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Solaris. Roman
 
Dieses Bild ist von Klaus J. Schwehn "Valsolda"
 

Solaris. Roman (Taschenbuch)

von Stanislaw Lem (Autor)
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 238 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag KG; Auflage: N.-A. (Juni 1981)
  • ISBN-10: 3518367269
  • ISBN-13: 978-3518367261
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (48 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 370.640 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 45 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Klassiker des 20. Jahrhunderts > Internationale Autoren > Lem, Stanislaw

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Solaris
OT Solaris OA 1961 DE 1972Form Roman Epoche Moderne
Solaris, der einzige Roman von Stanislaw Lem, der eine Liebesgeschichte enthält, gehört zu den bekanntesten Sciencefiction-Werken des 20. Jahrhunderts. Das Buch wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Es ist der erste Roman des Autors, der die für ihn typische Erörterung erkenntnistheoretischer, anthropologischer oder kosmologischer Fragen mittels des fantastischen Genres konsequent durchführt.
Inhalt: Der Planet »Solaris« ist fast vollständig von einem »Ozean« umgeben, der so sonderbare Eigenschaften und Hervorbringungen aufweist, dass man ihn als lebendig und wohl auch als intelligent betrachten muss. Seit Jahrzehnten schlagen alle Versuche fehl, mit diesem Wesen Kontakt aufzunehmen. Der auf der Solaris-Station eintreffende Forscher Kris Kelvin findet eine desolate Mannschaft vor. Der Ozean hat begonnen, aus schuldbeladenen Erinnerungsspuren im Unbewussten der anwesenden Menschen die Schuldobjekte zu rekonstruieren und als »Gäste« in die Station zu schleusen.
So wird Kelvin mit seiner früheren Geliebten Harey konfrontiert, die sich vor 20 Jahren das Leben nahm, als er sie verlassen wollte. Kelvin verliebt sich in dieses Kunstgebilde »Harey«. Nachdem Kelvins Kollegen an Bord, Snaut und Sartorius, den Ozean mit harten Röntgenstrahlen bombardieren, die von einem Enzephalogramm Kelvins moduliert wurden, hört die Produktion der »Gäste« auf. Zur gleichen Zeit lässt sich »Harey« durch Antimaterie annihilieren. Der Unmöglichkeit einer Liebe zwischen Kelvin und Harey korrespondiert die Unmöglichkeit der Kommunikation mit dem Ozean.
Aufbau: In den chronologischen Ereignisablauf baut der Autor als zweite Ebene die Geschichte der »Solaristik«, der Wissenschaft vom Planeten Solaris ein. Dies geschieht in der Form von Reflexionen des Protagonisten Kelvin bei Besuchen der Bibliothek in der Raumstation. Diese fiktiven Buchparaphrasen, die ein häufiges Stilmittel des Autors (»Metaliteratur«) darstellen, sind mit ihren leeren Klassifizierungen, ihrem Erzeugen von Schulen und Außenseitern auch als Ironisierung der Wissenschaft zu lesen.
Wirkung: Der sowjetische Regisseur Andrei Tarkowski verfilmte das Werk 1971 und gewann 1972 beim Filmfestival in Cannes den Spezialpreis der Jury. Eine zweite Verfilmung durch Steven Soderbergh wird im Jahr 2002 vorbereitet. Die im Buch durchgeführte Methode der Verknüpfung »seriöser« Fragestellungen mit dem sonst meist trivialen Thema der interstellaren Raumfahrt hat im Genre nur zögerlich Nachahmer gefunden. Literaturtheoretische Interpretationen von Solaris reichen von ihrer Lektüre als antistalinistische Kritik an Eingriffen in selbst organisierende Systeme bis zur Interpretation des Ozeans als Chiffre für die in Lems Werk verdrängte weibliche Sexualität. R.H. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Der Klassiker der Science Fiction von Stanislaw Lem: Der Planet Solaris ist fast vollständig von einer Art Ozean umgeben, der nicht nur die Umlaufbahn seines Wirtes beeinflusst, sondern auch die Psyche der Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Als der Psychologe Kris Kelvin die Solaris-Station erreicht, um die seltsamen Vorkommnisse aufzuklären, erwartet ihn eine außerirdische Intelligenz jenseits aller Vorstellungskraft ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geniestreich, 12. August 2006
Von Andreas Reich (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension übernommen von: Solaris (Taschenbuch)
Im Zentrum von Lems Roman "Solaris" steht der gleichnamige, von einem vermutlich intelligenten Ozean bedeckte Planet, der sich seit Jahrzehnten der Erforschung widersetzt. Kris Kelvin, ein Psychologe und Erzähler der Geschichte, findet bei seinem Eintreffen auf der Station die Mannschaft, die mit schmerzhaften Erinnerungen und verdrängten Bildern ihres Unbewussten konfrontiert wird, in entsprechend desolater Verfassung vor. Auch Kelvin hat nach kurzer Zeit Erscheinungen in Form seiner Geliebten Harey, die sich vor Jahren das Leben nahm, als er sie verlassen wollte. Obwohl er die Künstlichkeit dieser "Harey" erkennt, empfindet Kelvin etwas für sie und versucht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen, die letztlich genauso wenig Erfolg hat wie der Versuch, in Kontakt mit dem Ozean zu treten.

