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So isst der Mensch So ist der Mensch
 
 
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So isst der Mensch So ist der Mensch [Taschenbuch]


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 344 Seiten
  • ISBN-10: 3831110530
  • ISBN-13: 978-3831110537
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Carl Amery
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Produktbeschreibungen

carpe.com

Oft vermutet, doch nie bestätigt: Eine Verschwörung im Vatikan! Die "Congregatio secreta ad purificando fontes", eine kleine, aber sehr geheime Gruppe des vatikanischen Geheimdienstes, arbeitet mittels einer von Leonardo da Vinci erfundenen Zeitmaschine daran, die Nachfahren des Hauses Stuart auf den englischen Thron zu bringen, um England auf diese Weise wieder katholisch zu machen. Dummerweise sind Manipulationen der Zeitebene nur unterhalb der dokumentierten Quellenlage möglich bzw. wenn der Agent die einzige vorhandene Quelle mit minimalem Aufwand innerhalb des Missionsrahmens ändern kann.

Auf diese Weise wurde dank der brillanten Arbeit des "James Bond der Schweizergarde", Arnold Füßli, eine direkte Blutlinie von Jakob III. von Schottland zu Rupprecht von Bayern geschaffen. Jetzt mußte das Land nur noch möglichst stilecht in Besitz genommen werden. Zu diesem Zweck rekrutierte der Clan MacLaubraigh eine Armee aus wirtschaftswunderlichen deutschen mittelständischen Unternehmern, die unbedingt einen schottischen Adelstitel auf dem Briefkopf haben wollen, dem Senftlgauer Schützenverein und der freiwilligen Feuerwehr aus dem Nachbardorf unter der Führung des Exil-Ostpreußen Oberleutnant Bodhelm von Pruskowitz. Im Jahre des Herrn 1954 wurde in Glenfinnan wiederum die Standarte gehißt, wie schon 1746 von Charles. Nur, diesmal blickte der schottische Löwe von seinem Banner auf weißblaue Bierzelte, amerikanische Filmkameras und Vertragsverhandlungen über die Erstverwertung. Doch dann bricht die Armee mit ihren senftlgauer Stutzen und schottischen Claymores auf, beseelt vom Geist von Prestopan. Ach ja, Arnold Füßli quittiert seinen (Geheim-)Dienst, bleibt im Jahr 1922 und wird einer der reichsten und unbekanntesten Männer der Welt.

Urteil: Ein brillanter, intellektueller Spaß erster Güte. Amery versteht es, virtuos mit Anspielungen, detailreichen Beobachtungen und karikierten Charakteren zu jonglieren. Er zieht aus den vielfältigsten Quellen Anregungen und persifliert alle möglichen literarischen Klischees. Von der Vielschichtigkeit und den verarbeiteten historischen Hintergründen liegt ein Vergleich zu Umberto Ecos Das Foucaultsche Pendel nahe, wenngleich Amery wesentlich witziger und ironischer zu Werke geht und gleichzeitig auf die bei Eco für manche etwas zu hochstehenden Fremdwortorgien verzichtet. --Christian Plötz -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Autorenportrait

