In seinem Buch geht Dirk W. Hoffmann auf viele Bereiche der Softwarequalität ein.
In den ersten Kapiteln wird zunächst der Begriff der Softwarequalität definiert und anhand mehrere historischer Beispiele das Versagen von Software gezeigt und erläutert, wie man solche Fehler hätte verhindern können. (Beispiel: Ariane 5 Rakete)
Danach beschäftigt sich das Buch mit konstruktiver Qualitätsicherung und wie Quelltext von Anfang an besser gestaltet werden kann. Mit vielen praxisnahen Beispielen werden hier Pros und Kontras von Typisierung, Portabilität, Dokumentation, etc. in der Theorie und in der praktischen Anwendung gezeigt und diese verständlich erklärt.
In den nächsten Kapiteln beschäftigt sich das Buch umfassend mit verschiedenen Methoden des Software Tests bzw. der Software Analyse (von automatisierten Tests bis hin zu Reviews durch andere Personen). Man bekommt hier ein sehr gutes Gefühl, wie gut die einzelnen Testmechanismen in der Praxis verwendbar sind und wie man sie anwenden kann. Außerdem wird auch ausreichend auf weitergehende Literatur zu den einzelnen Testverfahren verwiesen. Besonders gut gelungen fand ich das anschließende Kapitel über formale Softwareverifikation, in dem (natürlich nur oberflächig) die einzelnen formalen Verifikationsverfahren geschildert, mit Beispielen unterlegt und ihre Relevanz für die Industrie erläutert wurde.
Zu guter letzt werden noch die indirekten Faktoren der Softwarequalität (Software Lebenszyklen, SW-Infratruktur, SVN, u.Ä.) ausreichend beleuchtet und - wie alle bisherigen Kapitel auch - mit ausreichend Beispielen und Praixsbezug erklärt.
Alles in allem, kann ich das Buch jedem empfehlen, der im Bereich der Informatik arbeitet, da es sehr gut geschrieben ist und somit sehr angenehm zu lesen ist. Das Buch ist durchweg mit ausreichend Beispielen und Anwendungen gefüttert und bietet für einen nicht sehr hohen Preis einen sehr umfassenden Blick auf das Thema der Softwarequalität. 5 Sterne von mir!