Lems zu recht weltberühmter Roman ist heute quasi ein Synonym für Science Fiction und stellt die Möglichkeiten dieser Literaturgattung eindrucksvoll unter Beweis. Philosophisches Kernstück ist die Frage, wie der Mensch mit Dingen umgeht, die zu begreifen er nicht im Stande ist bzw. die sich seinem Verständnis bewusst entziehen. Die Reaktionen, von denen berichtet wird, reichen von Flucht über Rückführung auf vermeintlich Bekanntes bis zum Versuch der Vernichtung. Interessanterweise scheint diese Fragestellung einigen Interpreten entgangen zu sein: Wenn etwa Theweleit unter dem Ozean eine Metapher "weiblicher Sexualität" verstanden wissen will und darüber Rückschlüsse über den Autor zieht, folgt er genau dem Muster, dass einige der Forscher in Bezug auf den geheimnisvollen Planeten praktizierten. Der psychologisierende Versuch, dass Fremde auf Allbekanntes zu reduzieren, schlägt jedoch fehl und offenbart etwas über den Interpreten, weniger über den Gegenstand.

In ihren Versuchen, ein nicht begreifbares Gegenüber zu verstehen, wird die Mannschaft auf sich selbst zurück geworfen. In diesem Punkt befördert die Handlung eine doppelte Reflexion: Der in seinen Phänomenen unverständliche Ozean konfrontiert die Menschen mit einzelnen Aspekten ihres Selbst, die ihnen ebenso rätselhaft bleiben. Der Versuch, im Ozean ein in irgend einer Weise dem Menschen ähnelndes Wesen zu erkennen und zu begreifen, verkehrt sich hier ins Gegenteil: Der Mensch spiegelt sich im Ozean und findet das in sich selbst liegende Unverständliche.

Das Buch enthält selbstverständlich noch andere Aspekte und erschöpft sich nicht in einer einzelnen Lesweise. Sowohl Tarkowski als auch Soderbergh verfilmten die Geschichte und zeigten dabei unterschiedliche schwerpunktmäßige Gewichtungen. Die Filme können die Lektüre daher auch nicht ersetzen; sie sind aber insofern interessant, als sie einem verschiedene Arten der Interpretation aufzeigen, die man mit der eigenen Wahrnehmung vergleichen kann. Das Werk ist, obgleich alles andere als langweilig geschrieben, sicher keine leichte Unterhaltung, nebenbei bewältigt werden kann, doch die Auseinandersetzung lohnt sich in jedem Fall.
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Science Fiction als Kammerspiel, 3. November 2005
Rezension übernommen von: Solaris (Gebundene Ausgabe)
Allen Kinogängern sei es vorweg gesagt: weder Soderberghs Verfilmung von 2002 noch die Tarkowskijs von 1970 schaffen es, das Buch zu bewältigen. (Tarkowskij gelang immerhin noch eine eigenständige und sehenswerte Bearbeitung des Themas.) Das Buch entspricht in seinem Aufbau einem Theaterstück. Es lebt ganz von den Personen und ihren Monologen und Dialogen. Die Schwierigkeit des Menschen, Unbekanntes zu interpretieren und die Unlösbarkeit mancher Rätsel hinzunehmen, ist das eigentliche Thema des Buches. Wer lieber Abenteuer und Action in der Science Fiction sucht, sollte die Finger davon lassen.

Stanislaw Lem ist eine detaillierte und vielschichtige Parabel gelungen; eine Parabel darüber, dass der Mensch immerfort nach Wissen strebt und Neues erkundet, sich aber niemals sicher sein kann, dass er auch v e r s t e h t , was er findet. Selbst der Wissenschaftler schafft es nie, objektiv zu sein; seine unbewussten Sehnsüchte und psychischen Wunden mischen sich immer in seine Interpretation mit ein.
Das Buch bietet keine „Auflösung" der Rätsel (zum Glück!); der Planet Solaris bleibt mysteriös. Die Forscher in der Raumstation haben statt dessen etwas über sich selbst erfahren; über ihre eigenen Grenzen, über die Grenzen der Wissenschaft und über die nötige Ethik des Wissenschaftlers.

