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So weit die Füße tragen: Ein Leben. Eine Liebe. Ein Weg. [Taschenbuch]

Josef Martin Bauer
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

11. Dezember 2001
"Die Ärzte haben es sich eine Weile überlegt, ehe sie dem heimgekehrten Clemens Forell behutsam erklären, daß er den Sinn für Farben verloren habe. Nach und nach haben sie ihn noch vielerlei Veränderungen mit Schonung begreiflich machen müssen, weil nun einmal ein Mensch, der jahrelang im Blei gehaust hat und drei Jahre das Leben eines Tieres und bei den Tieren führen mußte, nicht mehr als jener zurückkehren kann, der er vordem gewesen ist ..." Der großartigste Abenteuerroman, den die neuere deutsche Literatur besitzt: der ergreifende Bericht einer Wanderschaft, einer Flucht vom Ostkap Sibiriens nach Westen. Ein Welterfolg seit über 40 Jahren - in 15 Sprachen übersetzt, mit einer Weltauflage von mehreren Millionen Büchern, mehrfach erfolgreich verfilmt und immer wieder gesendet.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2014 (11. Dezember 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404146662
  • ISBN-13: 978-3404146666
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (51 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.993 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Was hier beschrieben wird, überschreitet unsere Vorstellung von Leid. Es ist der Tastsachenbericht eines Mann, der aus der Gefangenschaft in Sibirien ausbricht und drei Jahre bzw. 14208 Kilometer zu Fuß heim geht. Als der Journalist Josef Martin Bauer 1955 die authentischen Erlebnisse des Soldaten Clemens Forell - dieser wollte anonym bleiben - in Form eines Buches veröffentlichte, löste er nicht nur wegen der Gefangenenfrage heftige Reaktionen aus. Auch heute noch bewegt die Geschichte Forells, der nach seiner Heimkehr aufgrund der Arbeit mit Blei keine Farben mehr sehen kann, dem nur noch "Narben an Körper und Seele" geblieben sind und der die "Gnade des Vergessens" sucht. Beim Thema der "Gnade des Vergessens" denkt man unweigerlich an unsere verdrängende Vergangenheitsbewältigung. Trotzdem bleibt diese Odyssee ein spannendes, anrührendes "Abenteuer".

Forells Flucht ist gezeichnet durch Ängste und dem tierähnlichen Instinkt zu überleben: Immer wieder trifft er auf Menschen, die ihm helfen: Der Lagerarzt Dr. Stauffer, Rentierhirten, Gauner, dies sich als Geldwäscher betätigen, Jakuten, die ihn vor Wölfen retten, ein armenischer Jude und der Hund Willem. Auf seinem Leidensweg wird er typisierend oft nur noch "der Mensch" genannt.

Bernhard Bettermann, der auch in der Neuverfilmung den Soldaten Forell spielte, liest die monumentale Fluchtgeschichte. Dem kosmopolitischen Theater- und Filmdarsteller gelingt es, die schier endlose Leidensgeschichte spannend und ohne Pathos zu erzählen. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 426 Minuten, 6 MC. Auch erhältlich als CD (3785711492).

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Die Ärzte haben es sich eine Weile überlegt, ehe sie dem heimgekehrten Clemens Forell behutsam erklären, daß er den Sinn für Farben verloren habe. Nach und nach haben sie ihm noch vielerlei Veränderungen mit Schonung begreiflich machen müssen, weil nun einmal ein Mensch, der jahrelang im Blei gehaust hat und drei Jahre das Leben eines Tieres und bei den Tieren führen mußte, nicht mehr als jener zurückkehren kann, der er vordem gewesen ist."

