Auch wenn Dan Millman's Bücher viele fiktive Teile enthalten, so sind sie doch Bücher für eine bessere Welt, deren Botschaft Mut und Hoffnung macht und sogar ein Leben verändern können.
Nebenbei sind sie auch hervorragende Einsteigebücher in die "spirituelle Welt", die einen ganz schön lange auf der eigenen Reise begleiten können.
Sein neuestes Werk beschreibt die Verwandlung eines "Rachekriegers" zu einem "friedvollen Krieger". Geschickt versteht es der Autor, den Leser in den Bann der Rache zu ziehen, um dann mit der Hauptperson gemeinsam am Höhepunkt seiner Kampfkunst in die innere Freiheit der Verzeihung zu gehen. Pazifismus ist in der Tat nur dann ernst zu nehmen, wenn er aus Stärke und nicht aus Angst heraus gelebt wird.
Dan Millman spielt auch hier wieder mit der Perfektion der Hauptfiguren - besonders auch, was die kriegerischen Qualitäten betrifft. Dieses Mittel, um den Leser in den Bann zu ziehen, mag auch in Frage zu stellen sein, hält aber die Geschichte immer wieder in Bewegung. Für viele klingt sicherlich auch das Abenteuer der inneren und äußeren Vervollkommnung an - ein Motiv, dass z. B. auch von der Möwe Jonathan bekannt ist.
Manche wird dies aber vielleicht auch stressen, wenn sie spüren, dies selber eventuell nie erreichen zu können.
Dan hat hier aber keinen Tatsachenbericht geliefert, sondern einen temporeichen, vielschichtigen, manchmal sogar brutalen Roman, in dem er seine eigene Familiengeschichte einarbeitet (alle 4 Großeltern von Dan Millman kamen aus der Ukraine in die USA).
Die MÖglichkeit echten Erwachens, sich selbst zu finden, liegt aber nicht in halsbrecherischen Abenteuern irgendwo, sondern sich selbst findet man nur dort, wo man gerade ist - und das ganz ohne Techniken. Denn wer sonst sollte gleich ohne Umschweife Zugang zu mir haben - außer ich?
Alles in allem aber ein sehr, sehr gut gelungenes Buch, das äußerst spannend zu lesen ist.