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37 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebe, Leid und Intoleranz in wuchtigem Technicolor, 26. November 2007
Regisseur Douglas Sirk war in vielen Genres zu Hause, doch im Melodram hat er seine besten Werke gedreht. "Solange es Menschen gibt" gehört neben "In den Wind geschrieben", "Die wunderbare Macht" und "Was der Himmel erlaubt" zu seinen künstlerischen Höhepunkten.
Wie üblich bei Sirk ist "Solange es Menschen gibt" herrlich anzusehen. Leuchtende Farben, expressive Bilder und große Gefühle dominieren die Erzählung. Lana Turner spielt eine aufstrebende Schauspielerin und alleinerziehende Mutter, die eine farbige Freundin (Juanita Moore) und deren Tochter bei sich aufnimmt. Als sie endlich den langersehnten Erfolg hat und zu Ruhm gelangt, brechen alle unterschwelligen Konflikte aus.
Lana Turner ist schlicht und einfach die Idealbesetzung, und Douglas Sirk - ein hervorragender Frauen-Regisseur - setzt sie atemberaubend in Szene. In einer früheren Filmversion von 1934 spielte übrigens Claudette Colbert ihre Rolle. Die übrigen Darsteller sind bis in die Nebenrollen ebenfalls hervorragend. "Solange es Menschen gibt" ist vielschichtig und komplex, gleich mehrere schwere Themen werden hier aufgearbeitet, von gestörten Mutter/Tochter-Beziehungen (beide Töchter können die Opfer ihrer Mütter nicht anerkennen) über die Grausamkeit des Showbusiness bis hin zu alltäglichem Rassismus und Selbstverleugnung (Susan Kohner als Moores Tochter kann ihre Hautfarbe und die damit verbundene Ausgrenzung nicht ertragen und gibt ihrer Mutter dafür die Schuld). Wie so oft krönt Sirk sein Werk mit einer humanistischen und liberalen Botschaft, die niemand missverstehen kann, und die ihrer Zeit voraus ist. Was unter schwacher Regie schnell peinlich wirken kann, ist bei Sirk immer emotional packend und überzeugend. Der Teufelskreis der Intoleranz, der aus Opfern verzweifelte Täter macht (Susan Kohner verhält sich schließlich ebenso grausam ihrer Mutter gegenüber) wurde selten so gut eingefangen und dargestellt.
"Solange es Menschen gibt" gehört zu den besten aller Hollywood-Melodramen und macht es unmöglich, nicht in Tränen auszubrechen, jedes Mal wieder. Die Schluss-Sequenz ist so herzzerreißend, das man es kaum aushält. Der Film trifft tief ins Herz, und er macht auf schmerzhafte Weise deutlich, dass sich zwischen 1959 und heute in menschlichen Beziehungen und in Fragen der Toleranz kaum etwas geändert hat.
Zur DVD: Der Film liegt in ordentlicher, wenn auch nicht überragender Qualität vor. Laut Internet handelt es sich bei "Imitation of LIfe" nicht um einen Cinemascope-Film, weshalb das hier vorhandene Bildformat stimmen dürfte, auch wenn das Universal-Logo zu Beginn im Cinemascope-Format erscheint. Die US-DVD von Universal zeigt das gleiche Seitenverhältnis wie diese deutsche DVD (und hat die gleiche Bildqualität). Neben dem Trailer gibt es noch eine Slideshow, das war's dann auch.
