Photek (Rupert Parkes) sagte ja schon in früheren Interviews, dass er sich nicht als Drum'n'Bass- Artist festlegen lasse. Trotzdem schuf er - abstrakte - Klassiker des Genres wie die berühmte Hidden Camera - EP von 1996 oder Tracks wie UFO. Verglichen mit der 1997er CD Modus Operandi wird auf dem aktuellen Album die Bandbreite weiter aufgefächert. Wer die beiden Tracks "Mine To Give" und "Can't Come Down" hört, beide mit der House-Legende Robert Owens als Sänger (überhaupt neu bei Photek, Gesang!) hört, wähnt sich eher in Detroit um 1988 als im "Dschungel". Auch "Glamourama" und der Titeltrack fallen eher in die House-Rubrik. Natürlich fehlen auch auf dieser CD die Break- beat Experimente nicht ("Terminus", "Infinity") und auch ambiente Flächen finden sich. Alles wird durch die ausgesprochen gute Produktion zusammengehalten. Man kommt als Hörer moderner elektronischer Musik an dem Mann nicht vorbei.