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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
verständlich, nachvollziehbar, anregend,
Von
Rezension bezieht sich auf: So bin ich - und du bist anders: Achtsam Grenzen setzen in der Partnerschaft (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Dieses Buch beschäftigt sich mit dem Thema "Grenzen setzen" - in Partnerschaft und sonstigen Beziehungen. Die Theorie wird mit vielen einzelnen Beispielen verdeutlicht.Alles in allem steht hinter dem Buch ein schlüssiges Konzept. Dieses regt zum Einen stark zum Nachdenken an - und ist damit auch sehr aufwühlend an einigen Stellen. Zum Anderen werden "plötzlich" Dinge verständlich, die man bisher einfach hingenommen hat, ohne darüber nachzudenken, ohne zu hinterfragen - aber auf einmal wird es logisch, und man versteht sich selbst und einige Reaktionen anderer Menschen. Begriffe wie "Aufmerksamkeit schenken", "Würde", "zu sich selbst zurückkehren" und dergleichen finden Verwendung - so habe ich die Zusammenhänge vorher nie gesehen..... Auf mich hat dieses Buch eine sehr positive Wirkung gehabt. Ich werde es sicher immer wieder lesen und mich bemühen, danach zu handeln und "in mich selbst zurückzukehren"! Auf jeden Fall empfehlenswert für alle, die sich auf eine ganz neue Art mit "ihrem Inneren" beschäftigen möchten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Licht und Schatten,
Rezension bezieht sich auf: So bin ich - und du bist anders: Achtsam Grenzen setzen in der Partnerschaft (HERDER spektrum) (Taschenbuch)
Also, das ist so ein Buch, bei dem man sich wirklich schön herauspicken kann, was für einen passend ist.Der grundsätzliche Ansatz: Grenzen bei sich und anderen achten und beachten, ist überzeugend, und mit vielen der Beispiele und modellhaften Bilder", wann und wie Grenzen verletzt werden können, und Dinge" (Meinungen, Gefühle, Ansprüche, Erwartungen, etc.) bei jemandem landen können, wo sie nicht hingehören, sind oft sehr einleuchtend und führen in vielen Fällen zu einer Art das Hinsehens auf das, was eigentlich gerade in einer Kommunikation oder einfach in einem selbst passiert, die gleichzeitig erhellend und handhabbar ist. Die Übung, jede Empfindung erst einmal zu bejahen, bevor man schaut, wo sie eigentlich herkommt, wo sie hingehört und was man damit weiter macht, ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, und ich weiß auch nicht, ob man das auch in Kommunikationssituationen hinbekommt, ohne alle Spontaneität einzubüßen, aber beim Einordnen, wo denn jetzt eigentlich etwas wirklich herkommt, hilft es wirklich, wenn man z.B. nicht sofort auf Abwehr schaltet, sondern sich zunächst in eine Art wohlwollende, betrachtende Distanz bringt. Plausibel auch der Vorschlag, quasi rituell" manche Dinge dahin zurückzugeben, wo sie eigentlich hingehören, also z.B. negative Gefühle an denjenigen, der sie bei einem hinterlassen" hat, oder umgekehrt, manche Dinge wieder an sich zu nehmen. Ich glaube schon, dass so etwas bis zu einem gewissen Grad funktioniert, hege allerdings leisen Zweifel, ob es auch wirklich so wunderbar funktioniert, wie hier der Anschein erweckt wird. Dazu müsste man in den meisten Fällen wohl erst einmal ziemlich konkret wissen, was eigentlich wirklich passiert ist in einer Kommunikation und in der eigenen Psyche. Und gerade da liegt ja oft der Hase im Pfeffer. Der grundsätzliche Eindruck von dem Buch ist also durchaus positiv. Leider muss ich an dieser Stelle aber auch sagen, dass man im Umgang damit doch wohl auch den Mut braucht, manches lieber abzuheften unter "s" wie: "schön für den Autor..." Dieser macht nämlich mitunter leider genau das, wovor er an anderer Stelle warnt: Er tut ganz so, als ob das, was er für normal/wünschenswert/sinnvoll