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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
93 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nunja ...,
Rezension bezieht sich auf: Soldaten des Todes: Die 3. SS-Division 'Totenkopf' 1933 - 1945 (Gebundene Ausgabe)
Man sollte zu allererst darauf hinweisen, das es sich bei diesem Buch um ein Buch handelt, welches 1977 erstmalig veröffentlicht, 2002 ins Deutsche übersetzt und 2007 als 5. Auflage (unveränderter Nachdruck der Übersetzung von 2002) veröffentlicht wurde.Das bedingt einen Wissensstand und somit eine Quellenlage von 1977 ... Der informierte Leser weiß, das gerade in den letzten 30 Jahren durch die Veränderungen alleine in Russland viele Dokumente zugänglich wurden, von deren Existenz 1977 noch keiner etwas wissen konnte. Beleg hierfür ist schon das Vorwort des Autors, in dem er seine Forschung von 1967 bis 1976 in amerikanischen und deutschen Archiven erwähnt - ohne die Möglichkeit in heute zugänglichen Ost-Archiven forschen zu können. Gerade was den Ostfeldzug betrifft sind dort viele Dokumente zu sichten und Menschen zu befragen. So stellen sich einige Dinge heute in einem anderen Licht dar - man kann heute wesentlich differenzierter unterscheiden. Dies soll absolut kein Vorwurf an den Autor sein - wer weiss, welche Forschungsmöglichkeiten in 50 Jahren existieren. Also nicht vergessen - der Inhalt des Buches hat 40 Jahre überstanden. Frei von neuen Erkenntnissen und/oder Korrekturen. Alles in allem ist dieses Buch aus heutiger Sicht ein typischer Vertreter der früheren Dokumentationen, die nicht aufgrund objektiver Forschung entstanden sind sondern unbewusst ein bereits vorgefestigtes Bild weiter verfestigen wollten. Wieder kann man dem Autor keinen Vorwurf machen - für ein differenzierteres und damit kritischeres Werk waren weder Quellen vorhanden noch war der Zeitgeist soweit fortgeschritten, das ein solches Werk anerkannt worden wäre. Selbst heute gibt es ja noch genug Menschen, die ihren eingeimpften Bahnen unbeirrbar folgen möchten und sich des öfteren der Realität verweigern. So ist dieses Werk von 1977 natürlich so manchem heutigen selbsternannten Experten in Teilen Wasser auf die politisch korrekten Mühlen. Die Tendenz des Buches lässt sich bereits auf Seite 1 (Einleitung) erkennen: "In den 30 Jahren seit dem erbärmlichen Selbstmord Adolf Hitlers ..." So sollte ein Fachbuch eröffnen - objektiv, frei von jeglicher Gemütsregung des Autors .... Wer will denn nach diesem Beginn dem Autor ein sachliches, objektives Werk unterstellen? Ich nicht. Deutlich ist auch zu erkennen, das der Autor latent gerne hart über die Soldaten der Waffen-SS urteilt, wobei er zwischen den Zeilen Verständnis für die sowjetischen Soldaten erkennen lässt. So werden sowjetische Partsisanen gerne in Anführungsstrichen als "Banditen" bezeichnet - diesen Begriff eher in Frage stellend als objektiv beurteilt. Sehr interessant ist auch die damalige Quellenstruktur - es geht von Kogon's "SS-Staat" bishin zu Carells "Unternehmen Barbarossa". Nunja ... Was den Weg der Totenkopf-Division von der Aufstellung bis zur Auflösung betrifft: Es gibt wohl kein Werk, welches so präzise, gründlich recherchiert und detailliert über den Weg dieser Division berichtet. Dies allein macht den Wert des Buches aus. Hier hat der Autor ein beeindruckendes Werk geschaffen, welches bis heute für mich Quelle Nummer 1 für die Kampfhandlungen und vor allem auch für die Hintergründe im Befehlssegment ist. Sicher, heute ist noch immer ein großer Rest der damaligen politischen Korrektheit, der vorgefassten Ansichten und eingeimpften Wahrheiten zu bemerken. Aber auch als objektiver und kritischer Leser kann man dieses Buch als wertvolle Quelle nutzen. Menschen mit einem etwas profunderem Wissen werden dieses Buch militärhistorisch als Quelle zu schätzen wissen. Die etwas uninformierteren werden es als Beleg für das sehen, was sowieso zu großen Teilen noch immer Sprachregelung ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
