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Es gibt Bands, die sich Superstars schimpfen und noch nie vor einem Publikum gestanden haben, das ihretwegen Eintritt bezahlt hat. Und es gibt Musiker, die schon vor Tausenden zahlender Gäste gespielt, aber noch nie ein Studio von innen gesehen haben. Solche Musiker spazieren, nachdem sie doch irgendwann im Studio waren und nun ihr erstes Album vorstellen möchten, über keine roten Teppiche vorbei am Blitzlichtgewitter, sie mieten sich stattdessen einen Club in, halten Sie sich fest: Iserlohn, weil sie da nämlich herkommen, spielen ein tolles Konzert und verkaufen am Ende des Abends die Hälfte der Erstauflage ihres Albums. Doch wir greifen vor.Also alles auf Anfang. 2003 gründete sich besagte Band, damals noch unter anderem Namen und nur mit Coverversionen bewaffnet. Seit 2006 spielt sie in jener Formation, die noch heute den Namen Luxuslärm trägt. Wir fingen damals an, die ersten eigenen Songs zu schreiben , erinnert sich Janine Jini Meyer, die seither zwar nicht als einziges, aber schönstes Gesicht von Luxuslärm agiert, die vier Herren neben ihr mögen dies verzeihen. Wir wollten Signale aussenden. Und irgendwann kamen die offenbar an, wir wurden angesprochen von jemandem, der einen Produzenten kannte. Kurz darauf lernten sie Götz von Sydow kennen, und natürlich haben wir gedacht, oh Gott, was müssen wir jetzt für Klamotten tragen, welchen neuen Namen zwingt man uns auf? Götz aber fragte einfach nur was wollt Ihr, wo wollt Ihr hin? Ein Jahr lang ließ er das Quintett sich ausprobieren, am eigenen Sound basteln, sich zwischen Poprock und Heavy Rock einsortieren , wie Jini sagt. Und wurde so zum sechsten Bandmitglied. Der erste Auftritt fand dann, ausgerechnet, bei einem Wettbewerb statt, dem Rock It in Gronau. Aber: Wir haben ihn gewonnen. Womit wir zurück wären beim Showcase in Iserlohn 2008. Danach gewann Luxuslärm den deutschen Rock- und Poppreis in gleich sechs Kategorien, 2009 folgte der Gewinn des 1Live Krone als bester Newcomer, da waren vom Album-Debüt schon 25.000 Stück verkauft.
Jini erzählt trotzdem von nichts Glamourösem, sondern lieber davon, wie ihre Band sich eine Zukunft jenseits aller Strohfeuer aufzubauen gedenkt. Wir wollten auch jenseits Nordrhein-Westfalens wahrgenommen werden, also haben wir uns überall hin getraut. Zum ersten Konzert etwa in Stuttgart seien noch gut 20 Leute gekommen, für die wir uns den Arsch abspielten. Ein Jahr danach haben wir dasselbe dann schon für 500 Besucher getan. Was mit dem ersten Longplayer 1000 km bis zum Meer so schön begann, findet seine Fortsetzung nicht etwa im sprichwörtlich schwierigen zweiten Album. Nachdem sich viele der frühen Songs während der gut 150 Konzerte, die wir gespielt haben, spürbar verändert hatten , sagt Jini, fiel uns der Nachfolger nicht sonderlich schwer, zumal ja das selbe Team dahinter stand. Weshalb So laut ich kann jetzt auch fast so klingt wie unsere Liveshows. Selbstverständlich irgendwie. So natürlich wie auch unsere Texte auf deutsch, weil wir keine Barrieren zwischen uns und den Fans haben wollen. Luxuslärm ist im Wortsinn eine Band. Eine Band, die für ihr Video zu Unsterblich noch ein Piano auf die A46 stellte und irgendwann in Brand setzte, bis die Polizei kam und uns unerwartet höflich darum bat, die Autobahn wieder frei zu machen. Jini lächelt, auf uns , sagt sie, warten nach dem Konzert die Leute, weil wir uns diese Riesenenergie der ersten Tage offenbar erhalten haben. Das heißt keineswegs, Kritik könne uns nicht erreichen. Ein kurzes Räuspern, aber Klugscheißer, die brauchen wir definitiv nicht mehr. Da kann man nur nicken wie ein Wackeldackel auf der Hutablage. Bloß weniger willenlos. Die Welt kann gar nicht genug Luxuslärm bekommen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitten ins Herz...,
Rezension bezieht sich auf: So laut ich kann (Audio CD)
...treffen Luxuslärm mit ihrer Musik. Allein beim ersten Hören musste ich feststellen das mir die Texte aus dem Herzen sprechen. Es hat sich so angefühlt als ob sich meine Gedanken in den Liedern wiederspiegeln.Die Debütsingle aus dem Album "Sag es wie es ist" ist schon eine gute Nummer, aber ich muss ehrlich sagen das auf "So laut ich kann" noch viel bessere Nummern zu finden sind. Meine Favoriten sind "Vergessen zu vergessen", ein Song bei dem ich immer mit den Tränen kämpfe, weil er so emotional ist. "Feuer", ein für mich perfekter Song zum kuscheln. Dabei ist er eher rockig und dann liebe ich auch "Etwas bleibt", ein eher ruhiges Stück. Das sind meine Top 3 von 14 genialen Songs. Es ist selten das ich eine CD von vorne bis hinten durchhöre ohne ein Lied zu haben das ich gar nicht mag. Luxuslärm schaffen also das fast unmögliche, das ich eine CD zu 100% liebe :) Das haben bisher nur Silbermond geschafft... Als bekennender, leidenschaftlicher Silbermond-Fan kann beruhigt sagen das sich diese Band sicher nicht verstecken muss. Mit "So laut ich kann" haben sie mich auf jedenfall als Fan dazu gewonnen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach nur: Wow!,
