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Der Sohn des Tuchhändlers
 
 
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Der Sohn des Tuchhändlers [Gebundene Ausgabe]

Richard Dübell
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 461 Seiten
  • Verlag: Ehrenwirth; Auflage: 1., Aufl. (6. März 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3431036740
  • ISBN-13: 978-3431036749
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 611.918 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Peter Bernward, ehemaliger Untersuchungsbeamter des Bischofs von Augsburg und Landshuter Kaufmann, hat sich mit seiner Lebensgefährtin Jana Dlugosz und dem von ihr adoptierten Sohn Paolo in Janas Heimatstadt Krakau niedergelassen. Mit Mojzesz Fiszel, dem Hofbankier des Königs, verbindet ihn eine freundschaftliche Beziehung. Trotzdem ist Peter nicht begeistert, als Mojzesz ihn um einen Gefallen bittet. Der Sohn eines der jüdischen seniores, ein junger Mann namens Samuel Ben Lemel, hat einen Skandal verursacht: Man bezichtigt ihn, der Tochter eines christlichen Ratsherrn, der jungen Zofia Weigel, Gewalt angetan zu haben. Zofias Vater ist bereit, die Sache auf dem Verhandlungswege aus der Welt zu schaffen, und Samuels Vater spielt nur zu gerne mit denn wenn die Sache öffentlich wird, ist das Leben beider junger Menschen ruiniert. Fiszel bittet Peter darum, den Unterhändler zu spielen und die Sache ohne großes Aufsehen abzuwickeln. Peter Bernward kann nicht ahnen, wie heikel die Mission ist, mit der er betraut wurde

Klappentext

Krakau im Jahre 1486: Peter Bernward hat sich mit seiner Lebensgefährtin Jana Dlugosz in deren Heimatstadt niedergelassen und dort ein ruhiges Familienleben gefunden. Doch die Ruhe währt nicht lange: Als Peter versucht, einem befreundeten jüdischen Bankier zu helfen, sticht er in ein Wespennest. Die antijüdische Stimmung in Krakau beginnt sich aufzuheizen und es kommt zu Ausschreitungen. Als auch Janas Adoptivsohn Paolo in Gefahr gerät und nur mit knapper Not entkommt, wird Peter Bernward bewusst, dass das Feuer bereits an dem Pulverfass leckt, auf dem sie alle sitzen ... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Spannung im mittelalterlichen Krakau, 23. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Sohn des Tuchhändlers (Gebundene Ausgabe)
Nach anfänglichen Einstiegsschwierigkeiten, die ich aber nicht dem Buch zur Last legen möchte, sondern eher der Tatsache, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, und die vielen Personen zunächst etwas verwirrend waren, hat das Buch für mich deutlich an Fahrt gewonnen. Im mittelalterlichen Krakau leben deutsche Kaufleute, polnische Einheimische und jüdische Bürger in relativ stabilem Frieden. Das ändert sich, als ein demagogischer Prediger auftaucht und ein junger jüdischer Mann beschuldigt wird, sich an einer jungen Kaufmannstochter vergangen zu haben. Der Leser sieht mit den Augen der Hauptfigur Peter Bernward, wie die Stimmung langsam kippt und Intoleranz und Hass zunehmen. Neben der Sorge um seine neue Heimat plagen den aufmerksamen Tuchhändler auch private Sorgen, denn seine Lebensgefährtin Jana scheint Geheimnisse vor ihm zu haben. Ein mitreißender Roman vor einem spannenden historischen Hintergrund, der mit Emotionen nicht geizt, aber nie unglaubwürdig wird. Von mir eine eindeutige Lese-Empfehlung!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluß der Tuchhändler-Reihe, 28. Juni 2006
Von 
Wolfgang Gonsch (Passau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Sohn des Tuchhändlers (Gebundene Ausgabe)
Krakau im Frühjahr des Jahres 1486; die Stadt ist ein brodelnder Schmelztiegel verschiedenster Volksgruppen. Deutsche, Polen und Juden streiten sich um das größte Stück des Kuchens und ein kleiner Funke genügt um das Pulverfass zu entzünden. Dieser Funke ist die Vergewaltigung einer deutschen Ratsherrentochter durch einen jüdischen Schnitzergesellen. Hilflos muss Tuchhändler Peter Bernward mit ansehen, wie seine Wahlheimat immer näher an den Rand des Abgrunds zuschlittert. Bernward hat sich mit seiner polnischen Geliebten Jana Dlugosz und seinem italienischen Adoptivsohn, dem kleinen Paolo, in Krakau niedergelassen. Er will nur in Frieden und Zufriedenheit leben und endlich die Aussöhnung mit seinen beiden älteren Kindern, Daniel und Sabina, zuwege bringen.

