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So unselig schön: Kommissar Dühnforts dritter Fall
 
 
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So unselig schön: Kommissar Dühnforts dritter Fall [Taschenbuch]

Inge Löhnig
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [PDF]
  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch; Auflage: 1. Auflage. (14. Januar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548282083
  • ISBN-13: 978-3548282084
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (84 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.396 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Inge Löhnig
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In einer leerstehenden Brauerei im Süden Münchens wird eine enthauptete Frauenleiche gefunden. Kommissar Dühnfort wird bald klar, dass er einen Serientäter jagt, der von Bildern besessen sein muss. Die junge Fotografin Vicki hingegen, die die Leiche gefunden hat, ermittelt auf eigene Faust. Sie kommt dem Mörder schließlich gefährlich nahe ...

Über den Autor

Schon Inge Löhnigs erster Kriminalroman um Kommissar Konstantin Dühnfort, Der Sünde Sold, hat bei Kritikern und Lesern Begeisterungsstürme ausgelöst: ?Meisterhafte Erzählkunst? schrieb die Süddeutsche Zeitung, auf krimi-couch.de wurde der Roman als ?einer der besten aus 2008? gelobt.
Inge Löhnig wohnt mit ihrer Familie in der Nähe von München. Homepage der Autorin:

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anregender Krimi 20. März 2011
Format:Taschenbuch
Kommissar Konstantin "Tino" Dühnfort hat schon einiges in seiner polizeilichen Arbeit gesehen, aber diese kopflose und blutentleerte Leichte in diesem leerstehenden Industriebau in München gibt ihm einiges an Rätsel auf und ist in keiner Weise mit seiner bisherigen Arbeit vergleichbar.

Zudem kommt der Mord fast zur Unzeit für ihn, muss er doch eigentliche alle innere Konzentration aufwenden, zu der er fähig ist, für sein Privatleben aufwenden. Frisch von seiner durchaus großen Liebe Agnes getrennt, mit er trotz aller Gefühle keine Basis für ein gemeinsames Leben sieht, ist bereits eine neue Frau ins ein Leben getreten, doch ganz von Agnes lösen kann er sich nicht. Hier stehen Entscheidungen an, die eigentlich seine ganze Kraft bräuchten.

Diese private Ebene des Kommissars bildet einen durchgängiger Strang der Geschichte, vermittels dessen Inge Löhnning in geschickter Weise ihre Hauptfigur mit Leben füllt und diese dem Leser so nahekommen lässt. Ein Blick auf die menschliche Seite der handelnden Personen, den Inge Löhning auch bei vielen der anderen Figuren anwendet und so, neben dem eigentlichem Kriminalfall ein Kaleidoskop fassbarer Menschen in den Mittelpunkt ihrer Geschichte stellt, die die Seiten des Buches nachhaltig mit Leben füllen.

Dühnfort ist natürlich professionell genug, seine privaten Unklarheiten nicht zu einer Belastung für die Ermittlungen werden zu lassen. Bald schon stellen sich Ähnlichkeiten zu einem Jahre zurückliegenden Mord ein, ein Spuren von Ölfarbe am Tatort führen in die Künstlerszene, der Maler Carne ("Fleisch") war bereits beim damaligen Mord im Dunstkreis der Verbrechens einer der Verdächtigen, doch beileibe ist er nicht der einzige Künstler, der nach und nach in den Blickpunkt der Ermittlungen rückt. Doch keiner der Verdächtigen kann wirklich auf Anhieb überführt werden, alle Alibis sind vermeintlich wasserdicht.

Ermittlungen, die im Verlauf des Buches auch Vicky Senger betreffen. Sie fotografiert aus Leidenschaft und sie war es, die die Leiche bei einer ihrer Foto-Touren entdeckte. Mehr noch, in ihrer fotografischen Sammlung aus dem Industriegebäude entdeckt sie noch einen anderen Hinweis, dem sie nun auf eigene Faust hinter her geht. Und die sich damit durchaus in Gefahr bringen wird. Auch diese Figur ist sorgsam und mit Liebe durch die Autorin gestaltet. Vicky Senger ist keine alltägliche Erscheinung, weder mit ihrem Kleidungsstil noch in ihrer rauen Art noch in der dahinter liegenden Lebensgeschichte. Auch hier erweckt die Autorin mit ihrer differenzierten Darstellungsweise die Figur zum Leben.

Ein wenig im Dunklen bleiben die wirklichen Motive für die nun einsetzende eigene Ermittlung der Hobby-Fotografin, dem Buch aber verleiht dieser weitere Handlungsstrang eine deutliche Dichte, denn der Leser erhält so Einblick in die möglichen Hintergründe des Mordes aus verschiedenen Perspektiven heraus und ist so immer ein wenig im Vorteil, das gesamte Bild betrachten zu können. Ein Vorteil, der dennoch lange nicht dazu führt, dass wirklich klar ist, wird er Mörder und was die genauen Hintergründe der Tat sind. Diese Auflösung wird erst im Finale des Buches mit einigen Überraschungen aufwarten.

