Kurzbeschreibung
Nach dem Ausstellungsbuch "Zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte", das die Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin begleitet, eröffnet der Verlag in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum eine neue Buchreihe, die sich an alle richtet, die sich für jüdische Geschichte und jüdisches Leben in Deutschland interessieren. Historiker, Judaisten und andere Fachautoren garantieren zusammen mit den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Jüdischen Museums das Niveau der Publikationen, die anhand einzelner Objekte aus Sammlung und Ausstellung eine Zeit, ein Thema aus der deutsch-jüdischen Geschichte beleuchten.
Nach 1945 in Deutschland als Jude aufzuwachsen, daran war nichts selbstverständlich. Wie hat man sich selbst sein Leben in diesem Land erklärt, das doch das "Land der Täter" war? Das Jüdische Museum hat dreißig Juden verschiedener Generationen nach ihrer Kindheit und Jugend in Deutschland befragt. Auf Fotos und in Geschichten, die von Verstörung o der Momenten des Glücks, Gefühlen der Fremdheit oder der Zugehörigkeit erzählen, entfaltet sich pointiert und widersprüchlich ein Panorama jüdischer Existenz in Deutschland heute: mit Beiträgen u.a. von Naomi Bubis, Barbara Honigmann, Wladimir Kaminer, Salomon Korn, und Richard Chaim Schneider.
Über den Autor
Cilly Kugelmann, geboren 1947, ist Erziehungswissenschaftlerin und Leiterin der Bildungsabteilung des Jüdischen Museums Berlin.Hanno Loewy, geboren 1961, ist Literatur- und Filmwissenschaftler und Publizist. Er hat den Ausstellungsteil "Jüdische Gegenwart in Deutschland" in der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin kuratiert.