Unternehmen, die ihre Softwareprodukte (seien es Standardprodukte oder kundenspezifische Werkleistungen) strategisch positionieren wollen, setzen dies am besten mit der Implementierung eines Produktmanagements um. Und dies sollte die Besonderheiten von Software als Produkt, z.B. bei der Preiskalkulation, berücksichtigen. Ein Softwareproduktmanager hat sehr unterschiedliche Funktionen zu erfüllen und sollte sowohl Erfahrungen aus der Softwareenwicklung und dem Marketing mitbringen. Und wie das so ist mit "Schnittstellen-" oder "Koordinations"-Funktionen: Ohne Managementrückhalt kommt man nicht weit. Die Entwickler halten einen für einen Marketingfuzzi und für die Marketingabteilung ist man ein verkappter Entwickler. Hier müssen alle die besondere Rolle und Kompetenz des Produktmanagers verstehen und unterstützen!
Ausgangspunkt aller Überlegungen ist die Suche nach Marktpotenzialen für die Stärken der eigenen Kompetenzen und Produkte. Hieraus leiten sich Kundenanforderungen, Kostenrahmen für die Entwicklung, Distributionswege zum Markt, und die Kernbotschaften fürs Marketing ab.
Ich kann dieses Werk mit gutem Gewissen weiterempfehlen. Einen Punkt ziehe ich wegen des relativ hohen Preises ab (der wohl auf mangelndem Wettbewerb -also einem guten Produktmanagement beruht ;-).
Es korrespondiert auch gut mit dem VDI Buch "Market-Ing.", das jedoch keine softwarespezifischen Aspekte untersucht, sondern einen Schwerpunkt im Vertriebsprozess / Opportunitymanagement hat.