Doch die Pläne werden rüde gestört, als Bernwards Freund Mojzesz Fiszel, der einflussreichste Mann im Judenviertel, ihn um Vermittlung bittet. Die Tochter eines deutschen Ratsherren soll von dem jüdischen Bildschnitzergesellen Samuel Ben Lemel geschändet worden sein. Wenn nicht alte Fehden neu aufbrechen sollen kann nur ein großes Schweige- bzw. Blutgeld helfen. Doch er kommt zu spät. Schon am nächsten Tag hat ein fanatischer Wanderprediger die Gerüchte aufgegriffen und heizt die bereits kochende Stimmung weiter an.

Mit dieser fünften Tuchhändler-Geschichte geht die Reihe um Sonderermittler Peter Bernward und seiner Familie leider in die letzte Runde. Historienautor Richard Dübell beweist zum wiederholten Male, dass er ein Garant für Spannung und leidenschaftliche Szenen ist. Anders als bei anderen Kriminalromanen ist sein Held nicht der kluge Kopf, der alles im Griff hat und Schritt für Schritt der Lösung des Rätsels auf die Spur kommt. Stattdessen wird er von den Geschehnissen einfach mit fortgerissen. Und diese Geschehnisse haben es - wie immer bei Richard Dübell - in sich!

Der Autor entwirft vor unseren Augen kraftvolle, lebendige und leidenschaftliche Bilder. Was bei anderen Autoren überfrachtet wirken mag - Peters Beziehung zu Jana steht vor dem Aus, die Stadt schlittert scheinbar ungehindert auf ein gewaltiges Pogrom zu, sein jüngster Sohn ist verschwunden und die Aussöhnung mit seinen älteren Kindern ist alles andere als in trockenen Tüchern - wird von Richard Dübell mit soviel Überzeugungskraft, sprachlichem Tempo, schriftstellerischer Eleganz und purer Lust am Geschichten erzählen geschildert, dass man genau so wie der Protagonist Peter Bernward in die Geschichte hineingezogen wird. Er vermeidet Anachronismen ebenso wie altertümliche Sprache. Auf diese Weise erschafft er glaubwürdige Charaktere und zaubert eine komplexe Geschichte darum herum, die von der ersten bis zur letzten Seite Spannung garantiert. Insbesondere die Darstellungen des entfesselten Mobs sind lange nicht mehr so packend, so beklemmend und gleichzeitig so unaufdringlich geschildert worden wie in diesem Plot.

Mit diesem spannenden und leidenschaftlichen Historienroman untermauert Richard Dübell einmal mehr seine Position unter den besten Autoren des historischen Genres und bringt seine Peter-Bernward-Reihe zu einem krönenden Abschluss.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Mittelalterliche Soap, 27. November 2010
Von 
Gerhard Langreiter (Oberbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Schon der Titel des Buches, der wenig mit dem Inhalt zu tun hat, ist ein Grund, warum man dieses Buch nicht lesen sollte.

Weitere Gründe finden sich beispielsweise in der Dramaturgie. Um den Leser an das Buch "zu fesseln", werden Missverständnisse zwischen Peter und Jana in die Welt gesetzt, die über hunderte Seiten nicht geklärt werden. Durch die Ich-Erzählung sieht man vieles aus der Sicht von Peter Bernward und der irrt sich des öfteren in seiner Wahrnehmung.

Irgendwann haben mich die ständigen "warum will sie mich verlassen", "warum ist das so", "sind sie alle tot?" Gedanken von Peter extrem genervt und ich hab schnell drüber gelesen. Ich meine, da ist es grad spannend, wo z. B. Paolo, der Adoptivsohn Peters und Janas, ist, und dann wird seitenlange das Gewitter beschrieben oder irgendwelche anderen Gefühlsregungen oder Peter erinnert sich an eine längst vergangene Gegebenheit. So etwas nervt.

Außerdem frag ich mich, warum er einen Nachbarn, mit dem er die Zwischenmauer teilt, nicht besser bzw. eigentlich gar nicht kennt. Nur eine von vielen Ungereimtheiten.

Abschließend muss ich feststellen, dass mich das Ganze an eine der unseligen Soaps im deutschen Fernsehen erinnert, in denen Zuschauer über Wochen hingehalten werden, bis das Rätsel gelöst wird. Wen so was gefällt, der soll bitte diese Buch lesen!
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Richard Dübell 2 18.01.2011
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