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So wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock
 
 

So wie ich will: Mein Leben zwischen Moschee und Minirock [Kindle Edition]

Melda Akbas
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Pressestimmen

„Bewundernswert, wie offen und selbstbewusst Melda über ihr Leben spricht. Der Leser hat das Gefühl, einen authentischen Bericht über die Seelenlage einer jungen Migrantin zu bekommen.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung )

"In den allzu oft im korrekten Betroffenheitsduktus verharrenden Diskussionen über die Fragen von Integration und Parallelgesellschaft in Deutschland tut es gut, Melda Akbas' angenehm unaufgeregte Stimme zu vernehmen." (Die Zeit )

"Natürlich definiere ich Freiheit ganz anders als Jugendliche ohne Migrationshintergrund." (Melda Akbas )

Kurzbeschreibung

Der beeindruckende Bericht einer 18-Jährigen zwischen westlichen Werten und türkischer Familientradition

Sie ist 18, lebt als Deutsch-Türkin in Berlin, steht kurz vor dem Abitur, engagiert sich als Schülerin, und ihr größter Wunsch ist ein selbstbestimmtes Leben: Melda Akbas bezweifelt, dass viele Deutsche wissen, was es heißt, ein Migrantenkind zu sein. Vorurteile und Desinteresse bestimmen das Bild. Eloquent und selbstbewusst setzt sie ihre Momentaufnahme dagegen. Ihr Hintergrund: eine Familie von konservativ bis weltoffen, ein bunter Mix aus Köpfen und Haltungen. Sie selbst versucht den Spagat zwischen Respekt vor ihren muslimischen Wurzeln und ihrer Entschlossenheit, sich einzumischen, mitzubauen an einer friedlichen Welt vieler Kulturen und als Frau selbständig zu leben.


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41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
wundervoll. 10. Juni 2010
Format:Broschiert
Die Autorin schreibt über ihr junges Leben zwischen den Stühlen. Kennt man? Nein, kennt man nicht! Die Art und Weise wie die Autorin ihre Gedanken und Emotionen zu Papier bringt, ist (vor allem für ihr junges Alter) faszinierend. Ihre Geschichte spiegelt die Probleme von Millionen von Migrantenkindern wieder, dennoch ist sie einzigartig.

Ich finde es einfach toll, wie sie mit einfachen und unbeschwerten Worten die alltäglichen kleinen und großen Schwierigkeiten ihres interkulturellen Lebensstils beschreibt und kein Blatt vor den Mund nimmt. In positiver Hinsicht! In einer eloquenten Art und Weise beschreibt sie die Tücken und Kniffeleien eines deutsch-türkischen Lebens mitten in der impulsiven Hauptstadt.

Natürlich scheint der Titel auf den ersten Blick kontrovers, doch sollte man sich erst eine Meinung machen, wenn man das Buch zu Ende gelesen hat. Auch ich war anfangs etwas voreingenommen, doch das legte sich schnell.

Motivierend, ermutigend, begeisternd. Von mir fünf Sterne für dieses Schmuckstück jüngster Literatur.
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36 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mich hat "So wie ich will" sehr begeistert und berührt - es auf das Thema 'Sex vor der Ehe' zu reduzieren, wird dem Buch überhaupt nicht gerecht. Melda Akbas nimmt den Leser mit sehr viel Einfühlungsvermögen mit in den Mikrokosmos ihrer Familie und erzählt ehrlich, aber trotzdem unterhaltsam von ihrem Leben in zwei 'Welten': ihrer strengen türkischen Familie auf der einen Seite und der Schule und ihren deutschen Freunden auf der anderen.

Die Leichtigkeit, mit der sie schreibt, macht das Thema Multikulturalität sehr schön zugänglich. Sie erzählt jedoch nicht nur von ihrem Alltag, sondern hinterfragt das, was sie erlebt, auch: Was bedeutet es eigentlich in eine Gesellschaft integriert zu sein? Wenn ein Mensch integriert ist, hat er seine Herkunftskultur und seine 'fremde' Identität dann vollkommen aufgegeben? Gibt es auf diese Fragen überhaupt Antworten? Oder sollte man einfach akzeptieren, dass man etwas von beiden Kulturen in sich vereint und gerade der Mensch ist, der man ist, weil man eben in beiden Welten aufgewachsen ist?

"'So wie ich will"' beschränkt sich aber nicht nur auf die religiöse oder kulturelle Thematik. Es ist auch ein Buch über das Erwachsenwerden - Erwachsenwerden im Spannungsfeld zweier Mentalitäten. Ich kann dieses Buch nur wärmstens weiterempfehlen! Ganz besonders denjenigen, die wissen wollen, wie es sich anfühlt, verschiedenen Kulturen anzugehören - oder die einfach Spaß daran haben, in eine andere Lebenswelt einzutauchen.
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30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von H. P. Roentgen TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Gerne beschreiben Bücher über Islam und Deutschtürken allgemeine Diskurse, was im Koran steht, wer was wo predigt, aber selten das konkrete Leben der Deutschtürken. Melda Akbas macht da eine rühmliche Ausnahme. Sie ist 18, macht gerade ihr Abitur und schreibt frei von der Leber weg von ihren Erfahrungen und Erlebnissen.

