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Dafür bekannt, dass ihr in jeder Situation etwas einfällt, ist Lillis Freundin Paola, die attraktive TV-Moderatorin. Sie scheut keine Affären, ist erfolgreich und -- zumindest oberflächlich -- selbstbewusst. Alles das also, womit sich die dritte Freundin im Bunde nicht im Geringsten identifizieren kann. Katharina ist die Angetraute von besagtem Leo Beckmann, der sie mehr für die Erziehung der gemeinsamen Kinder und den Haushalt benutzt, als sie als Frau ernst zu nehmen. Schließlich gibt es noch die erfolgreiche Kieferchirurgin Nesrin, die Schönste im Bunde. Ihre privaten Probleme kommen weniger zur Sprache, vielmehr ist sie die weise Instanz, die gerne um ihre Meinung gefragt wird.
Marlene Faro beobachtet die vier Mitvierzigerinnen, wie sie ihr Leben leben. Lilli kümmert sich neben ihren Alterserscheinungen auch um ihre Kinder und ab und zu um ihren Ex-Mann, Paola feilt an ihrer neuen Talkshow und Nesrin an ihrer Zahnarztkarriere während sich Katharina, die unscheinbare und schüchterne, zunehmend von gemeinsamen Frauenabenden absentiert. So kommt es, dass sich die Ereignisse in der anfänglich dahin plätschernden Handlung im letzten Drittel des Buches kurzerhand überschlagen. "Aber alle Armani Anzüge auf der Welt können eben aus einem Fiesling keinen Gentleman machen, darüber sollten die Tanten von Frauenmagazinen mal schreiben, und nicht über dämliche Orgasmusprobleme", nimmt sich Paola kein Blatt vor dem Mund, wenn es darum geht, das Problem beim Namen zu nennen. Die Freundinnen setzen dem anbahnenden Drama letztendlich ein Ende, das so manchen Leser in Staunen versetzen wird. Plötzliche Zäsur, und schon leben die vier ihren Alltag -- die eine mehr, die andere weniger -- in gewohntem Rhythmus und vielleicht ein bisschen weiser weiter.
So what! ist ein Unterhaltungsroman für Frauen egal welchen Alters. Die Geschichte kratzt zwar eher an der Oberfläche, der Sprachwitz jedoch, der die zahlreichen Monologe und Dialoge begleitet, macht sie durchaus amüsant. Wie schon in ihrem Bestseller Frauen die Prosecco trinken klingt auch hier leise Gesellschaftskritik an, die all jenen entgegenkommen wird, die gerne lesen, in welcher dekadenten Welt wir eigentlich leben. --Ute Langthaler-Nusser
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
So what!?,
Von Lil_Sina (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: So what! (Taschenbuch)
Zugegeben, ich habe angefangen, dieses Buch aus Langeweile zu lesen. Aber schon nach den ersten Seiten mochte ich den bissigen Witz der Autorin und las weiter. Auch der Stil sagt mir zu, der - zumindest für mich - an manchen Stellen ein klein wenig verwirrend war. Wenn Paola, die Talkmasterin beispielsweise spricht, scheint es, als kenne sie keinen Punkt, nur das Komma, was mich manchmal an mich selbst und auch Freundinnen erinnert, daher hat das Buch für mich Wiedererkennungswert, obwohl ich noch nicht mal 20 bin. Jedoch habe ich während des Lesens die ganze Zeit auf den berühmten "Knall-Effekt" gewartet, der leider ausblieb. Anyway, "So what!" ist Alles in Allem ein interessantes und lesenswertes Buch, das trotz allem Witz so manches, was einem vorgelebt wird, in Frage stellt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1.0 von 5 Sternen
Kann mir nur eine Zielgruppe vorstellen, die dieses Buch mögen könnte.,
Von
Rezension bezieht sich auf: So what! (Taschenbuch)
Das Buch handelt von vier Frauen, Freundinnen, in ihren Vierzigern. Langsam werden sie alle älter, Fältchen beginnen sich zu bilden, die ersten grauen Härchen werden sichtbar und Selbstzweifel erwachen. Und leider ist das auch schon so ziemlich alles. Vieles wird angefangen, aber nichts zu Ende erzählt. So What! hat keine Pointe, keinen Höhepunkt, keine 'Moral der Geschichte'; es ist einfach nur eine belanglose Erzählung, eine Momentaufnahme. Zwar versucht Faro ganz am Schluss plötzlich, auf gerade mal zwanzig Seiten, einen Höhepunkt zu erzwinen, scheitert aber kläglich.
Nicht nur fehlt ein Höhepunkt, auch der ganze Aufbau und Ablauf der Erzählung mutet zuweilen recht chaotisch an. Es mag ja angehen, dass ein neues Kapitel plötzlich von einer anderen Freundin handelt oder seit dem letzten Kapitel ohne Vorwarnung einige Zeit verstrichen ist. Aber es ist sehr verwirrend wenn dasselbe oftmals von einem Absatz zum nächsten gemacht wird und man erst mal einige Zeilen lesen muss, damit klar wird dass dies garnichts mehr mit den vorangehenden Abschnitten zu tun hat. Nur eine einzige Zielgruppe kann ich mir vorstellen, die an diesem Buch Gefallen finden dürfte: Frauen in ihren Vierzigern, bei denen sich Fältchen zu bilden beginnen, die ersten grauen Härchen sichtbar werden, langsam Selbstzweifel aufkommen und die niemanden haben, um sich darüber zu unterhalten. Diese Gruppe von Damen könnte unter Umständen Zuflucht in diesem Buch finden, ein Ort, wo es den Hauptfiguren genauso ergeht, ein Trostspender der zeigt, dass es auch anderen genauso ergeht. Ansonsten: im Regal stehen lassen; die Wahrscheinlichkeit dass ein anderes Buch bessere Unterhaltung bietet ist gross. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Bin ich der Einzige, der ...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: So what! (Taschenbuch)
Wie es den dargestellten Figuren nach den Happy-End wohl weiter ergehen wird, hat sich schon Tucholsky gefragt. Bei M.Faro entschließen sich die vier Freundinnen, den Macho-Ehemann von Katharina per Giftmord aus dem Wege zu räumen. Ein witziger Schluß, werden die meisten Rezensenten urteilen, die der Autorin wohl Sympathie für ihre Figuren unterstellen, aber keine ernsthafte Befürwortung der gefundenen Lösung für Beziehungsprobleme in der Realität. So wird Frau Faro nie im Leben bereit sein, eine Fortsetzung der Story zu verfassen, etwa mit dem Inhalt, wie die vier Freundinnen mit der gemeinsamen Vergangenheit wohl zurechtkommen werden, wie Katharina psychisch gestützt werden muß, um nicht durchzudrehen, wie Lilly weiterhin versucht, Leo in einer Reihe mit ihrer verstorbenen Freundin zu sehen, als Menschen, an dessen tragischem Hinscheiden sie irgendwie Anteil hatte, und dabei alle Energie aufwendet, die Unterschiede zwischen ihren Beteiligungen an den beiden Schicksalen zu verdrängen, während Nesrin sich damit herumschlagen darf, für welchen Zweck sie ihr ärztliches Wissen eingesetzt hat. Mitleid, Frau Faro, mit Ihren Figuren, wenn es jetzt auch schon reichlich spät ist!
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