Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, das klar strukturierte und verständlich geschriebene Buch hat eine Menge zu bieten.
Die hohe Seitenzahl lässt sich grob in 50 Seiten Technik und 70 Seiten Muster bzw. Beispielsocken unterteilen.
Über die kompletten Socken braucht man kaum etwas zu sagen, die wunderschönen ineinanderverschachtelten Designelemente (siehe Cover) sprechen für sich selbst.
Faszinierend ist der umfangreiche Technikteil, der es möglich macht, selbst solche Muster zu entwerfen.
Basis-Socken-Konstruktion wird klar und kurz erklärt (die üblichen drei Fersen mit Klappe, Kurzen Reihen oder nachträglich eingefügt; normale, extra weite oder Kurzreihen-Spitze, Mausezähnchenrand etc.), danach geht es in die Struktur, wobei Cookie viel Wert auf das Verstehen der Muster legt.
Tipps für die Verteilung der Rapporte auf Bein, Ferse und Fuss im Hinblick auf Symmetrie und Spiegelung
(Sohle und Spitze bleiben grundsätzlich glatt, was jeder versteht, der mal auf Zöpfen in der Sohle laufen musste)
werden vor allem durch Anleitungen ergänzt, wie Muster von Runden zu Flächen und zurück konvertiert werden können.
Besonders aufschlussreich sind die Tabellen für die entsprechenden Maschen in der Rückreihe (SSK zu SSP und Ähnliches) und die Umkehrung von komplexeren Zöpfen, damit diese auch auf Links möglich werden.
(Gerade die Zopftechniken sind für Stricker interessant, die ihre Aran-Pullover gerne in der Runde ohne die vielen linken Maschen stricken wollen, bisher aber die Zöpfe nicht umdrehen konnten!)
Abschliessend ergänzt sie die üblichen Anleitungen zur Maschenprobe um nützliche Angaben, wie sich die verschiedenen Texturen in ihrer Dehnbarkeit auswirken, und wie man schon eine gute Schätzung dafür ermittelt, bevor die ersten Proben dann anprobiert werden.
Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das -wenn es denn irgendwann den Sockenkorb mal verlässt- seinen Platz bei mir neben den Werken von Nancy Bush und Cat Bordhi finden wird.