gigi (Barnaby Metschurat) und Giancarlo (Moritz Bleibtreu), die sich von Anfang an besser in Deutschland zurechtfinden als ihre Eltern. Nur besteht zwischen ihnen eine latente Feindschaft, die immer wieder hervorbricht und die Gigi schließlich um so ziemlich jeden seiner Träume bringen wird. So reizvoll diese Geschichte und ihre Konstellation auch für Akin gewirkt haben muss, man spürt trotz allem, dass es nicht seine eigene ist.

Kurz und Schmerzlos und Im Juli bestechen vor allem durch ihre Nähe zu ihren Figuren. Man spürt in jeder Szene, wie sehr sie Akin am Herzen liegen. Zu Gigi und Giancarlo hat er diese innige Verbindung anscheinend nicht aufbauen können. Sie -- und auch alle anderen Figuren -- wirken wie die Kopfgeburten einer Drehbuchautorin, die möglichst viele Ideen und Probleme in einer Story unterbringen wollte. Und weder Akin noch seinen Darstellern gelingt es, sie mit Leben zu erfüllen. So bleiben am Ende nur einige Bilder und Szenen in Erinnerung, in denen sich Akins immenses Talent unter Beweis stellt. Sie alleine rechtfertigen seinen Versuch, auch einmal mit fremdem Material zu arbeiten. Doch man kann nur hoffen, dass er demnächst wieder seine eigenen Bücher schreibt. --Sascha Westphal

Kurzbeschreibung

"In den sechziger Jahren verlässt die Familie Amato ihr italienisches Heimatdorf Solino und wandert nach Duisburg aus. Dort gibt es Stahlwerke, Kohlegruben und auch Schnee. Aber Pasta und Pizza? So entsteht der Plan, die erste Pizzaria des Ruhrgebietes zu eröffnen. Während Mutter Rosa kocht und Vater Romano den weiblichen Gästen schöne Augen macht, verlieben sich die Söhne Gigi und Giancarlo in dasselbe Mädchen. Im Laufe der Jahre zerbricht die Familie, und auch Gigi und Giancarlo trennen sich um Bruderzwist. Erst zehn Jahre später begegnen sich die beiden wieder - da stellt sich die Frage: Wer hat sein Leben richtig gelebt?"

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
TOP! 16. Oktober 2003
Von Fraggle
Format:Videokassette
Ich habe von Solino nicht viel erwartet- und war so begeistert, daß ich ihn insgesamt 3 Mal im Kino gesehen habe. Der Film erzählt die Geschichte einer italienischen Einwandererfamilie, die versucht, in Deutschland heimisch zu werden. Über die Jahrzehnte hinweg gelingt dies einigen, andere schlagen sich immer noch mit Heimweh, fremder Kultur und dem grauem Ruhrgebiet-Panorama. Obwohl ich (wie alle anderen im Kino) unheimlich viel gelacht habe, gibt es auch unheimlich ernste Passagen, denn das Leben der Familie Amato spielt sich auch, aber nicht nur auf der Sonnenseite ab; man verläßt das Kino mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Was die Schauspieler angeht: Moritz Bleibtreu ist wie eigentlich immer absolut super (obwohl ausnahmsweise mal nicht Everybody's Darling), und die anderen, mir bis dahin nicht bekannten Schauspieler stehen ihm in nichts nach. Alle wirken so als wenn die Rollen genau auf sie zugeschnitten wurden. Man nehme dann noch einige sehr schöne Bilder (sogar im Ruhrgebiet, man staune!), ein paar ausgeflippte Filmszenen, in denen man die Hand des Regisseurs erkennt... und heraus kommt ein absolut sehenswerter Film über Familie, Freundschaft, Liebe etc. Meines Erachtens Fatih Akins bisher bester Film (und die Vorgänger waren auch schon toll!).
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Katja Kaygin TOP 1000 REZENSENT
Format:DVD
Solino ist ein sehr sehenswerter Film von Fatih Akin, der in der Zeit der sechziger Jahre spielt, als die ersten Gastarbeiter nach Deutschland kamen. Die Familie Amato macht sich auf den Weg von Italien (sie kommen aus dem Dorf Solino) nach Deutschland und zwar nach Duisburg. In Deutschland soll alles besser sein. Aber schon die Lebensumstände sind ganz anders: Deutschland ist kalt, die Wohnung ist im Arbeiterviertel und entsprechend klein und herunter gekommen, Obst wie in Italien gibt es nicht u.s.w. Gerade hier lohnt es sich den Film auf Italienisch zu sehen, weil viele Szenen sonst in Ihrer Bedeutung gar nicht rüber kommen. Die Hilflosigkeit der Eltern, weil sie die Sprache nicht verstehen und beim Restaurantkauf über's Ohr gehauen werden, wird sonst gar nicht deutlich.

Die Kinder Gigi und Giancarlo dagegen haben weniger Schwierigkeiten, mit der Sprache, insbesondere Gigi der jüngste Sohn. Nachdem der Vater zuerst unter Tage arbeitet, aber damit nicht klar kommt, eröffnet die Familie das erste italienische Restaurant, benannt nach dem Heimatdorf "Solino", in Duisburg.

