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Die russische Antwort auf
2001: Odyssee im Weltraum ist ein denkwürdiger Film, der sich hinter dem Klassiker nicht zu verstecken braucht. Der legendäre russische Regisseur Andrej Tarkowskij inszenierte dieses außergewöhnlich tiefgründige Science-Fiction-Epos nach einem
Roman von Stanislaw Lem. Die Geschichte folgt der unheimlichen Reise eines Astronauten (Donatas Banionis) zu einem Planeten, in dessen unmittelbarer Umgebung die Erinnerungen physische Form annehmen. Dieser kurze Abriss legt nahe, dass es sich bei dem Film um ein typisches Weltraumabenteuer handelt, eine ausgewalzte Episode von
Twilight Zone etwa. Je tiefer wir jedoch in die Geheimnisse dieser Welt vordringen, desto weniger vertraut erscheint sie uns.
Auch wenn Tarkowskijs Bedeutungsebenen und seine verwendeten Verfahren manchmal verwirren, schafft es Solaris, sich in unserem Kopf einzunisten; sicher auch eine Folge des ungewöhnlich langsamen Rhythmus und der grundsätzlich fehlenden vorwärts gerichteten Dynamik. Spätestens wenn die letzten Bilder über die Leinwand flimmern, hat Tarkowskij jedoch die Konventionen des Science-Fiction-Genres weit hinter sich gelassen und eine beunruhigende Vision über Erinnerung und Heimat geschaffen. Unzweifelhaft hat sich Solaris seinen Kultstatus verdient und ist gleichermaßen herausforderndes Arthaus-Kino wie bewusstseinserweiternder Trip. --Robert Horton
Kurzbeschreibung
"Der Psychologe Kris Kelvin wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung."
VideoMarkt
Der Psychologe Kris Kelvin erhält den Auftrag, auf den Planeten Solaris zu fliegen. Bei seiner Ankunft sind dort nur noch zwei Mitglieder der ursprünglich 85 Mann starken Besatzung am Leben. Viel mehr als deren erschreckender psychischer Zustand verwirrt ihn jedoch das Erscheinen mehrerer Kinder und seiner verstorbenen Frau Hari auf der Station. Kelvin kommt zu dem Schluß, daß der Ozean auf Solaris für die Erscheinungen verantwortlich ist und das Vermögen besitzt, Träume und Figuren des Unterbewußten zu materialisieren.
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Andrej Tarkowskijs Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Romans von Stanislaw Lem beschäftigt sich ebenso wie die Vorlage auf hohem Niveau mit den Möglichkeiten menschlicher Erkenntnis. Statt auf die genreüblichen spektakulären Effekte baut Tarkowskij dabei auf Gedanken, die von seinen Protagonisten in langen Dialogen geäußert werden und die sich um Fragen über die Grenzen menschlicher Erfahrung, über den Nutzen technischen Fortschritts und über das Leben auf dem geheimnisvollen Planeten "Erde" drehen.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Tarkowskijs legendäre und anspruchsvolle Verfilmung des gleichnamigen Science-Fiction-Klassikers von Stanislaw Lem.
Synopsis
Der Psychologe Kris wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Der Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein, gleich einem unendlichen Ozean, die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Kosmonauten wieder und materialisiert ihre Gedanken. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Die anderen starben aus unerklärlichen Gründen oder brachten sich um. Kelvin selbst begegnet kurz nach seiner Ankunft seiner Frau, die Jahre zuvor Selbstmord begangen hatte und für deren Tod er sich schuldig fühlt. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des menschlichen Seins.
Produktbeschreibungen
Der Psychologe Kris Kelvin wird zum Planeten Solaris geschickt, um mysteriöse Ereignisse auf der dortigen Forschungsstation aufzuklären. Der Planet spiegelt als kollektives Bewusstsein, gleich einem unendlichen Ozean, die Erinnerungen, Ängste und Wünsche der Kosmonauten wider und materialisiert ihre Gedanken. Kelvin trifft bei seiner Ankunft auf die übrig gebliebenen zwei Mitglieder der ursprünglich 85-köpfigen Besatzung. Die anderen starben aus unerklärlichen Gründen oder brachten sich um. Kelvin selbst begegnet kurz nach seiner Ankunft seiner Frau, die Jahre zuvor Selbstmord begangen hatte und für deren Tod er sich schuldig fühlt. Das Forschungsvorhaben wird für die Besatzung des Raumschiffs zur metaphysischen Reise in die Innenwelt ihrer eigenen Kultur und an die Grenzen des