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wir in der Schule nicht gelernt haben ... 31. August 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
kann man aus diesem Buch erfahren. Habe beim Stöbern im Bücherschrank meines Vaters ein Exemplar aus dem Jahre 1957 gefunden. Fand die Lektüre anfänglich nicht so fesselnd, konnte das Buch aber nach ein paar Seiten nicht mehr weglegen.
Interessantes fand ich dann auch auf der Internet-Seite des Luebbe Verlages "1953 wurde der Münchner Verleger Franz Ehrenwirth bei einem Besuch in der Druckerei auf einen neuen Reproduktionstechniker aufmerksam, dessen Schicksal er sich erzählen ließ: Acht Wochen zuvor war Forell aus russischer Gefangenschaft zurückgekommen - nach einer abenteuerlichen Flucht. Damals waren die von Adenauer freigekauften Gefangenen noch nicht zurückgekehrt und Verleger Ehrenwirth erkannte sogleich das Potential dieses Stoffes. Er veranlaßte Forell seine Geschichte aufzuschreiben. Nach drei Monaten lag ein Stoß Schulhefte vor - gewissenhaft vollgeschrieben, aber deutlich erkennbar: unbrauchbar, daraus ein Buch zu machen. Hier muß ein Profi ans Werk. Doch viele angesprochene Journalisten schreckten vor der schwierigen Aufgabe zurück. Bis Ehrenwirth schließlich Josef Martin Bauer gewinnen konnte. ".. er ging sehr zögernd auf meine Vorschläge ein, denn er sah, diese Aufgabe war nicht leicht zu bewältigen. Aber schließlich packte ihn der Stoff, er erinnerte sich an seine eigenen Rußlanderfahrungen und er begann zu schreiben. Er befestigte eine Landkarte von Sibirien an der Wand und Forell erzählte. Forell, der das erlebt hatte, war der Mann, den ich in der Druckerei gefunden habe. Er hat einen anderen Namen, aber ich habe mich verpflichtet, diesen Namen nicht zu nennen.
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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zu dem Trauma unserer Väter/ Großväter 9. Januar 2004
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Klassiker von 1955 beruht auf der wahren Geschichte von dem Soldaten Clemens Forell (der Originalname wurde von Bauer geändert), der 1945 in russische Kriegsgefangenschaft gerät und mit 3.000 Kameraden zu 25 Jahren Bergbaulager in Sibirien verurteilt wird. Bereits beim Transport an das Ostkap Sibiriens sterben fast 2/3 der Gefangenen an Kälte, Hunger und Erschöpfung. Nach weiteren 4 Jahren im Bleibergwerk werden die Vergiftungserscheinungen spürbar, die verbleibenden Männer wissen um den sicheren Tod. Aus dieser Situation heraus wagt Forell eine völlig aussichtslose Flucht, die ihn in eine mehr als 14.000 Kilometer lange Odyssee quer durch das unwirtliche Land führt. Drei Jahre ist er unterwegs - auf Eisenbahnwaggons, mit dem Floß und meist zu Fuß, es geht um das nackte Überleben unter widrigsten Umständen. Forell trifft auf Einwohner, lernt Russisch, erholt sich zwischendurch mehrere Monate lang bei Rentier-Züchtern, wäscht Gold mit Gesetzlosen. Der stärker belebte und militärisch besser organisierte Westen Russlands ab Grosny/ Tschetschenien hält neue Überraschungen für ihn bereit. Erst an Weihnachten 1952 kann er seine Familie wiedersehen, die er acht Jahre zuvor für einen schon verlorenen Krieg verlassen musste.
Etwa die erste Hälfte des Buches erzählt vom Transport und den unwürdigen Umständen im Gulag, die zweite Hälfte von der Flucht. Der Lebensmut dieses Soldaten faszinierte Generationen, die zweifache, hochgelobte Verfilmung spricht für sich. Und doch empfehle ich jedem, das Originalwerk zu lesen: die Gedanken, die Ängste, die Planungen Forells und auch das Leiden und die Kameradschaft der Männer kann der Film nur begrenzt darstellen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellente Fluchtgeschichte 11. Januar 2002
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Man kann sehr gut verstehen, warum dieser schon 1955 erschienene Roman einer Flucht aus Sibirien immer noch bzw. schon wieder so großen Anklang findet. Geht es hier doch um einen Menschen in Not, der von einer Extremsituation in die nächste gerät und dabei allen Prüfungen, Entbehrungen und Gefahren trotzt - bis er schließlich sein anfangs utopisch anmutendes Ziel doch noch erreicht. Tipp: Wer sich auch für die geschichtlichen Hintergründe und die Beschreibung einer tatsächlich erlebten, langjährigen Kriegsgefangenschaft in Sibirien interessiert, dem sei Alois Seidls fesselnder Dokumentarbericht "Vom Sonnenwald nach Sibirien" wärmstens empfohlen.
