Ein älterer Herr nimmt regelmäßig die Dienste eines jungen, sehr gut aussehenden Callboys in Anspruch und entlohnt ihn sehr gut dafür.Im Laufe der Zeit nähern sich beide an. Die Geschichte spielt in einem Altbau, die Wohnung ist im Stil der 60er, 70er Jahre eingerichtet, was zwar nicht nötig ist, jedoch die Grundbefindlichkeit des älteren Herren(George) unterstreicht.Eines Tages zieht Sebastian, der junge Callboy, ganz zu George. Die Geschichte beginnt mit einer prickelnden Erotik und man freut sich am makellosen Körper Sebastians. Schnell wendet sich aber das Blatt, die sexuelle Komponente rückt in den Hintergrund, die emotiionale Ebene schwillt immer mehr an.Waren die Beweggründe der beiden Protagonisten anfangs recht egoistisch,so wird diese Ichbezogenheit durch ein Gefühl des Zusammengehörens, des füreinander Einstehens bis zu Äußersten, ja bis zum Tod ersetzt. Zwei Suchende finden sich in dem jeder von sich selbst dem anderen schenkt und somit auch wieder beschenkt wird!
Großes Lob an den Regisseur, der ohne große Mittel erstklassige Schauspieler findet und ein treffsicheres Ambiente für diesen Film geschaffen hat.
Ein Film mit 2 schwulen Hauptdarstellern, aber sicherlich kein Film nur für Schwule. Jeder Mensch kann sich darin, jedenfalls teilweise, finden und den tieferen Sinn erfassen und auch die Emotionen nachvollziehen.
Weiterhin viel Erfolg wünsche ich dem erstklassigen Regisseur und dem jungen taletierten Leander Lichti! Danke für Emotion und Niveau, für die leisen, tiefen Töne, die Erotik, sowie die gesamte Komposition, die aus einen Guss ist!