...wenn Meike Koester solo oder mit Band aufspielt! Ihre Gitarre wird zeitweise zur mitreißenden Rhythmusmaschine ("Liar") oder zaubert eine rosarote Seifenblase ("Pink Bubble") in der man sich gerne zurücklegt und mit Meike Koester raüber nachdenkt wie es wäre für immer ohne Sorgen zu bleiben und einfach ewig lauschen zu können.
Ihre Texte sind humorvoll (man beachte nur mal den Titel des Albums!) und feinfühlig, dort wo gute Texte es sein sollen. Wo ihr im Leben übel mitgespielt wurde oder wo es um Leidenschaft und Erotik geht, dort lässt sie ihre Stimme und ihre Gitarre auch gerne mal kraftvoll herrvorbrechen. Meike Koester hat im Gesang und im Gitarrenspiel eine breite Palette an Stimmungen und Klangfarben zur Verfügung, mit denen sie ausdrucksstark und souverän umgeht und um die sie mancher beneiden wird, der nur im ewig gleichen Saft schmort.
So kann sie sich auch textlich in verschiedene Szenarien begeben, die musikalischen Möglichkeiten sie zu illustrieren hat sie allemal. Man reist mit ihr durch Städte und lernt, dass man von überall wo man war etwas mitbringt, sei es auch nur der Staub von zwanzig Städten unter den Schuhen ("20 Cities") und dass Aschenputtel auf dem Ball eigentlich etwas ganz anderes gesucht hat als wir alle glauben ("Cinderella").
Auch an Themen, die einen mit einem bedrückenden Gefühl in der Brust zurück lassen, traut sie sich heran ("Long Way") und man kann fast verzeihen, dass das Leben endlich ist, wenn sie es so schmerzhaft schön musikalisch in Worte und Töne fasst.