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Soldaten: Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben
 
 
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Soldaten: Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben [Gebundene Ausgabe]

Sönke Neitzel , Harald Welzer
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Dieses Buch legt auf der Basis von 150.000 Seiten Abhörprotokollen erstmals eine überzeugende Mentalitätsgeschichte des Krieges vor. In von Briten und Amerikanern eigens eingerichteten Lagern wurden deutsche Kriegsgefangene aller Ränge und Waffengattungen heimlich abgehört. Sie sprachen über militärische Geheimnisse, über ihre Sicht auf die Gegner, auf die eigene Führung und auf die Judenvernichtung. Das Buch zeigt die Kriegswahrnehmung von Soldaten in historischer Echtzeit und vermittelt eine faszinierende und erschreckende Innenansicht des Zweiten Weltkriegs durch jene Soldaten, die große Teile Europas verwüsteten. Zudem wird im Vergleich zu anderen Kriegen herausgearbeitet, was am Fühlen und Handeln der deutschen Soldaten spezifisch für den Nationalsozialismus war und was nicht.

Über den Autor

Sönke Neitzel, geb. 1968, lehrt an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Neuere und Neueste Geschichte. Seine Forschungen befassen sich vor allem mit der Geschichte des Hochimperialismus und dem Zeitalter der Weltkriege. 1994 Promotion, 1998 Habilitation, 2001 Gastdozentur an der University of Glasgow, seit 1994 Fachberater der ZDF-Redaktion Zeitgeschichte. Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge in Mainz, Karlsruhe und Bern, 2010 Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut (KWI) in Essen.Prof. Dr. Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen und lehrt Sozialpsychologie an der Universität Witten/Herdecke sowie an der Emory University Atlanta.

