"So gesehen unmöglich" kündigte sich im Spätsommer durch liebevoll handgemachte, wöchentliche Trailer zu ausgewählten Songs an. Dieses Konzept durchzieht das ganze Artwork und Design des Albums, das als gebundene Ausgabe mit 20-seitigem Cover sein Geld mehr als Wert ist, und findet sich vor allem in der Musik wieder. Der Sound der Platte klingt handgemacht und organisch, weit weg von geloopten und elektronisch produzierten Eintagsfliegen der heutigen Zeit.
Was mir sehr schnell, auch beim durchhören der Hörproben auf amazon sehr positiv auffiel, war dass das Album eine große klanglich und stimmliche Vielfalt besitzt. Ryo beschränkt sich keinesfalls auf einen Stil oder eine Richtung, sondern begibt sich musikalisch auf die Suche und gibt jedem Song durch seine charakteristische Stimme doch immer seine eigene Note. Einflüsse aus Pop, Rock, Hip Hop und sogar Klassik machen dieses Album zu einem sehr interessanten, bunten Album.
In 14 Songs erzählt Ryo nie gewollt extravagant aber immer mit hohem lyrischen Anspruch von Geschichten, Gefühlen und Erlebnissen mit denen man sich als Hörer gut identifizieren kann.
Vor allem die ruhigen, aber dennoch sehr kraftvollen Songs, glänzen durch schöne Texte und tollen Gästen, wie Cäthe Sieland auf dem Gänsehaut verbreitendem "Bitte hier", Clueso auf "Erinnerung" und Norman Sinn auf "Planlos", dem gemeinsamen Song zum Bundesvision Songcontest 2010.