Ein kluger Kriminalfall, gepaart mit fassbaren und sorgfältig gestalteten Figuren zieht den Leser durchaus in den Bann der Welt der Protagonisten und macht Freude auf eine baldige Fortsetzung.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend! 25. Januar 2011
Von Ramona Nicklaus TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Kurzbeschreibung:
In einer verfallenen Brauerei im Süden Münchens findet die junge Fotografin Vicki die enthauptete Leiche einer Frau. Kommissar Dühnfort wird schnell klar, dass dies nicht der erste Mord eines Täters ist, der von Bildern besessen sein muss. Vicki, die auf eigene Faust ermittelt, kommt dem Mörder schließlich nahe - sehr nahe.

Spannend!

Ich habe mich schon lange auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Ermittler Dühnfort gefreut.

Leider konnte dieser dritte Teil meine Erwartungen nicht vollständig erfüllen.
Mit Vicki fühlte ich mich zeitweise an die Protagonistin aus der Millennium"-Trilogie von Stieg Larsson erinnert.
Teilweise zog sich die Handlung etwas in die Länge.

Die Charaktere sind jedoch auch positiv anzumerken. Sie sind individuell, haben menschliche Schwächen und viel Potenzial für Konflikte.
Jeder hat einen geebneten Weg, um irgendwo anzuecken. Eindrucksvoll hat Inge Löhnig den Figuren einen schwachen Kern verliehen, etwas, womit sie verletzbar sind.
Gerade Kommissar Dühnfort konnte damit bei mir punkten. Ich habe gerade seine privaten Details sehr interessiert verfolgt, weil die Figur dem Leser dadurch noch näher kommt.

Auch die schon in den anderen Büchern vorhandene Raffinesse hat hier wieder Vorfahrt. Mit viel Geschick schaffte es die Autorin, mich doch immer wieder bei der Stange zu halten. Flasche Spuren, viele komplizierte Hinweise und verschlungene Pfade halten die Spannung durchgehend aufrecht, auch wenn dem Leser viele Hinweise gegeben werden. Ist man pfiffig, dann kann man den Täter sogar schon erahnen, auch wenn er natürlich auch weiterhin unter dem Deckmantel der Unkenntlichkeit verborgen bleibt.

Mit diesem Buch ist Inge Löhnig ein weiterer guter Krimi gelungen und auch trotz einiger, oben beschriebener Schwächen, freue ich mich trotzdem schon auf das nächste Buch der Autorin!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
So unselig deutsch 21. Februar 2011
Von T. Jannusch VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Die Leseprobe hatte mein Interesse geweckt, weil sie für einen Kriminalroman Ungewöhnliches versprach: viele graphische und optisch detailliert beschriebene Details, einen geruhsamen Erzählstil, und eine sympathische Nebendarstellerin. Allerdings wurde ich schon in der Leseprobe mit dem eigentlichen Helden, Kommissar Dühnfort, nicht so richtig warm. Dementsprechend war meine Erwartungshaltung, als ich mir das Buch schließlich kaufte, gemischt.

Auch nach der Lektüre bleibt mein Eindruck durchaus zwiespältig, so dass ich nicht über drei Sterne hinausgehen mag. Alle Ahnungen, welche die Leseprobe bei mir weckte, haben sich bestätigt: der Erzählstil bleibt gemächlich, viele Schilderungen sind ungewöhnlich "farbig" und optisch ansprechend, und Dühnfort wird dem Leser nicht wirklich näher gebracht. Positiv vermerkte ich allerdings, dass die vermeintliche Nebendarstellerin Vicki Senger zur heimlichen Heldin avanciert - eigentlich ist sie es, die den Roman zum großen Teil vorantreibt, auch wenn sie den Fall letztlich nicht löst. Man merkt aber auf jeden Fall, dass sich die Autorin hier mehr Mühe in der Charakterisierung gegeben hat - Vicki wirkt einfach lebendiger als Dühnfort, und im Gegensatz zu ihm bekommt sie auch eine ganz eigene Sprache und Ausdrucksweise zugeordnet.