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19 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lanas Bester..., 26. Januar 2008
Endlich hat CAROL-Media zwei lang gesuchte Douglas Sirk-Klassiker veröffentlicht. Neben WAS DER HIMMEL ERLAUBT liegt nun Lana Turners erfolgreichster Film auf einer preisgünstigen DVD vor... Lana ging 1958 ein großes Risiko ein indem sie auf ihre Gage verzichtete und sich stattdessen zu 50 Prozent am Einspielergebnis beteiligen ließ... Sie hatte Glück. Der Film wurde ein großer Erfolg, was ihr 2 Millionen Dollar einbrachte. Eine bis dahin nicht erreichte Rekordsumme für eine Schauspielerin, deren Karriere zum Zeitpunkt der Dreharbeiten ziemlich angeschlagen war... Miss Turner ist in allen Szenen makellos und aufwendig frisiert. Auch dann, wenn sie (gerade erst wach geworden) das Schlafzimmer verläßt... Eigentlich sollte Natalie Wood die undankbare Tochter von Haushälterin Annie (Oscar-Nominierung für die hervorragende Juanita Moore) spielen doch dann fiel die Wahl auf Susan Kohner, die für ihre Leistung ebenfalls eine Oscar-Nominierung erhielt. Troy Donahue, sonst immer auf den typisch amerikanischen Sunnyboy festgelegt, ist hier in einer kleinen Rolle als fieser Freund von Sarah Jane zu sehen. Wie bei den ausländischen DVDs von IMITATION OF LIFE liegt auch die deutsche Veröffentlichung im anamorphen 1.85 (16:9) Breitbild vor. CAROL-Media hat SOLANGE ES MENSCHEN GIBT ordentlich in Bild und Ton umgesetzt. Das Bild ist frei von Verschmutzungen und beim deutschen Ton sind die Stimmen klar und deutlich zu verstehen auch wenn es ab und zu mal rauscht. Immerhin ist der Film schon 50 Jahre alt, doch er hat bis heute nichts von seiner Wirkung verloren...
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbarer Film, 15. Januar 2008
Endlich ist dieser - einer meiner Lieblingsfilme - auf DVD erschienen. Heute habe ich die DVD erhalten und habe den Film gleich angeschaut und mindestens 2 Liter Tränenflüssigkeit verloren :o)
Ein Film, der fesselnd die Konflikte zweier Mütter, die nicht unterschiedlicher sein könnten, mit ihren Töchtern erzählt. Ob die Karrieresucht der einen Mutter, oder die in den fünfziger Jahren in den USA herrschenden rassistischen Vorurteile dargestellt werden, der Film packt und bewegt den Zuschauer.
Seinerzeit war dieser Film ein mutiges Unterfangen, die Probleme einer farbigen Mutter mit ihrer (fast weißen) Tochter auf die Leinwand zu bringen und dies nicht etwa in einem B-Movie, sondern in einem aufwändigen Melodram mit Starbesetzung.
Heute wird dies (meines Erachtens völlig zu unrecht) leicht abwertend "Großes Gefühlskino" genannt.
In einer Zeit, in welcher das junge Publikum mit Fantasy und Action bombardiert wird, dürfte diesem der Zugang zu solch einem Film schwerfallen.
In meiner Jugend lief "Imitation of Life" noch zur Hauptsendezeit in ARD oder ZDF und das war gut so :o)
Zur DVD selbst: Leider sind keinerlei Extras (Doku oder Hintergrundinfos) vorhanden, einzig sind Trailer vorhanden.
Ich denke, Douglas Sirk, Lana Turner oder John Gavin hätten genügend Material geliefert!
Die Tonqualität ist in etwa so, wie man sie vom TV gewöhnt ist.
Die Bildqualität ist soweit in Ordnung, als das "Alterserscheinungen" entfernt wurden, die etwas grobe Bildauflösung dürfte mit dem damals verwendenten Farbverfahren zu tun haben. (Es war eben kein Technicolor!) Im Großen und ganzen aber zufriedenstellend, auf jeden Fall aber besser als im TV. Das Bildformat dürfte dem Original entsprechen, in keiner Szene wirkt etwas "abgeschnitten". Auf jeden Fall auch besser, als bisher im TV gesehen!
Daher meine Empfehlung: wer großes Hollywoodkino und große Stars der 50er Jahre mag ---- unbedingt kaufen!!!!
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