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39 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der deutschen Nachkriegsklassiker 28. März 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Im Herbst 1945 werden 3000 deutsche Kriegsgefangene, allesamt zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt, nach Sibirien verschickt. Davon kommen lebend 1950 Mann an Weihnachten in Tschita an. Von dort aus werden sie in Marsch gesetzt, nach Nordosten. Nach einem Jahr kommen sie ans Ziel, in ein seltsames Lager, am Ostkap, Kap Deschnew, das weder Stacheldraht noch Wachtürme hat. Aber es hat einen Berg, der von Cavernen ausgehöhlt ist. In sie werden die 1236 Überlebenden verteilt. Hier in der Dunkelheit des Bleibergwerkes, die kaum von Öllämpchen erhellt ist, müssen sie künftighin arbeiten und hausen. Alle sechs Wochen dürfen sie ein paar Stunden an die Außenwelt. Sie wissen, daß sie langsam aber sicher an Bleivergiftung zu grunde gehen werden. Flucht erscheint aussichtslos zu sein. Es gelingt zwar einem Gefangenen, über die Beringstraße nach Alaska zu entkommen, doch die alliierten Amerikaner liefern ihn den Russen wieder aus. Der Kriegsgefangene Oberleutnant Clemens Forell aber wagt die Flucht dennnoch, unterstützt vom deutschen Lagerarzt, der schon vom Krebstod gezeichnet ist. Das Unternehmen beginnt im Oktober 1949 bei riesiger Kälte, und es gelingt ihm, in die die menschenleere Weite Nordsibiriens zu ent-kommen, wo er als Vogelfreier sich durch die Tundren und Wälder schlägt. Er stößt auf Nomaden, die ihm weiterhelfen; er schließt sich drei ausge-brochenen russischen Sträflingen an, die Goldwäscher geworden sind. Mit ihnen zieht er nach Westen. Sie fischen und jagen, bis eines Goldklumpens wegen Streit ausbricht, wobei einer der Sträflinge seine beiden Kumpane erschießt und Forell über eine Klippe in den Abgrund stößt. Lesen Sie weiter... ›
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Unglaublich und spannend
Ich hab das Buch vor vielen, vielen Jahren mal aus unserer Schulbücherei ausgeliehen. Der Titel blieb mir in Erinnerung. Jetzt wieder gelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Tagen von Buyer veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kaum zu glauben
Kaum zu glauben. Das Buch erzählt eigentlich "nur", wie ein Gefangener, nachdem ihm die Flucht aus einem Lager in Sibirien ermöglicht wurde, 5000 Kilometer weit... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Bernd S. veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen So weit die Füsse tragen
Meiner Meinung nach wird in dem Buch zu viel aus dem Bergwerk geschildert,es bleibt zu wenig Zeit für die eigentliche Heimkehr
Vor 2 Monaten von Marquardsen,Uwe veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mehr erwartet
Die Geschichte klang spannend, aber sie war dann für meinen Geschmack doch etwas langatmig und konnte mich nicht so mitreißen, wie ich das erwartet hatte. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Krimikimmi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Buch
War ein Geschenk und wurde sehr gut angenommen, es erzählt eine
spannende Geschichte aus dem 2 Weltkrieg.
Sollte man gelesen haben.
Vor 6 Monaten von Wolfgang Dettmann veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen So weit die Füße tragen:
sehr hart ohne die Wirklichkeit zu verschönern. gut zu lesen besonders für junge Menschen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von turmfalke veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geschichte nahegebracht
Fast 70 Jahre nach dem unseeligen II. Weltkrieg ist der Inhalt nach wie vor packend und ergreifend. Mögen uns allen heute und in der Zukunft solche Schicksale erspart bleiben. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Jörg Below veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Soweit die Füsse tragen!
Ein Buch das nicht nur begeistert sondern auch noch beeindruckt. Ich habe sein Buch der Erstbesteigung des
Elbrus gelesen und das war der Auslöser, weshalb ich mir dieses... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Hans Reupold veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen interessant geschrieben, schlechtes deutsch
Mir kommt das Buch wie eine Fa"lschung vor, es ist unmo"glich dass der deutsche Autor in 1955 schon so ein verzerrtes deutsch geschrieben hat: was heisst z. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Walter Hassenpflug veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Spannender Roman - nur bedingt eine Nachkriegsgeschichte
Die "nach realer Begebenheit" wiedergegebene Geschichte ist spannend und fesselt den Leser bis zum Schluss. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Bergfee veröffentlicht
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