Vermutlich kann ich Kommissar Dühnfort auch deshalb weniger beurteilen, weil ich die Vorgänger-Bände nicht kenne (die Wahrscheinlichkeit diese zu lesen, ist aber, nach diesem Buch, auch nicht wesentlich gestiegen). So kann ich nur anhand dieses Buches urteilen. Ein merkwürdiger Mensch ist er ja schon. Er flucht die ganze Zeit auf Französisch ("merde!"), und scheint schwarze Schokolade zu lieben - denn immerzu vergleicht er die Augenfarbe seiner Kollegin mit "noir", eine Bezeichnung, die auch für Süßwaren Verwendung findet. Er hat eine Vorliebe für Delikatessen und Weine (wobei mir diese Schilderungen aber mit der Zeit aufgrund ihrer Häufung auf die Nerven gingen!). Ein merkwürdiger Segel-Unfall überschattet sein Leben, sowie seine Unfähigkeit, sich zwischen zwei Frauen zu entscheiden. Insgesamt wirkt es so, als habe sich die Autorin krampfhaft bemüht, Wallander einen deutschen Kollegen an die Seite zu stellen. Wie man sich das als deutscher Autor eben so denkt - eine Prise Privatleben, eine Prise verschrobener Charakter, eine Prise Zwist mit den Kollegen. Und doch - man merkt diesem Charakter halt das "Rezept" an. Er wirkt auf mich nicht wie eine Figur, die so wirklich gelebt haben könnte. Etwas schablonenhaft, könnte man sagen. Und mal ehrlich, welcher normale Mensch denkt denn mitten in der Nacht, wenn er von einem Tatort kommt, noch an Antipasti und Soave?? Da hörte es bei mir auf.

Der Fall an sich war schon recht originell geschildert. Der Prolog war packend und griffig-kurz, und die Spannung wurde in den häufigen Einschüben, auch aus der Sicht des Täters, größtenteils gehalten. Ansprechend fand ich die Idee, dass der Täter durch seine Taten versucht, ein Gemälde nachzustellen, bzw. zu erschaffen. Auch die zahlreichen in die Handlung gestreuten Details und Informationen zur Bedeutung von Stilleben haben mir gefallen. Ausgesprochen geglückt war der Kniff der Autorin, immer mal wieder einen einzigen (!) Satz einzustreuen, der durch eine Detailinformation den Verdacht des Lesers auf eine bestimmte Figur lenkte - und zwar meistens falsch! Erst am Ende des Buches weiß man, welche Details man überlesen hat, welche wirklich entscheidend waren. Das war sehr gut!

Allerdings verliert das Buch eben eine gute Portion an Elan durch die Tatsache, dass sich die Autorin nicht so recht hat entscheiden mögen, wer denn nun der Held des Buches ist. Offizieller Ermittler ist Kommissar Dühnfort, aber er ermittelt eigentlich kaum etwas. Die Kommunikation mit seinen Untergebenen stimmt oft nicht, und vieles setzt sich bei den Ermittlungen erst sehr verspätet zusammen. Dühnfort ist viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um diesem Fall wirklich seine Aufmerksamkeit zu widmen. Nein, Vicki Senger, die junge Rebellin und Hobby-Fotografin, ist die eigentliche Sympathieträgerin dieses Buches. Sie geht auf eigene Faust einem Hinweis nach, den sie auf einem heimlich geschossenen Bild des Tatortes entdeckte. Bis zur Mitte des Buches verlaufen so ihre Ermittlungen parallel zu denen Dühnforts - wobei für mich schon wieder ein unglaubwürdiger Punkt erreicht ist. Bitteschön, welcher Kommissar ruft denn eine Zeugin per Handy (!!) an, um ihr eigenmächtiges Handeln zu tadeln?? Überhaupt wird die persönliche Kommunikation in diesem Buch eher vermieden. Alles schreiben sich Mails, oder SMS, oder rufen per Handy an. Ich kann ja nicht beurteilen, ob das heute tatsächlich so läuft. Es wirkte aber auf mich sehr gestellt.

Im letzten Drittel scheint die Autorin gemerkt zu haben, dass sie nun die Spannung wieder etwas anziehen muss, und so kommt es zwar zu einem spannenden Showdown, doch werden nicht alle Fäden logisch völlig befriedigend verknüpft. manche Erklärung wirkte ein wenig "hinterhergeschoben". Großartig allerdings der Abgang Vicki Sengers aus der Handlung: sie nutzt die dramatischen Ereignisse zur persönlichen Weiterentwicklung, was mir sehr gefiel.

Ja, ich kann nur wiederholen, was ich weiter oben schon andeutete. Das wirkte auf mich im Rückblick alles ein wenig "nach Plan" erstellt, bemüht deutsch, so wie man eben als deutscher Autor denkt, dass ein Krimi zu sein habe. Gute Ideen waren vorhanden, vor allem im Streuen von falschen Verdachtsmomenten, und in der Charakterisierung der weiblichen Neben(?)-Darstellerin. Sehr schön auch immer wieder die optischen Schilderungen. Zur Bremse des Romans entwickelte sich allerdings der phlegmatische Kommissar Dühnfort, dessen Probleme mit dem weiblichen Geschlecht ich nun wirklich nicht nachvollziehen konnte - und dessen Umgang mit seinem Team man nur "verfahren" nennen kann. Wollen wir hoffen, dass die Autorin in Zukunft den Mut findet, sich eindeutiger für eine Person und / oder Perspektive zu entscheiden!
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Christiane Mexxbooks
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gelesen.

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