Rezension bezieht sich auf: So laut ich kann (Audio CD)
Nach dem grandiosen Debut-Album "1000km bis zum Meer" hatte ich nicht gedacht, dass die Luxuslärmer sich noch um Längen toppen könnten...Doch sie können es! Einfach nur klasse Musik! Zu den einzelnen Songs: 1. Sag es wie es ist: Meiner Meinung nach eines der schwächsten Songs der CD, jedoch sehr eingängig und bei den meisten ja auch schon bekannt 8/10 Pkt. 2. Sie sieht es nicht: eines der ruhigeren Stücke der CD 9/10 Pkt. 3. Nichts ist zu spät: Ein Lied, das Hoffnung macht 9/10 Pkt. 4. Feuer: Wunderschöne Rock-Ballade! 10/10 Pkt. 5. Jemand anders sein: Hier singt Laith Al Deen mit 9/10 Pkt. 6. Du weißt nicht wie das ist: eines der rockigsten Lieder der CD 10/10 Pkt. 7. Komm ins Licht: Schwächster Song der CD, dennoch sehr schöner Text. Die Melodie gefällt mir aber nicht so. Und dann immer dieses langgezogene: Komm ins Liiiiiiiiiiiiiiiicccchhhhht!!! 6/10 8. Vergessen zu Vergessen: Traumhaft schöne Ballade 10/10 Pkt. 9. Regen: Mein Lieblingslied! (zumindest im Moment). Wunderschöne Melodie, die weder zu ruhig, noch irgendwie vertont ist. Sehr melancholischer und schöner Text! 10/10 Pkt. (oder besser noch mehr:) 10. Leb deine Träume: Nach Regen mein zweites Lieblingslied momentan. 10/10 Pkt. 11. Schrei so laut ich kann: Gerade bei diesem Lied merkt man, dass die Luxuslärmern bei diesem Album mehr Mut hatten rumzuexperimentieren. 10/10 Pkt. 12. Etwas bleibt: Eines der Lieder, dass die Band auch schon zuvor auf einigen Konzerten gespielt wurde. 9/10 Pkt. 13. Wirf den 1. Stein: Beim ersten Mal hören gefiel mir das Lied gar nicht so, doch beim häufigerem hören gefällt es mir immer besser. Der Text von dem Lied ist aber einfach klasse. 9/10 Pkt. 14. Letzter Tag: Eines der Balladen Ich zitiere: "Und wir warten, warten, ärgern uns umsonst Was wir für Karten hätten haben können hätten wir nur gewollt. Und wir schauen zurück oder schauen nach vorn, doch dieser Augenblick, der geht verloren, der kommt nie mehr zurück!" Diese Stelle hats mir sofort angetan. 10/10 Pkt. FAZIT: Wieder mal sehr schöne Texte. Größenteils besser als beim ersten Album. Und auch musikalisch haben sich die Luxulärmer getraut mehr rumzuexperimentieren, wodurch die CD sehr viel rockiger als das Debut ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Luxuslärm - eine Band mit Lieblingsbandambition,
Von
Rezension bezieht sich auf: So laut ich kann (Audio CD)
Ich habe die Band letzten Herbst eher zufällig im Radio gehört und musste sofort mehr über diese Art Luxus wissen.Nachdem ich mir dann das Album "So laut ich kann" gekauft hatte, war ich vollends vom Luxuslärmvirus infiziert und hab mir alles bisher Veröffentlichte zugelegt. Ob die Texte nun plakativ sind, oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Ich finde sie gehen zu Herzen, unterhalten und die Mucke ist richtig eingängig. Die Pianomelodien, die Gitarren, ob elektrisch oder akustisch sind gewaltig. Von Jini's Stimme will ich hier gar nicht anfangen zu schwärmen. Letzthin hatte ich das Glück eine Akustikaufnahme der Band zu hören... Ich sage nur - Diese Leute können richtig Musik machen. Das hat dann aber gar nichts mehr mit "nur Technik und Computer" zu tun, wenn jemand solche Live-Auftritte hinlegt. Ich freue mich bereits jetzt auf's Live Konzert, für das ich Tickets habe und natürlich auf das nächste - vielleicht unplugged - Album. Mein Fazit: Diese Band hat Potenzial, gerade weil ich jedes Mitglied für einen musikalischen Handwerker halte. Diese jungen Leute sind kein Konstrukt aus der Retorte. Es gibt im Moment soviel musikalischen Schrott, ohne den man gut kann - Luxuslärm jedoch gehört definitiv gehört. Meine Kaufempfehlung: Wer gerne klasse Texte mag und wem auch mal harte E-Gitarren nichts ausmachen - unbedingt kaufen Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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