Die Nachricht, das John Martyn unlängst mit nur 60 Jahren an einem Herzinfarkt dahinschied kam sehr unerwartet und machte mich traurig.
Dieser wundervolle, einzigartige Künstler, wirklich wortwörtlich "second to none" in seiner Intensität und auch Fragilität. Seine Fähigkeit, Songs zum Leben zu erwecken und mit tiefstem Feeling zu durchfluten ist zuweilen unerreicht. Sein eigenes Leben indes, war nicht immer nur von gesegneten Momenten erfüllt und von einer gewissen Tragik geprägt. Einer solch aufrichtigen Seele hätte man günstigere Umstände gewünscht und vorallem auch ein erfüllteres Dasein inklusive Coda.
Nun ist es geschehen und ich nehme dies zum Anlass, sein vielleicht allumfassendstes Werk, Solid Air, kurz zu besprechen; eine Art letzter Tribut...
Auf dem sehr ätherischen Album hatte er vermutlich seinen Zenit erreicht und transportiert seine Emotionen aufs eindringlichste und dennoch dermaßen entspannt, das man in einen sehr seltenen Genuß kommt.
Johns unnachahmliche Art den Stücken Stimme zu verleihen, sie gänzlich mit seiner tiefbewegenden Gefühlswelt zu verbinden ist ebenso einmalig.
Ich verzichte auch bewußt auf eine stilistische Einordnung. Unnötig und unangebracht. Diese Platte unterliegt einem Zauber, der sich durchs Hören eröffnet und sonst keinerlei Beiwerk gebrauchen kann.
Es ist schlicht eine der schönsten Platten überhaupt.
Nehmt daran Teil und trauert um den Verlust einer stillen Legende.
Alles Liebe und viele intensive Momente damit.
Rest in peace lovely man!!!