Die Einwände des Vaters, wenn sie zu "gewagt" auf die Strasse geht, aber auch, wie erstaunt sie ist, als Mutter und Vater plötzlich frisch verliebt aus dem ersten gemeinsamen Urlaub ohne Kinder nach Hause kommen. Dabei wurde die Ehe zwar nicht erzwungen, aber arrangiert. Doch die Eltern haben es offenbar verstanden, daraus das Beste zu machen. Dabei hatten sie sich schon mal getrennt.

Minirock und Moschee, das geht nicht, finden islamische Fundamentalisten und ebenso die zahlreichen fundamentalistischen Anti-Islamisten unter den Deutschen. Nein, geht in der Theorie auch nicht. Aber die Autorin zeigt uns, dass so manches, was Theoretiker für unmöglich halten, in der PRaxis dann doch geht. So einheitlich wie viele tun, sind Deutsch-Türken denn doch nicht. Auch wenn eins allen gemeinsam ist: Der Zusammenhalt der Großfamilie und das hat für das Buch einen Vorteil. Melda Akbas hat einen großen Verwandtenkreis mit höchst unterschiedlichen Menschen, die dennoch immer wieder zusammenkommen, sich streiten, sich über einzelne Familienmitglieder das Maul zerreißen und sich dann doch wieder vertragen. Von der aufgeklärten Tante Zeynep, eine temperamentvolle Lehrerin, die aus ihren Überzeugungen keinen Hehl macht bis hin zu sehr traditionellen Familienmitgliedern.

Sie selbst steht im ständigen Aufstand gegen ihre Eltern, die sie dennoch innig liebt. Auch weil sie sieht, was diese für sie getan haben. Aber Freunde muss sie vor den Eltern geheim halten, auch, dass sie nach dem Abitur von zu Hause ausziehen möchte. Mädchen, so die Vorstellung vor allem ihres Vaters, wohnen im Hause der Eltern, bis sie heiraten. Eine Vorstellung, die die Autorin keineswegs teilt. Im Gegensatz zu ihrem Bruder Tayfun, der - wie viele gleichaltrige Urdeutsche - das "Hotel Mama" sehr zu schätzen weiß.

Manches wird dem bekannt vorkommen, der die Fünfziger und Sechziger Jahre erlebt hat. Ich erinnere mich gut an große Familientreffen bei meinen Großeltern, wie sehr Töchter behütet wurden, damit sie nicht als "leichte Mädchen" angesehen wurden, wie viele sagten: Mädchen brauchen keine höhere Schule, sie heiraten ja später.

Und Melda Akbas erzählt davon, wie sie dazwischen steht. Für Deutsche ist sie eine Türkin, für Türken eine Deutsche. In der Türkei war sie nur im Urlaub, das Land ist ihr fremd, auch wenn sie die Sprache spricht. Ihre Heimat ist Berlin.

Sie hat sich früh in der Schule als Klassensprecherin eingesetzt, später im Bezirksschulrat und dann hebt sie zusammen mit einer Freundin eine bundesweite Kampagne für Migrantenkinder aus der Taufe, damit diese sich mehr an ihren Schulen engagieren. Sogar der Spiegel berichtet darüber, aber Akbas muss erkennen: Sie ist Deutschtürkin, aber über die Realität vieler Deutschtürken weiß sie auch nichts. Sie will aber nicht wie viele Politiker über das reden, was sie nicht kennt. Deshalb wechselt sie das Gymnasium, von Charlottenburg auf ein Gymnasium in Neukölln. Neuköln, das ist ein Berliner Stadtteil mit hohem Migrantenanteil, dort leben vor allem traditionelle Türken. Der Wechsel wirkt wie ein Kulturschock. Auf dem alten Gymnasium waren Diskussionen, pro und Kontra gefragt. An dem neuen ist es den Lehrern am liebsten, wenn die Schüler tun, was ihnen vorgegeben wurde und den Schülern und Schülerinnen ist das sehr recht. Warum laufen die mit Scheuklappen durch die Gegend, warum lassen sie sich alles von den Eltern vorschreiben, fragt sie sich.

Melda Akbas hat ein hochspannendes Buch über deutschtürkischen Alltag vorgelegt und gibt dem Leser einen guten Eindruck über dessen Bandbreite. Weit über das hinaus, das üblicherweise in aabstrakten Diskussionen über Koran - Pro und Contra hinausgeht. Ein Mal mehr zeigt sich hier, wie viele Deutschtürken mittlerweile in öffentliche Diskussionen eingreifen und in Deutschland angekommen sind. Die meisten sind Frauen.

Dass sie damit Dogmatikern nicht gefällt, wie Amazon-Rezensionen zeigen, dürfte niemand verwundern.

Hans Peter Roentgen
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Lesenswert!
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Ein großes Kompliment an Melda Akbas!
Ich bin begeistert von Melda Akbas' Buch "So wie ich will", vom Inhalt, von dem klaren Schreibstil und vor allem dem Mut von Melda, in dieser ihrer Situation"zwischen den... Lesen Sie weiter...
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