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Produktinformation
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Auch wenn Tarkowskijs Bedeutungsebenen und seine verwendeten Verfahren manchmal verwirren, schafft es Solaris, sich in unserem Kopf einzunisten; sicher auch eine Folge des ungewöhnlich langsamen Rhythmus und der grundsätzlich fehlenden vorwärts gerichteten Dynamik. Spätestens wenn die letzten Bilder über die Leinwand flimmern, hat Tarkowskij jedoch die Konventionen des Science-Fiction-Genres weit hinter sich gelassen und eine beunruhigende Vision über Erinnerung und Heimat geschaffen. Unzweifelhaft hat sich Solaris seinen Kultstatus verdient und ist gleichermaßen herausforderndes Arthaus-Kino wie bewusstseinserweiternder Trip. --Robert Horton
1. Der Film wirkt anfangs etwas träge und irgendwie ziellos, wird aber nach ca. 20 Minuten mit jeder Minute spannender, intensiver und ganz einfach ergreifender (im wahrsten Sinne des Wortes). Kein Hollywood-High-Tech-Spektakel, aber gerade diese Tatsache tut dem Thema und seiner Umsetzung letztendlich sichtlich gut. Ein Film, den man öfter gesehen haben sollte, will man ihn in seiner ganzen Schönheit bzw. in seinem ganzen Sinn erfahren. 5 Sterne!
2. Als Bonus befindet sich auf der DVD eine ca. 30-minütige Abhandlung eines Wissenschaftlers zur Grundproblematik des Films "Schein und Sein". Allein dieses Material ist den Kaufpreis der DVD wert! Ein solches Niveau (sowohl wissenschaftlich als auch anschaulich und nicht von albernen Effekthaschereien bzw. endlos wiederholten Themen-Trailern wie z.B. bei "Welt der Wunder" verkommerzialisiert), wurde vom deutschen Fernsehen zuletzt irgendwann in den 70er Jahren erreicht. 5 Sterne!
3. Die DVD-Umsetzung lässt leider einige Wünsche offen. So fehlt beispielsweise der russische Originalton und auch Bild sowie Ton hätten eine wesentlich bessere Aufbereitung verdient gehabt. Deswegen hier nur 2 Sterne!
Um bei der Mathematik (Physik) des Films zu bleiben:(5+5+2):3=4!
Solaris ist eine faszinierende, von Andrej Tarkowskij brillant umgesetzte Adaption des gleichnamigen Romans von Stanislav Lem, vergleichsweise ungewöhnlich im Erzählrhythmus und kontinuierlichem Aufbau. Wie bei vielen Dramatikern und Philosophen ist „Science Fiction" lediglich ein Vehikel dafür, dem Menschen bei seiner ungebremsten Fortschrittsgier einen Riegel vorzuschieben. Denn eine Reise in das unentdeckte Selbst ist - mit allen Konsequenzen - wichtiger als die Erforschung nebulöser Welten und reduziert das Leben auf das Einzige, was wirklich zählt: Moralische Verantwortung und Respekt.
Insofern ist „Solaris" nichts anderes als eine in einem bizarren Gewand erzählte Geschichte über menschliche Fehler, Ängste und Schwächen - und der Hoffnung auf eine zweite Chance.
Die Neuverfilmung mit George Clooney unter der Regie von Steven Soderbergh ist, gemessen am Original, gar nicht mal so schlecht - nur leider ein sehr strenger, kalter Kunstfilm, der vergeblich versucht, diese komplexe Thematik dem amerikanischen Publikum nahezubringen.
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