Sehr intensiv kommen die einzelnen Charaktere rüber: Gigi, (als Erwachsener gespielt von Barnaby Metschurat) der durch eine Begegnung mit dem Film, nur noch davon träumt ein berühmter Regisseur zu werden und dabei in jungen Jahren alles andere "vergisst". Moritz Bleibtreu als erwachsener Giancarlo, der immer ein bischen im Abseits steht und durch seine rebellische Haltung und das Agieren am Rande der Legalität versucht Stärke zu zeigen und somit seinen Neid auf seinen kleinen Bruder, der immer begünstigt wurde, versucht zu unterdrücken. Die Mutter, die sich immer für die Familie aufopfert und an der Kälte des Mannes und der neuen Heimat erkrankt und erst bei der Rückkehr in ihre Heimat wieder zu neuem Leben erwacht. Der Vater, der erst am Ende sieht, was er durch seine Untreue und Profitgier verloren hat, nämlich die Familie, aber zu stolz ist, um sich dies einzugestehen.

Sehr oft kann man laut loslachen, insbesondere bei der Riesen-Rasta-Matte im Stil der 70er Jahre, die Moritz Bleibtreu auf dem Kopf trägt oder bei der Szene, wo Gigi (der dann aufgrund von Intrigen seines Bruders wieder in Italien lebt) versucht, wieder Italienisch zu lernen und Probleme in der Aussprache hat.

Alles in allem ein sehr sehenswerter Film. Ab der Mitte des Filmes wird übrigens nicht mehr Italienisch, sondern Deutsch gesprochen. Also ruhig mal im Originalton ausprobieren.

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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von GraphZahl
Format:DVD
Solino ist ein kleines Dörfchen in Italien, von dem aus Romano Amato in den 60er Jahren mit seiner Familie nach Deutschland zieht. In Duisburg fühlt sich seine Frau von Anfang an nicht wohl, nach einiger Zeit quittiert Romano seinen Job unter Tage und beide eröffnen ein Restaurant mit dem Namen ihrer Heimatstadt. "Solino" floriert, aber langsam und kaum merklich zerbricht die Familie. Nicht nur die Eltern zerstreiten sich, auch die Söhne entzweien sich, als sie sich in dasselbe Mädchen verlieben. Regisseur Fatih Akin (Im Juni) hat die Geschichte bildgewaltig und mit exzellenten Darstellern (allen voran das Duo Bleibtreu/Metschurat) umgesetzt. Der Film schwebt zwischen Melancholie und Freude und ist einer der besten deutschen Filme der letzten Jahre.
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Talking Heads
Die große Schwäche des Films: Nach einem durchaus schönen Anfang verläßt Fatih Akin die Ebene eines Kinofilms und beginnt ein TV-Film zu inszenieren. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Dr. Gaius Baltar veröffentlicht
Brot mit Tomate oder wie die Pizza nach Deutschland kam
Es gibt leider viel zu wenige deutsche Filme von uneingeschränkt internationalem Niveau.

Daß diese dann auch noch häufig viel zu wenig beworben und in... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Berlinoise veröffentlicht
Unterhaltsamer Abklatsch
Bei aller Verehrung für Fatih Akin, die ich auch als Altonaer hochhalte: Dieser Film nimmt schon fast unverschämt viele Anleihen bei "Cinema Paradiso" von Guiseppe... Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von kyjoi veröffentlicht
Superfilm, als Diskussionsgrundlage geeignet
Dieser Film ist sowohl komisch als auch tiefsinnig. Er eignet sich gut als Diskussionsgrundlage für Jugendgruppen - oder Hauskreise. Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Bernd U. Doris Ilsfeld-auens veröffentlicht
Solino
Romano Amato und seine Frau Rosa haben vom Wirtschaftswunder in Deutschland gehört. Mit ihren Söhnen Gigi und Giancarlo kommen sie 1964 nach Duisburg und hoffen dort auf... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. März 2010 von Wolf Books
Sehr gut
Ich möchte keine Rezension eingeben, da ich der Meinung bin, wenn ich 5 Sterne vergebe, sagt das genügend aus.
Veröffentlicht am 23. Februar 2010 von B. Metzen
Ein guter Deutscher Film
Als ich den Titel "Solino" zum ersten mal gelesen habe, konnte ich mir absolut nicht vorstellen um was es in diesem Film geht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Februar 2010 von Ferro
Tolle Geschichte, tolle Schauspieler
Die erste Pizzeria im Ruhrpott - das sollte das Schicksal der italienischen Einwandererfamilie Amato aus Solino sein, die Mitte der 60er-Jahre beschloss, nach Deutschland zu gehen,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Januar 2009 von PepeRoni
Wunderschön !
Was für ein wunderschöner, traurig-melancholischer Film !!!

Familienmelodram, Zeitgeschichte, Liebesromanze - wer ein bisschen mehr als nur einen Funken... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Mai 2008 von whistmaster
Wir riefen Arbeitskräfte und es kamen Menschen. (Max Frisch)
Mitte der sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts zieht es viele Gastarbeiter nach Deutschland. So auch die italienische Familie Amato mit ihren beiden Söhnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2007 von Lothar Hitzges
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