Eigentlich wollte ich den Debütroman von Norbert Zähringer gar nicht lesen. Zu viele andere - bekanntere - Bücher hatte ich mir vorgenommen. Doch dann habe ich es mir trotzdem gegriffen: mal die ersten Seiten lesen und sehen, ob es etwas taugt....Und ob!!! Das Buch ist ein einziger Volltreffer - von der ersten bis zur letzten Seite. Und das, obwohl oder vielleicht auch gerade weil es so herrlich anders ist und sich eigentlich gar keinem Genre zuordnen lässt: Kein hochkomplizierter Kriminalroman, keine romantisch-kitschige Liebesgeschichte und keine langweilige Familiensaga. Das Buch hat noch nicht einmal einen einzelnen Handlungsstrang, statt dessen werden eine Vielzahl scheinbar unabhängiger Geschichten verschiedener Genres erzählt, die zu den unterschiedlichsten Zeiten (frühes Mittelalter bis Mitte 21. Jahrhundert) stattfinden. Und trotzdem gehört alles irgendwie zusammen und fügt sich in ein halbwegs stimmiges Gesamtbild. Norbert Zähringers Roman setzt neue Dimensionen - in Sachen Humor macht ihm sowieso keiner, aber wirklich : ÜBERHAUPT KEINER, etwas vor: Beispiel: Wie der Bank-Azubi Förster von seinem Chef nach allen Regeln der Kunst zusammengefaltet wird, lässt kein Auge trocken. Und die Sprache Zähringers? Einfach überwältigend. Fünf Sterne sind fast zu wenig - wenn es deren 10 gäbe, hätte ich sie ihm auch gegeben.