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Kundenrezensionen

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149 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lena Lena
Format:Gebundene Ausgabe
Meine erste 21 Jahre lebte ich in d.Sowjetunion, jetzt seit 21 Jahren bin ich in Deutschland (deswegen Entschuldigung für meine Fehler, da ich nicht in die deutsche Schule war). Ich habe mich entschlossen diese Rezension zu schreiben für die jenige, die d. Buch nur ein Stern geben und meinen, dass hier werden nur die deutsche Soldaten durch den Dreck gezogen.
Für mich ist das Buch und die Aussagen noch harmlos in Vergleich zu dem, was in Russland über das Verbrchen d.deutsche Armee geschrieben, erzählt und verfilmt war. Auch die Worten tun nicht weh, aber die Taten und die waren schrecklich. So wie in Russland hörte man nicht über Vergewaltigungen in Berlin , genau so war in Deutschland sehr viel totgeschwiegen...
Verbrechen an Juden könnte man nicht tod schweigen, das war zu offensichtlich, aber was in Russland geschah, darüber : "So ist halt Krieg"
Mutter von meinem Opa war mit anderen Dorfbewohner von Deutschen zum Flüß geführt, sie müssten rein und dann erschossen...
Die Großoma von meinem Mann, sie war Russlanddeutsche, war von rus.Kommunisten werend der rus.Revolütion erschoßen, weil sie reich waren...
Das sind Auswirkungen von Ideologien...,aber wir mit meinem Mann verstehen es und sind zusammen, obwohl seine Vorfahren von Russen und meine von Deutschen gelieten haben.
Ich sage in keinem Fall, dass die Deutsche sich für ewig schuldig fühlen müssen, nein! Die Deusche können miterweile stolz auf sich und ihren Land sein. Ich liebe dieses demokratiescen Land und wünsche Deutschland nur alles Gute, da es manchmal schon zu gut ist... in manchen Sachverhalten hat Thilo Sarazin Recht in manchen nicht, Wahrheit wie immer liegt in der Mitte, aber das ist andere Thema. Aber was damals war, das war und man kann es nicht leugnen!
Wer sucht Antwort auf die Frage wie das alles damals möglich war und will es verstehen, für die jenigen ist das Buch richtig.
Aber die jenige die wollen sich nicht gestehen, dass es größte Verbrechen der Geschichte war und schieben alles auf den Krieg: "alle waren so, Russen und Amerikaner"(aus die Rezensionen mit 1 Stern und Bemerkungen bei anderen), für die natürlich ist das Buch nicht geeignet. Wer will nicht verstehen, der wird auch nicht verstehen.
Fakt ist, dass Sowjetunion die grösste Verlusten zu beklagen hat, früher hiess es 20 Millionen( Stalin wollte nicht zu geben mit welchen Preis d.Sieg bezahlt war, weil nicht alle Opfer gehen auf das Konto von Deutschen. Stalin hat die besten, klügsten rus. Komandiren vor Kriegbegin lekviedirt. Hat Armee nicht genügend gerüstet, an Anfang des Krieges haben 2-3 russische Soldaten ein Gewähr teilen müssen usw) Jetzt heisst es 28 Millionen, ich weiss auch nicht was richtig ist... Und es hies immer, dass mehr als die Hälfte davon Zivilbevölkerung war: ca.15 Millionen...
Im Buch steht auch, dass Patisanenbekämpfung größere Zahl der zivile Opfer , als Judenvernichtung gebracht hat. Warum?
z.B eine Tatsache: Die Männer(Wiederstand) waren im Wälder untergetaucht, die Frauen und Kinder in Dörfern geblieben. Nach d.Tötung durch die Partisanen einem von deutschen Soldaten oder einen Ofizeren müssten mehrere Zivilisten öffentlich getötet werden So klar waren die Regeln,sonst wäre Wiederstand noch größer und die Zahl deutscher Opfer auch. Aber die meisten zivile Opfer waren einfach verhungert, weil ihnen einfach immer wieder d.Nahrungsmittel von Deutschen weggenommen war...Felder verbrannt, Haustiere geschlachtet u.s.w.Man soll auch nicht vergessen, dass diese unmenschliche Krieg fast 4 sehr lange Jahren auf sowejtischen Teretorium gedauert hat. Und wer schreibt über Vergewaltigungen in Berlin muss sich darüber auch in klaren sein, dass die deutsche Soldaten in die 4 Jahren keinen "Keuschheitsgelübde" abgegeben haben. Krieg macht Männer zu Tieren...
Das ist kein Entschuldigung für die Vergewaltigungen in Berlin, ich bin selbst eine Frau... aber um zu verzeihen muss man verstehen können...für viele russische Soldaten waren die Deutsche , die so viel Leid und Tod über Ihren Land gebracht haben einfach Unmenschen, manche wollten Rache. Zu verstehen dies alles helfen solche Bücher sehr, weil die zeigen wie leicht eine falsche Ideologie ein Mensch, seine Menschlichkeit und Mitgefühl verändern kann. Und um zu verstehen muss man seinen eigenen Standpunkt wenigsten auf kurze Zeit zu verlassen können... da wir alle haben ein Horizont, aber verschiedene Standpunkte.
Ich sage auch nicht das alles was ich denke richtig ist, keine hat Einspruch auf absolüte Wahrheit.

P.S. Mein Vater( damals noch ein Kind) hat 3 grössere Bruder gehabt. Erste war von der UNI, zwei anderen noch von d.Schule:
einer mit 18 Jahren, anderer am Ende des Krieges mit 17 Jahren, zu Armee einberufen.
Erster Viktor ist mit 21 Jahren,zweite Wladimir mit 20 Jahren gefallen ( es sind nur die Namen geblieben: , aber sogar die stehen auf keinem Denkmal, auf die Anfrage kahm Antwort: "Es waren zu viele, alle können wir nicht eintragen"),
der jungster, schwer verletzt, überlebte. Diese russische Soldaten haben ein andere Zukunft für sich geplannt...Und Ihre Mutter, meine Oma, habe ich nie lachend gesehen...
Dieses Schicksal teilen sich Millionen Familien: russische und deutsche.Aber das große Unterschied ist, ob man selbst als Besatzer in fremdes Land kommt oder ob man eigenes Land verteidigen muss und nicht nur das Land sondern Frauen, Kinder und Zukunft. Deswegen kann mann nicht schreiben alle waren so.
Man soll wissen wie gefährlich agressive Ideologien sind : Früher Faschismus, Heute Islamismus, Morgen? wissen wir nicht.
Wir alle sollen aus die Geschichte lernen und dieses Buch ist dafür sehr hilfsreich.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessante Innenansichten 29. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Interessant, wie polar die Rezeption ist. Die einen bemängeln historische Unschärfen, den anderen ist zuwenig Wertung des Bösen als Böses darin, wieder andere sehen den Deutschen insgesamt verunglimpft usw. usw..

