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Forells Flucht ist gezeichnet durch Ängste und dem tierähnlichen Instinkt zu überleben: Immer wieder trifft er auf Menschen, die ihm helfen: Der Lagerarzt Dr. Stauffer, Rentierhirten, Gauner, dies sich als Geldwäscher betätigen, Jakuten, die ihn vor Wölfen retten, ein armenischer Jude und der Hund Willem. Auf seinem Leidensweg wird er typisierend oft nur noch "der Mensch" genannt.
Bernhard Bettermann, der auch in der Neuverfilmung den Soldaten Forell spielte, liest die monumentale Fluchtgeschichte. Dem kosmopolitischen Theater- und Filmdarsteller gelingt es, die schier endlose Leidensgeschichte spannend und ohne Pathos zu erzählen. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 426 Minuten, 6 MC. Auch erhältlich als CD (3785711492).
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was wir in der Schule nicht gelernt haben ...,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen: Ein Leben. Eine Liebe. Ein Weg. (Taschenbuch)
kann man aus diesem Buch erfahren. Habe beim Stöbern im Bücherschrank meines Vaters ein Exemplar aus dem Jahre 1957 gefunden. Fand die Lektüre anfänglich nicht so fesselnd, konnte das Buch aber nach ein paar Seiten nicht mehr weglegen.Interessantes fand ich dann auch auf der Internet-Seite des Luebbe Verlages "1953 wurde der Münchner Verleger Franz Ehrenwirth bei einem Besuch in der Druckerei auf einen neuen Reproduktionstechniker aufmerksam, dessen Schicksal er sich erzählen ließ: Acht Wochen zuvor war Forell aus russischer Gefangenschaft zurückgekommen - nach einer abenteuerlichen Flucht. Damals waren die von Adenauer freigekauften Gefangenen noch nicht zurückgekehrt und Verleger Ehrenwirth erkannte sogleich das Potential dieses Stoffes. Er veranlaßte Forell seine Geschichte aufzuschreiben. Nach drei Monaten lag ein Stoß Schulhefte vor - gewissenhaft vollgeschrieben, aber deutlich erkennbar: unbrauchbar, daraus ein Buch zu machen. Hier muß ein Profi ans Werk. Doch viele angesprochene Journalisten schreckten vor der schwierigen Aufgabe zurück. Bis Ehrenwirth schließlich Josef Martin Bauer gewinnen konnte. ".. er ging sehr zögernd auf meine Vorschläge ein, denn er sah, diese Aufgabe war nicht leicht zu bewältigen. Aber schließlich packte ihn der Stoff, er erinnerte sich an seine eigenen Rußlanderfahrungen und er begann zu schreiben. Er befestigte eine Landkarte von Sibirien an der Wand und Forell erzählte. Forell, der das erlebt hatte, war der Mann, den ich in der Druckerei gefunden habe. Er hat einen anderen Namen, aber ich habe mich verpflichtet, diesen Namen nicht zu nennen." so Franz Ehrenwirth in seiner Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung zum 30jährigen Erscheinen des Buches. Und am 5. September 1955 erschien das Buch "Soweit die Füße tragen", die packende Geschichte des deutschen Soldaten Clemens Forell und seine dramatische Flucht aus dem sibirischen Kriegsgefangenenlager. Forell schlägt sich unter vielen Gefahren von der Tundra bis nach Persien durch, ist insgesamt drei Jahre unterwegs, auf Eisenbahnwaggons, mit dem Boot und meist zu Fuß. 14.208 Kilometer legt er auf seiner Flucht zurück. Erst an Weihnachten 1952 sieht er seine Familie wieder, die er acht Jahre zuvor verlassen mußte." Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
26 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Buch zu dem Trauma unserer Väter/ Großväter,
Von Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen (Gebundene Ausgabe)
Dieser Klassiker von 1955 beruht auf der wahren Geschichte von dem Soldaten Clemens Forell (der Originalname wurde von Bauer geändert), der 1945 in russische Kriegsgefangenschaft gerät und mit 3.000 Kameraden zu 25 Jahren Bergbaulager in Sibirien verurteilt wird. Bereits beim Transport an das Ostkap Sibiriens sterben fast 2/3 der Gefangenen an Kälte, Hunger und Erschöpfung. Nach weiteren 4 Jahren im Bleibergwerk werden die Vergiftungserscheinungen spürbar, die verbleibenden Männer wissen um den sicheren Tod. Aus dieser Situation heraus wagt Forell eine völlig aussichtslose Flucht, die ihn in eine mehr als 14.000 Kilometer lange Odyssee quer durch das unwirtliche Land führt. Drei Jahre ist er unterwegs - auf Eisenbahnwaggons, mit dem Floß und meist zu Fuß, es geht um das nackte Überleben unter widrigsten Umständen. Forell trifft auf Einwohner, lernt