Aufgrund des Klappentextes griff ich mir auf einem Bücher"grabbeltisch" dieses Buch heraus, und siehe da: Ich war sehr angetan. Wie Gerrard den Weg einer verlassenen Frau und dreifachen Mutter von einem Bündel an Selbstmitleid zur selbstbestimmten und in sich gefestigten Person erzählt, ist sehr einfühlsam und lebensnah. Vor allem die enge Bindung der Hauptfigur an ihre Kinder ist realistisch und liebevoll gezeichnet. Dabei sind alle Charaktere plausibel (= mehrdimensional) gestaltet; der Leser /die Leserin bekommt keine Klischees vorgesetzt, sondern kann sich selbst ein Bild von den Figuren machen. Hier ist keiner nur "gut" oder "böse". Mich hat die Lektüre begeistert, und ich habe mich keine Minute gelangweilt.