Nachdem ich die ersten achtzig oder so Seiten hatte, wollte ich schon abschalten. Ich befürchtete, dass das was jetzt käme, die übliche Wertung des deutschen Verbrechers wäre, dessen Schuld die Kollektivschuld aller Deutschen auf alle Zeiten rechtfertigt. Gähn. Sowas hab ich schon so oft im Regal stehen, dass es langweilig wurde.
Zunehmend aber wurde so ungefähr das daraus, was ich erhofft hatte: eine Innenansicht des Soldaten im Krieg, in der man, hinreichend Empathie vorausgesetzt, ungefähr nachempfinden kann, was in den einzelnen in ihrer Situation vorgegangen ist. Was man da sieht, ist mit heutiger Sozialisierung für viele mindestens verstörend und im günstigsten Fall abstossend. Bei den Berichten über die Massenerschiessungen standen mir die Haare zu Berge - nachdem ich mich bislang mit dem Holocaust mehr aus der historischen Perspektive befasst hatte, fand ich hier die schlimmsten Befürchtungen über den Seelenzustand des "kleinen Mörders" bestätigt.
Wirklich auf emotionaler Ebene fassbar ist das kaum. Wer sich mit dem Kriegsthema aus der Innenansicht zusätzlich auseinandersetzen will, dem empfehle ich dringend den zitierten W. P. Reese "Mir selber seltsam fremd".
Ja, auch ich fand, dass die Erläuterungen der Autoren in Anbetracht der Materialfülle mehr O-Ton hätten enthalten dürfen und manchmal eher störend als erklärend waren.
Ja, auch bei mir kam die Frage auf, was wohl rauskäme, wenn man solche Abhörprotokolle von Amerikanern, Briten und Russen lesen würde. Ich denke, da würde sich manches finden, was ähnlich unzivilisiert klingt.
Ja, und auch ich habe den Begriff "Referenzrahmen" jetzt so gut auswendig gelernt, dass ich nachts davon träume... ;-D.
Das Beklemmendste, was bei der Lektüre für mich herauskam, war die Erkenntnis, dass das einzig einzigartige an diesem Krieg seine Monstrosität und die schiere Masse war. Die Verhaltensmuster finden sich immer wieder, in Vietnam, in Afghanistan, im Irak, in Srebrenica, und sagen uns: grundsätzlich ist es jederzeit wieder möglich. Und diese Erkenntnis unter die Leser zu bringen, das ist für mich als Nichthistoriker und Nichtsoziologe der wahre Verdienst dieses Buches. Für mich hat es sich gelohnt.
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69 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Prof Dr Olaf-Axel Burow TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Kurt Lewin, der Begründer der modernen Sozialpsychologie, machte als frisch eingezogener Soldat eine merkwürdige Entdeckung: Je näher er sich der Front näherte, desto mehr veränderte sich seine Wahrnehmung. Die liebliche Landschaft des Elsaß sah er nur noch aus soldatischer Perspektive: Jeder Baum, jedes Haus waren nur noch Deckung, jeder Gegenstand wurde nach seinem militärischen Nutzen bewertet. Und dieser Wandel der Sicht ging rasend schnell. Seine Schlussfolgerung: Der Lebensraum eines Menschen ist erlebnismäßig strukturiert - will sagen: Der jeweilige Bezugsrahmen bestimmt, was und wie wir unsere Umgebung wahrnehmen. In bedrückender Weise belegen Neitzel und Welzer diese Einsicht. Aufgrund eines Zufallsfunds von zehntausenden Abhörprotokollen gefangener deutscher Soldaten im zweiten Weltkrieg können sie zeigen, dass den Brutalitäten soldatischen Handelns keine gestörte Psyche zugrundeliegt, sondern sie - zumindest in weiten Teilen - das Ergebnis eines veränderten Referenzrahmens sind: des Referenzrahmens, den der Krieg setzt.