50 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Komplette Geschichte der SS- Totenkopfdivision,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soldaten des Todes: Die 3. SS-Division 'Totenkopf' 1933 - 1945 (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beschreibt die Geschichte der SS- Totenkopfdivision umfassend und detailliert. Eine ähnlich genaue Beschreibung liegt bisher für keine andere Division der Waffen-SS vor. Die Division rekrutierte sich aus den Totenkopfverbänden, die das Wachpersonal der Konzentrationslager stellte. Zentrale Leitfigur dieser Einheit war Theodor Eicke. In kaum einer anderen militärischen Formation des „dritten Reichs" konnte ein Divisionskommandeur seine „Aura" so auf die Truppe übertragen wie in der „T.Div." Dass dafür nicht das militärstrategische Vermögen ihres Divisionskommandeurs verantwortlich war, bleibt ein Phänomen, das nur in „Sepp" Dietrich ein Pendant findet und offenbar auf die SS beschränkt blieb sowie allen Traditionen deutscher Militärgeschichte gründlich widersprach. Wie die meisten guten Bücher über die SS und insbesondere die Waffen-SS verspürt der Leser das Bedürfnis, mehr zu erfahren über die Waffen-SS und den Mythos, der sie bis heute umgibt. Wenn man zum Beispiel „Soldaten des Todes" und „Saat in den Sturm" gelesen hat, bleibt als gravierende Frage, welche Kenntnis Herbert Brunnegger als Angehöriger der SS-Standarte Brandenburg und Autor von „Saat in den Sturm" von den Massakern an polnischen und jüdischen Zivilisten z.B. in Wloclawek haben konnte. In seiner Schilderung der Ereignisse kommt der Polenfeldzug und die Rolle, die die Totenkopfdivision dabei spielte, auffallend kurz und wirkt geradezu bagatellisierend, wenn man sie der gut belegten Recherche in „Soldaten des Todes" gegenüberstellt.
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60 von 84 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesenswertes Werk über die Geschichte der Waffen-SS,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Soldaten des Todes: Die 3. SS-Division 'Totenkopf' 1933 - 1945 (Gebundene Ausgabe)
"Soldaten des Todes" ist ein überdurchschnittliches Buch, das die Entstehungsgeschichte, die Zusammensetzung, später dann den Einsatz der 3. SS-Division "Totenkopf" im Frankreich- und Russlandfeldzug erläutert. Der Autor zeigt hier eindringlich den Aufbau der Truppe durch den Kommandanten des KZ Dachau, Theodor Eicke, der dieses KZ als Modell aufbaute und somit die Vorlage für alle weiteren Konzentrationslager gab. Er organisierte ab 1934 das gesamte deutsche Lagersystem. Im Herbst 1939 wurde dann unter Eickes Kommando die "Totenkopfdivision" aufgestellt und als schlagkräftiger und zäher Eliteverband berühmt und berüchtigt. Das Buch glorifiziert hier weder die SS bzw. Waffen-SS und ihre Männer, noch stellt es sie als "Soldaten, wie andere auch" hin. Hier wird vielmehr danach geforscht, was das "Besondere am Soldatentum" der SS war. Dabei werden die unterschiedlichsten Aspekte beleuchtet, die Streitigkeiten der Offiziere und Dienstellen untereinander, wer hat wem was zu sagen u.s.w. Es gibt sehr viele detaillierte Informationen und Hintergrundwissen. Ein absolutes Plus des Buches sind die umfangreichen Quellen- und Zusatzangaben (da hätte man eigentlich noch ein Buch schreiben müssen.) Dieses Buch ist nicht nur für Militärhistoriker und Geschichtsstudenten, sondern auch für diejenigen interessant, die ihr Wissen über das Dritte Reich und die SS erweitern möchten. ---Ein äußerst solides Buch---
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