171 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Macht Lust aufs Lernen, Erfolg garantiert!, 12. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: So lernt man lernen: Der Weg zum Erfolg (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Sebastian Leitners Buch „So lernt man Lernen“ ist ein Klassiker: Vor 30 Jahren geschrieben (1972), hat es bis heute nichts an seinem Wert für Schüler und Studierende verloren.
(Die teilweise überholten Begriffe - Schallplatte, Logarithmentafel usw.- sollten den Leser nicht irritieren, ganz im Gegenteil: Ich fand die Lektüre dieses Buches allein schon wegen Sebastian Leitners Sprache und Ausdrucksweise sehr bereichernd.)
Zum Inhalt: Frisch ans Werk - Lernplan aufstellen - Regelmäßig Lernen - Lieber kleine Abschnitte als zuviel auf einmal - Ruhe, gute Beleuchtung, aufgeräumter Schreibtisch - Konzentriert bleiben. All das sind Ratschläge, die sich in jeder gutgemeinten Lernanleitung und auch im Internet an jeder Ecke finden lassen. Doch eine Antwort bleiben diese vermeintlichen Hilfen oft schuldig: Wie man denn nun eigentlich „lernt“.
Wie kann man den Stoff behalten?
Hier setzt das Buch von Sebastian Leitner an, denn „das Kernstück, die Hauptmühe, die Schwerarbeit des Lernens ist nicht die erste Besichtigung des Lernstoffs, sondern der unermüdliche Kampf gegen die Vergesslichkeit“.
Leitner hält es zu recht für einen Irrtum, zu glauben, dass Einsicht und tieferes Verständnis den Lernprozess so sehr vereinfachen können, dass das verhasste und verpönte Auswendiglernen überflüssig wird - „Einsicht allein kann die Einprägung nicht ersetzen“. Auch nachvollziehbare Informationen muss man sich einprägen, will man sie nicht vergessen.
Leitner zeigt jedoch, dass Auswendiglernen nicht stumpfsinnigen Drill bedeuten muss. Er stellt Methoden vor, die Zeit, Mühe und Nerven schonen und auf den Erkenntnissen der Lernpsychologie aufbauen.
Kernelement bildet hierbei das von ihm entwickelte 5-Fächer-Karteikasten-System, das in den letzten 30 Jahren seit Erscheinen des Buches weltweit Verbreitung gefunden hat.
Leitner versteht es bestens, dem Leser seine Idee der „Wiederholung mit System“ schmackhaft zu machen, und wer dabei wie ich unweigerlich Lust aufs Lernen bekommt (Wann hatten Sie das zuletzt?), wird vom eigenen Erfolg überzeugt.
Das System eignet sich nicht nur hervorragend zum Erlernen einer Fremdsprache, sondern auch für jedes beliebige andere Fach und jede Wissenschaft. Denn immer gibt es eine Fülle von Definitionen, die wie Vokabeln gelernt und verinnerlicht werden müssen, oder aber der Lernstoff lässt sich „karteikartengerecht“ in Fragen und Antworten portionieren. Leitner erklärt, wie man hierzu ein Fachbuch geeignet bearbeitet.
Die beschriebene Karteikasten-Technik macht das kontinuierliche Lernen und Arbeiten natürlich nicht überflüssig, jedoch sehr viel systematischer und rationeller.
Darüberhinaus enthält das Buch eine Fülle von weiteren Tipps und Anleitungen, die das Lernen erleichtern. - Bestimmt kennen Sie das: Man nimmt sich vor „täglich eine Stunde Italienisch“ zu lernen und schafft es doch nie, sich aufzuraffen oder länger als ein paar Minuten bei der Sache zu bleiben, verplempert tagein tagaus zahllose Stunden mit sinnlosem Leerlauf. Auch hier hat Leitner eine nette, einfache Methode parat, wie man sein individuelles Lern-Zeitmaß herausfindet und die Dauer der Konzentrationsfähigkeit kontinuierlich verlängern kann.
Mein Fazit: Ich habe schon lange kein so bereicherndes und nützliches Buch mehr gelesen wie dieses. Es hat mich in meinem Studium einen gehörigen Schritt vorangebracht.