Das Buch belegt Welzers These, nach der ganz normale Mitbürger zu Massenmördern werden können, die er in seinem Vorläuferwerk "Täter" bereits herausgearbeitet hat. Wer diese Bücher gelesen hat, wird sich keine Illusionen mehr über das eigene Vermögen und das seiner Mitbürger/innen zur "Menschlichkeit" machen und stattdessen darauf dringen, dass wir für Referenzrahmen sorgen, die der Freisetzung menschlicher Destruktivität entgegenwirken.

Dieses Buch gibt erschütternde Einblicke in Grundlagen und Erscheinungsformen menschlicher Destruktivität und regt uns an, darüber nachzudenken, wie wir für gesellschaftliche Rahmenbedingungen sorgen können, die solchen entsetzlichen Entgleisungen entgegenwirken.

Prof.Dr. Olaf-Axel Burow Universität Kassel
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Die neuesten Kundenrezensionen
Erwartung nicht erfüllt.
Ich bin auch der Meinung das man ,um das Buch als ganzes zu verstehen, unbedingt die Seiten 16-82 lesen sollte.Auch eine Einteilung nach Themen ist soweit hilfreich. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Oli.M. veröffentlicht
Verständliche wissenschaftliche und hochbrisante Darstellung
Dieses Buch ist, trotz einer theoretischen Einführung über Referenzrahmen sehr flüssig zu lesen, da wenig fremdsprachliche Begriffe verwendet werden und aufgeteilt... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Ina Handke veröffentlicht
Wie angeboten vom wahnsinn der Volkshetze
Das Produkt "Soldaten-Protokolle..." vom Inhalt wie im Angebot beschrieben. Auch in Buchbesprechungen kam schon der Wahnsinn des Krieges und der Ideologie des Terrors hervor. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Jörg Und Doris Hoffmann veröffentlicht
(Wehrmachts-)Soldaten
Harald Welzers und Sönke Neitzels SOLDATEN ist kein Buch für eine zart besaitete Leserschaft, eröffnen die "Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben" doch... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Mario Pf. veröffentlicht
Geht so ..
Insgesamt kann ich das vorliegende Werk von Neitzel/Welzel nur bedingt empfehlen. Im Wesentlichen aus zwei Gründen: 1. Das Getue um ihre Referenzrahmenanalyse und 2. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Danny Knnicke veröffentlicht
geschichtswissenschaftlich betrachtet
Nachdem hier schon etliche Rezensenten ihre Meinung vertreten haben, versuche ich einfach mal kritisch, das historische Handwerkzeug und die Umsetzung zu bewerten. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Christian veröffentlicht
Die dünne Haut der Zivilisation
Erst einmal ist es schon ein gelungenes Unterfangen, allein schon diese Protokolle zu veröffentlichen. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Niclas Grabowski veröffentlicht
Krieg als Alltag
Eine der spannendsten Fragen in der Beschäftigung mit der Zeit des Nationalsozialismus ist, warum alle mitgemacht haben. Wie haben die Menschen damals getickt? Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Gospelsinger veröffentlicht
wenig Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben
Mit diesen über 500 Seiten hätte man mehr anfangen können. Das meiste war mir schon bekannt. Die Aufarbeitung der "Protokolle" schematisch immer dasselbe. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von sumatra 13 veröffentlicht
Mehr Originalprotokolle erhofft
Ein sehr interessantes Thema und ansatzweise auch gut verarbeitet. Teilweise führen die Erläuterungen und Kommentierungen aber zu weit und wiederholen sich des... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Hopper veröffentlicht
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Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Wie werden aus "ganz normalen Menschen" kaltblütige Gewalttäter? 1 19.04.2011
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