Der Autor präsentiert ein pseudowissenschaftliche Gedankengebäude und beschränkt sich darauf, Zweifel an der Evolutionsbiologie zu wecken. Das Buch ist mit Bildern übersät, die aber eigentlich nicht viel aussagen. So wird eine Wissenschaftlichkeit vorgetäuscht, die einer Prüfung nicht standhält. Das Buch lädt zum Blättern ein, führt aber letzlich in eine wissenschaftliche Sackgasse, da kein Wissen 'geschaffen' wird, sondern das Ergebnis der Forschung von vornherein feststeht: die Bibel und der Schöpfer.
Wenn das Weltbild der Bibel nicht stimmt, dann fordert der Autor von uns, dieses übertragen zu sehen. Josua befahl beispielsweise der Sonne und dem Mond still zu stehen, damit der Tag länger wurde. Das klappt natürlich nur, wenn sich die Sonne um die Erde dreht. Da das nicht mehr haltbar ist (Galilei lag wohl doch richtig), liegt hier lt. Autor auf einmal keine wissenschaftliche Sprache vor. Hat die Erde einfach heimlich den Befehl an die Sonne ausgeführt und ist stellvertretend stehen geblieben ? Warum steht das nicht in der Bibel ? Was muss/darf man noch alles übertragen sehen ? Darauf gibt der Autor keine befriedigende Antwort.
Danach macht der Autor alles passend, ob Schöpfungstag, Sintflut und Dinosaurier auf der Arche. Alles was nicht passt, wird weggelassen und als Fälschung abgetan.
'Primitive' Kulturen wie die ausstralischen Eingeborenen, die Papuas West-Irans und die Indianerstämme Brasiliens werden als 'zurückentwickelte' Kulturen bezeichnet, da sie das Wissen um den Schöpfer und Richter nach der Sintflut vernachlässigt haben. Also Degenerierung, Entartung und Verwilderung als Folge der Sünde und Abkehr von Gott. Wenn die Erde jung ist, muss es einfach so sein. Ein typischer Zirkelschluss des Buches, da die Schöpfungstheorie dogmatisch vorausgesetzt wird.
Im ganzen Buch wird der Schöpfungsmythos derart unkritisch weitergegeben, dass man sich unwillkürlich die Frage stellt, ob der Autor das wirklich alles ernst meint. Hier passt der Ausspruch: Man kann die Bibel wörtlich oder ernst nehmen. Der Autor nimmt sie wörtlich.