Russisch, erholt sich zwischendurch mehrere Monate lang bei Rentier-Züchtern, wäscht Gold mit Gesetzlosen. Der stärker belebte und militärisch besser organisierte Westen Russlands ab Grosny/ Tschetschenien hält neue Überraschungen für ihn bereit. Erst an Weihnachten 1952 kann er seine Familie wiedersehen, die er acht Jahre zuvor für einen schon verlorenen Krieg verlassen musste.Etwa die erste Hälfte des Buches erzählt vom Transport und den unwürdigen Umständen im Gulag, die zweite Hälfte von der Flucht. Der Lebensmut dieses Soldaten faszinierte Generationen, die zweifache, hochgelobte Verfilmung spricht für sich. Und doch empfehle ich jedem, das Originalwerk zu lesen: die Gedanken, die Ängste, die Planungen Forells und auch das Leiden und die Kameradschaft der Männer kann der Film nur begrenzt darstellen. Die Geschichte ist wunderbar gefühlvoll erzählt, voller Überraschungen, Wendungen, mit Liebe zu Detail ohne langweilig zu werden und auch heute noch durchgehend faszinierend und spannend. Für mich eines der bedeutenden und lohnenden Werke zum 2.Weltkrieg. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einer der deutschen Nachkriegsklassiker,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen. (Broschiert)
Im Herbst 1945 werden 3000 deutsche Kriegsgefangene, allesamt zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, nach Sibirien verschickt. Davon kommen lebend 1950 Mann an Weihnachten in Tschita an. Von dort aus werden sie in Marsch gesetzt, nach Nordosten. Nach einem Jahr kommen sie ans Ziel, in ein seltsames Lager, am Ostkap, Kap Deschnew, das weder Stacheldraht noch Wachtürme hat. Aber es hat einen Berg, der von Cavernen ausgehöhlt ist. In sie werden die 1236 Überlebenden verteilt. Hier in der Dunkelheit des Bleibergwerkes, die kaum von Öllämpchen erhellt ist, müssen sie künftighin arbeiten und hausen. Alle sechs Wochen dürfen sie ein paar Stunden an die Außenwelt. Sie wissen, daß sie langsam aber sicher an Bleivergiftung zu grunde gehen werden. Flucht erscheint aussichtslos zu sein. Es gelingt zwar einem Gefangenen, über die Beringstraße nach Alaska zu entkommen, doch die alliierten Amerikaner liefern ihn den Russen wieder aus. Der Kriegsgefangene Oberleutnant Clemens Forell aber wagt die Flucht dennnoch, unterstützt vom deutschen Lagerarzt, der schon vom Krebstod gezeichnet ist. Das Unternehmen beginnt im Oktober 1949 bei riesiger Kälte, und es gelingt ihm, in die die menschenleere Weite Nordsibiriens zu ent-kommen, wo er als Vogelfreier sich durch die Tundren und Wälder schlägt. Er stößt auf Nomaden, die ihm weiterhelfen; er schließt sich drei ausge-brochenen russischen Sträflingen an, die Goldwäscher geworden sind. Mit ihnen zieht er nach Westen. Sie fischen und jagen, bis eines Goldklumpens wegen Streit ausbricht, wobei einer der Sträflinge seine beiden Kumpane erschießt und Forell über eine Klippe in den Abgrund stößt. Auch das über-steht der schwerverletzte Flüchtling, der, waffenlos geworden, im letzten Augenblick von Nomaden vor den Wölfen gerettet wird. Die Nomaden haben Mitleid mit ihm, und sie pflegen ihn bis ihn die Füße wieder tragen. Von ihnen bekommt er einen Schlittenhund, mit dem es gelingt, bis Tschita nahe der Grenze zur Mongolei zu kommen. Dann wendet er sich zur Grenze, die jedoch so stark bewacht ist, daß er nicht hindurchkommt. Sein Hund wird ihm bei dem Versuch erschossen, er rettet nur das nackte Leben. Aber er gibt nicht auf. Als blinder Passagier auf Zügen dringt er langsam und vielerlei Gefahren bestehend zum Kaukasus vor, doch auch hier wäre er nie über die Grenze gekommen, wenn ihm nicht ein armenischer Jude die Wege ge-ebnet hätte. Auf diese Weise erreicht er Täbris in Persien, wo er erneut ver-haftet wird, weil man ihn für einen sowjetischen Spion hält. Erst sein Onkel, der in türkischen Diensten in Ankara steht, vermag ihn zu identifizieren. Das Erschütternde dabei ist, daß der Onkel den Neffen zunächst nicht erkennt, denn Sibirien hat ihn bis zur Unkenntlichkeit verändert. Drei Jahre dauerte die Flucht, denn erst im Dezember 1952, zwei Tage vor Weihnachten, erreicht er wieder die Heimat.1959 ergreifend verfilmt von Fritz Umgelter mit Heinz Weiss in der Hauptrolle. Mit über 7 Stunden eine der wirklich langen Verfilmungen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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