hält, es auch für andere sein müsse. Als ob es nur ein Modell Menschen gäbe und die alle gleich tickten. Das führt dann leider dazu, dass, was nicht in dieses Schema passt, wie von selbst - und daher vielleicht sogar vom Autor unbemerkt! - pathologisiert wird. Und damit hat er in dem Metier, in dem sich das Buch bewegt, vermutlich gleich mal 20% an Lesern, die sich einen solchen Schuh sofort anziehen werden, und denken, da stimmt also auch was nicht mit mir...", selbst wenn sie vielleicht vorher gar kein Problem damit hatten. Besonders unangenehm aufgefallen ist mir das bei dem Thema "Religion/Spiritualität". Ich konnte nicht genau ausmachen, ob der Autor hier einer bestimmten Richtung" anhängt, aber das ganze Kapitel hat den penetranten Tonfall eines völligen Überzeugtseins von Unerweislichem, wie ich ihn sonst nur von Zylonen und anderen Fundamentalisten kenne - gerade so, als ob es selbstverständlich wäre, dass es etwas "Höheres" positiv gäbe, das für uns nur zugänglich bleiben müsse und uns dann "leitet" - und als sei jede andere Empfindung oder Meinung offenbar nur die Folge einer Verletzung. Wohlgemerkt: Der Autor schreibt das nicht ausdrücklich, aber es folgt aus dem, was und wie er es sagt: Es ist gewissermaßen in seine Indikative eingebaut. Plausibler ist bekanntlich das Umgekehrte: Alle unsere Bilder für Transzendenz nehmen wir ja, wenn überhaupt (uns der Sinn nach so etwas steht), dann offenkundig aus der Erfahrung und projizieren sie auf den Horizont - und wer z.B. nur liebe Eltern hatte, der mag ein Bild eines liebenden Gottes oder sonstigen höheren Ganzen entwickeln oder als sinnvoll empfinden. Ein solches Empfinden mag in mancher Hinsicht ein Plus sein, aber das bloße Nichtvorhandensein einer entsprechenden Empfindung implizit, aber unabweislich als Mangel zu schildern, halte ich für sehr problematisch. Aber natürlich qualifiziere ich mich mit diesen Zweifeln selbst ab, da ich nach der Logik des entsprechenden Kapitels ja nur eine Verletzung in meiner Kindheit haben kann, und nur deswegen keinen Zugang. Das ist dann leider die klassische fundamentalistische Imunisierungsstrategie: Wer zweifelt oder dagegen ist, erweist sich gerade dadurch als nicht kompetent. Und gerade das ist natürlich das Ärgerliche daran, selbst wenn es dem Autor nicht bewusst gewesen sein sollte, was er da de facto tut. Zum Schluss noch ein Wort zu einer Grundmetapher und dem Stil des Buches: Das von dem Autor standardmäßig und ständig verwendete Bild des inneren "Gartens" empfand ich als sehr statisch und, ja: verdinglicht. Leben ist, bei allen ausmachbaren Konstanten und dem verständlichen Wunsch nach einer gewissen Ordnung und Verlässllichkeit, ein Prozess. Und ich meine, es gebe nicht nur Hausbesitzer und Kleingärtner auf dieser Welt, auch psychisch nicht. Das sind späte, ökonomisch und kulturell geformte Erscheinungen, kein naturgegebener oder sonstwie ausweisbarer Idealzustand, und daher sind die hieraus abgeleiteten Bilder und Metaphern auch nur bedingt anschlussfähig, wenngleich natürlich zur Illustration des zentralen Begriffs der Grenze naheliegend. Ich persönlich konnte jedenfalls mit dem Garten im Laufe des Lesens immer weniger anfangen und sehnte mich nach einer Trekking-Tour. Und mit der Zeit fand ich auch den Gesamttonfall eines irgendwie optimistisch gewendeten schweizerischen Schrebergartenbuddhismus zunehmend unangenehm. In dieser Hinsicht fällt das Buch leider ein wenig sehr gartenzwergig und blumenrabattig aus. Vielleicht hätte auch eine Prise Humor, die über den plötzlichen und ziemlich einzig dastehenden Anfall auf S.120 oben hinausginge, dem Ganzen nicht geschadet... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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