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Produktinformation
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Kelvin ist entsetzt, als er neben seiner Frau Rhea (Natascha McElhone) aufwacht, die Jahre zuvor auf der Erde Selbstmord begangen hatte. Er behandelt sie wie einen von einem Alien besessenen toten Körper und entsorgt das Wesen, indem er es in den Weltraum hinaus befördert. Aber sie kehrt zurück, und Kelvin erkennt, dass sie doch kein auf ihn angesetztes seelenloses Monster ist, sondern ein selbstbewusstes Wesen, das aus seinen eigenen Erinnerungen entstanden war. Obwohl er davor gewarnt wurde, versucht Kelvin eine Beziehung mit dieser nichtmenschlichen Frau aufrechtzuerhalten und hofft, diesmal nicht die Fehler zu wiederholen, die damals zu Rheas Tod geführt hatten.
Steven Sonderbergh, der wohl vielseitigste und unvorhersehbarste Regisseur Hollywoods, inszeniert -- total fasziniert von dem roten Planeten -- einige großartige Weltraummomente. Meist konzentriert er sich jedoch auf die von einer Bergman-esken Strenge geprägten Interieurs, in denen Clooney und McElhone ihren ganz eigenen Raum einnehmen und tiefe emotionale Träume durchleben, während sie gleichzeitig echte Ausbrüche vermeiden. Für den regulären Zuschauer ist das wohl eine Spur zu verinnerlicht, aber bei dieser kürzeren Version von anderthalb Stunden dürfte das für den nicht eingefleischten Solaris-Fan durchaus erträglich sein -- verglichen mit den drei Stunden des Originals. --Kim Newman
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Umso erstaunlicher ist die Neufassung von Solaris. Nicht nur, dass Steven Soderbergh, der durch Erfolge wie Ocean's Eleven glänzte, einen Film machte, bei dem von Anfang an klar war, dass er kein Kassenschlager werden würde, auch die Aufgabe ein so schweres und anspruchsvolles Thema als Remake zu verfilmen und dabei noch gegen ein beinahe unerreichbares Original anzutreten, sind als mutige Entschlüsse hervorzuheben. Wie auch in der alten Fassung weicht der Film an einigen Stellen stark vom Buch ab, macht ihn deswegen aber keineswegs schlecht. Vielmehr konzentriert sich der Regisseur auf einen kleinen Themenbereich, den er dafür aber ausführlicher als im Buch behandelt: Die Vorgeschichte der beiden Hauptdarsteller und die Liebe zwischen den beiden.
In einer älteren Rezension hieß es, der Film sei eine Ergänzung zum Buch, was ich genau so sehe. Das Ende finde ich jedoch nicht platt sondern für einen Film noch besser geeignet als das Buchende. Es fügt sich hervorragend in die Handlung dieses Films und führt die Geschichte zu einem passenden, wenn auch offenen Ende. Die Musik (oder Klanglandschaft) von Cliff Martinez ist wirklich gewöhnugsbedürftig, jedoch könnte ich mir keinen besseren Soundtrack zu den ästhetischen Bildern vorstellen.
Auffällig sind die vielen Details, die den Film ausmachen: So wurde zum Beispiel darauf geachtet, dass die Bilder auf der Erde in warmen, die auf der Raumstation, die um Solaris kreist, in kalten Farben gehalten sind. So ist auch dass "Gewirr" zwischen dem Jetzt und den Rückblenden zu entschlüsseln. Wer jedoch am Ende trotzdem nicht mitkommt: Das macht nichts! Es macht sogar eher Sinn, den Film so enden zu lassen, dass jeder seine eigene Meinung entwickeln kann/muss. Es war in diesem Genre üblich, die Filme unerklärt und unerklärlich aufhören zu lassen - man sehe sich nur die genannten Beispiele "2001" und das alte "Solaris" an!
Für alle die, die den Film als langweilig oder schlecht bezeichnen: Es handelt sich hierbei um ein Genre, was quasi ausgestorben ist. Und diese negativen Rezensionen sind genau der Grund dafür. Das allgemeine Publikum stellt sich unter Science Fiction das Gegenteil von diesem Film vor, nämlich Star-Wars-mäßig mit viel Action und Technik. Ich bin ganz ehrlich: Ich mag Star Wars, ich brauche auch ab und zu eine Ladung Action in einem Film und ich könnte mir auch nicht nur Filme im Stil von Solaris ansehen.
Aber das macht Solaris nicht schlecht! Science Fiction ist eben nicht gleich Science Fiction und das ist auch gut so!
Nun noch zum Schluss zu den Extras der DVD: Insgesamt etwas dürftig, ich würde mich über eine Special Edition sehr freuen. Es gibt zwei Hintergrundbrerichte, sowie einen Audiokommentar von Steven Soderbergh und Produzent James Cameron ("Titanic"), sowie Englisch, Deutsch und Spanisch als Sprache und Untertitel.
Jede/r sollte also überlegen, ob dieser Film etwas für sie/ihn ist. Falls das der Fall ist, rate ich zum Kauf.
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