Ergänzend empfehle ich Tony Buzans Buch „Nichts vergessen“, das unter anderem erklärt, wie Sie das jahrhundertealte „Major-System“ einsetzen, um sich den Inhalt eines ganzen Buches oder den gesamten Prüfungsstoff systematisch einzuprägen. Außerdem hat mir „MASTER-Learning“ von Colin Rose und Malcom J. Nicholl mit weiteren Lern-Anleitungen ganz gut geholfen.
Haben Sie viel Erfolg!
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32 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der erste echte Einstieg zur Verbesserung!, 21. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: So lernt man lernen: Der Weg zum Erfolg (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Ich habe das Buch bereits vor etlichen Jahren gelesen. Das war wirklich der Durchbruch in Sachen Prüfungsvorbereitung durch sinnvoll strukturierte Lernkarteikarten. Die Frage ist ja immer, wie bleibt etwas wirklich hängen und ist nicht nur in der Abfragemethode abrufbar.
Zusätzlich knackt die kleinere "Lernpacience" richtig harte Nüsse - Telefonnummern zum Beispiel.
Es ist aber kein Allheilmittel in diesem Buch gegeben. Tatsächlich öffnet es dem Leser die Augen über falsche Lernmethoden und zeigt mit der Lernkartei eine gute und erfolgreiche Methode, es viel besser zu machen. Letztlich ist es aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung. Gerade für Schüler sind die Methoden gut geeignet. Und dort beginnt das Lerndilemma schließlich. Man soll Vokabeln, Geschichtsdaten, chemische Elemente, Formeln etc. lernen, aber das WIE wird einem nicht gezeigt. Das holt Sebastian Leitner nach.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der große Mengen rasch lernen muss. Mich hat die Methode durch das Abitur, Leiteinklausuren und die Geschichtszwischenprüfung an der Uni gebracht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sinnvolle Methoden zum "Pauken", 22. November 1999
Von Ein Kunde
Die meisten Menschen werden in ihrem Leben damit konfrontiert, etwas "lernen" zu müssen. Damit ist hier nicht das einfache Lernen gemeint, das ohne große Mühe durch innerliches Verständnis oder durch Nachahmung von statten geht. Gemeint ist das Lernen, das im Englischen "lern by hard", im Deutschen vergröbernd "Pauken" genannt wird. Vielleicht könnte man versuchen, es "Lernen durch Anstrengung" zu nennen. Bei einigen kommt der Moment früher, vielleicht schon in der Schule, bei anderen später, im Studium oder in einer anspruchsvollen Berufsausbildung. Jedenfalls kommt für die meisten der Moment, in dem es nicht mehr von alleine geht. Sebastian Leitner tritt mit seinem Buch an, denjenigen Mut zu machen und Methoden zu vermitteln, die auf diesen "Widerstand" beim Lernen gestoßen sind. Dazu bietet er verschiedene Methoden an, die im wesentlichen alle darauf basieren, daß das Wissen auf kleine Zettel oder Karteikarten verteilt wird. Im Bereich der Sprachen ist dies als Vokabelkartei bekannt, Leitner nennt es allgemein "Lernprogramm". Alle Methoden haben weiterhin gemeinsam, daß eine bestimmte Form der Wiederholung dafür sorgt, daß dieses verteilte Wissen gezielt gelernt werden kann, indem nur die nicht gewußten Teilbestandteile des Lernstoffs wiederholt werden müssen. Ich persönlich konnte aus dem Buch viele Anregungen ziehen, die letztlich dafür gesorgt haben, daß ich mein Jura-Studium schnell und mit gutem Erfolg bewältigen konnte. Ich kann jedem nur raten, sich mit dem frischen, manchmal etwas zwanghaft orginellen bzw. gönnerhaften Buch Leitners auseinanderzusetzen. Der günstige Preis für die Taschenbuchausgabe sollte hier für sich sprechen. Es ist aber dringend jedem zu empfehlen, der zur Zeit Frustration bei seiner Ausbildung verspürt, und nicht mehr weiß, wie er sich den Lernstoff aneignen kann. Für solche Fälle würde ich Leitners Buch nachgerade als Medizin bezeichnen.
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