Fazit: ein spannender psychologischer Roman, der nachdenklich macht und auch einige unbequeme Fragen aufwirft (z.B.: kann man in einer unmenschlichen Situation noch nach den erlernten „menschlichen" Normen handeln?).
Ich lege das Buch vor allem Naturwissenschaftlern und Theologen ans Herz.

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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was haben Menschen und Meere sich zu sagen?, 29. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension übernommen von: Solaris (Sondereinband)
Mit "Solaris" hat Stanislaw Lem ein düsteres Science-Fiction-Scenario entworfen, dass nicht nur in Genre-Kreisen als Meisterwerk gilt: Eine Raumstation schwebt im Orbit eines Planeten und untersucht die dort ansässige Lebensform, die als eine Art Meer grosse Teile des Planeten umspannt. Doch anders als in Büchern mit ähnlichem Thema, die vom Zusammentreffen von Menschen und fremden Lebensformen handeln, scheitert die Menschheit hier schon an der Kontaktaufnahme, da die Verschiedenheit der beiden Spezies eine Kommunikation unmöglich zu machen scheint. - Diese Sichtweise macht Lem's Buch für mich äusserst interessant und ist somit eine wohltuende Abwechselung zu der romatisierenden Art und Weise in der der "first contact" sonst behandelt wird. Darüber hinaus ist das Buch intelligent und hervorragend geschrieben, so dass das Lesen schon aufgrund von Lem's Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit eine Freude ist. Wer sich für das Thema interessiert, sollte vielleicht auch mal Lem's "Der Unbesigbare" lesen oder einen Blick in die "Ender-Reihe" von Orson Scott Card werfen..
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5.0 von 5 Sternen Über das (Un-)Mögliche
Schon der formale Aufbau dieses Romans hat mich fasziniert. Die Sprache pendelt zwischen dem richtigen Maß an Spannung und wissenschaftlicher Nüchternheit. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von ell veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Eine Interessante Idee, die auch schon von Hollywood kopiert wurde
Stanislav Lem hat leider in vielen Geschichten die die Angewohnheit über irgendwelche unwichtigen - später im Buch auch nicht mehr Wichtigen Naturereignisse oder dergleichen... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Hans Wurst veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Klassiker-Pflichtkauf !
Solaris ist ein Werk, dass in jedes Bücherregal eines Si-Fi-Fans gehört. Die Grundidee für die Handlung dürfte trotz des Alters auch heute noch überraschen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Pilot veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Nachdenkliche Töne auf fremden Planeten
Solaris ist für mich einer der ganz großen Klassiker der SF. Das liegt vor allem an seiner Vielschichtigkeit. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Wolfgang P veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Ein Dilemma, das seines Gleichen sucht
Lesen Sie die zig anderen Rezensionen, wenn Sie etwas über die Geschichte erfahren möchten.
Eine Sache brennt mir jedoch auf der Seele... Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Die Grenzen der Erkenntnis
Trotz der zugegebenermaßen teils erschreckend schwachen Übersetzung, die andere Rezensenten bereits angeführt haben, ist dieses wohl bekannteste Werk des polnischen Autors... Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen Habe mir (noch) mehr erhofft
Als ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich mir "Wow, was für eine tolle Idee" und habe mir das Buch natürlich sofort bestellt. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Nico Büttner veröffentlicht

1.0 von 5 Sternen Unerträgliche Übersetzung
Mag auch der Inhalt des Buches zu Recht als Klassiker gelten: sprachlich ist jedenfalls die deutsche Fassung geradezu unterträglich. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von B. Stemmer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen von wegen der einzige Roman Stanislaw Lems mit einer Liebesgeschichte...
Nachdem mich die Literatur von Stanislaw Lem, dem einzigen Schriftsteller, dessen Tod mich wirklich bewegt hat, nun schon seit bald 3 Jahrzehnten begleitet, kann ich diese... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2007 von C. Rempka

2.0 von 5 Sternen Gedankenlos gekürzt
Es gibt gute Hörspielumsetzungen und schlechte. Diese hier ist nicht so gut. Es wurden fast nur die Dialoge aus dem Buch in das Hörspiel eingearbeitet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2007 von Openuser

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