Carl Amery, geboren 1922, Mitglied der Gruppe 47, 1989 zum Präsidenten des deutschen PEN-Zentrums gewählt, erhielt zahlreiche Preise u. a. 1991 den Literaturpreis der Stadt München. Er hat viele Aufsehen erregende Bücher geschrieben, darunter "Die Kapitulation" oder "Der real existierende Kapitalismus" und "Die ökologische Chance" sowie "Die Botschaft des Jahrhunderts" und "Hitler als Vorläufer" (1998) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Travis
Format:Broschiert
Mit "Das Königsprojekt" hat Carl Amery einen komplexen, "leicht" satirischen und skurillen Zeitreiseroman mit vielen Irrungen und leider auch unnötigen Wirrungen verfasst. Für mich hat "Das Königsprojekt" von allem einfach zu viel: zu viele räumliche und zeitliche Sprünge, zuviele Protagonisten (Hälfte hätte hier der Story keinen Abbruch getan), und zu viele stilistische "Mätzchen" wie bspw., wird ohne ersichtlichen Grund der Leser direkt angesprochen. Ich kam nie wirklich richtig in die Geschichte rein, zu konfus wirkt da die Aneinanderreihung der vielen zeitlichen und räumlichen Wechsel, wie auch die ständig wechselnden Protagonisten. Ich habe mich regelrecht durchgekämpft, und wollte schon nach 60 Seiten (von 286 Seiten) aufgeben.
Wohl als skurille Satire angelegt, gelingt es Amery bei mir nur selten ein Schunzeln auf meine Lippen zu zaubern. Oft finde ich den Humor schlichtweg "gewollt und nicht gekonnt". Nichtsdestotrotz bietet die Story an sich überraschendes, und auch sprachlich ist Amery durchweg auf sehr hohem Niveau, wenn man von seinen manchmal "gedrechselt" wirkenden Sätzen oder auch manch "unnötigen" Zusätzen wie "er drehte seinen Kopf um 70 Grad" absieht.
Alles in allem ein Roman, bei dem man viel Durchhaltevermögen braucht, und den man nicht wirklich gelesen haben muss.
2 Sterne
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich hätte statt baierisch (Carl Amery mokiert sich in "An den Feuern der Leyermark" über das "y" und lässt dort seinen Romanhelden das Komplott planen, dann auch die Stadt "München" in "Mynchen" umzubenennen, daher von mir mit "ai" geschrieben) auch gälisch, englisch oder lateinisch schreiben können. Carl Amery hat hier einen wunderbaren Alternativroman geschrieben, wie wir ihn nach "Der Untergang der Stadt Passau", "An den Feuern der Leyermark" und "Das Geheimnis der Krypta" mit Fug und Recht von ihm erwartet haben, aber lockerer, ohne erhobenen Zeigefinger, weniger Sendungsbewusstsein für die Umwelt und weniger Zivilisationspessimismus, doch keineswegs ohne die gewohnte Satire. Die Neugierde, die Leselust des Schmökerers wird befriedigt, kann er doch in diesem Buch von 1987, fünf Jahre vor Erscheinen von Diana Gabaldons "Feuer und Schwert" herausgekommen, mit den Frazers, den Camerons in der Schlacht von Culloden bangen und dem Romanhelden beim Beiseitebringen des französischen Goldschatzes für die Sache der Stuarts über die Schulter sehen. Wieder breitet Carl Amery einen breiten Bilderbogen vor dem Leser aus, diesmal durch ungezählte Jahrhunderte. Kann man noch davon ausgehen, daß er den Leser augenzwinkernd "auf die Schippe" nimmt, oder muß der Leser schon von schenkelklopfender Heiterkeit sprechen, wenn er eine Passage wie die folgende findet:
Der Held soll, wir befinden uns im Jahr 1927 auf einem Schiff, von einem Chikago-Gangster ersäuft werden und hat bereits den genretypischen (hier kopiert der vielseitige Carl Amery gerade den Gangsterroman aus der Ära von Al Capone) Betonblock an den Füßen, als ihn ein gewisser Tony in letzter Sekunde heraushaut. Ich zitiere:
<<"Verflixt, der Beton ist schon hart, Captain", sagt Tony. "Sie werden sich etwas gedulden müssen, man muß meisseln".
"Ich mache gerade Kaffee, das kann ich!" ruft eine Mädchenstimme von unten aus der winzigen Kombüse. "Ihr wollt doch Kaffee, oder?"
"Ich trink ihn im Stehen", antwortet der Captain. Gelächter geht reihum.>>
Lesespaß und Spannung von der ersten bis zur letzten Seite erwarten den Amery-Fan in diesem Roman.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Carl Amery gelingt es in diesem Werk, sein immer wieder kehrendes Thema von der Suche nach dem persönlichen Glück sowie der Hoffnung nach Erlösung einzubinden in einen spannenden Roman, der dem Leser nicht nur historische Fakten und Möglichkeiten nahebringt, sondern auch das Spiel mit dem was-wäre-wenn in das science-fiction-gewand kleidet. Ein Science-fiction-Roman der in den Tiefen des Vatikans seinen Ausgang nimmt, über Jahrhunderte verstreut den Gang der Geschichte bestimmt und beleuchtet, das keltische Erbe Bayerns und Schottlands näher bringt und der den Leser fesselt, packt, mitreisst und auch zum nachdenken anregt. SCV - sed christo vedesse - wenn das christus wüsste !!!
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