Diese Überschrift ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn den künstlichen Weihnachtsbaum Snowtime Louise... muss man sich selbst zusammenbauen. Allerdings nicht aus 1500 Teilen, sondern aus unter hundert. Wir haben es trotz der etwas unpassenden Temperaturen und der allgemeinen Jahreszeit dann einmal unter viel Gelächter zu Testzwecken getan und die einzelnen Schritte vom Karton zum fertigen Baum mit mehreren Fotos dokumentiert, also wen es interessiert, der möge es sich oben bei den hochgeladenen Produktbildern ansehen.
Zunächst einmal das Äußere:
Der Karton ist riesig (über 1,30 m geschätzt) und wiegt wirklich die angegebenen 16 Kilo. Bei uns kam er mit einem speziellen Lieferservice und nicht mit dem normalen Paketdienst. Wer übrigens auf die Idee kommt, sich so ein Ding weit vor Weihnachten zu ordern, der möge dem Angestellten durchaus sagen, was sich im Paket befindet. Zumindest bei uns war das Gesicht des guten Herrn nahezu filmreif, aber leider habe ich davon heute Morgen kein Foto machen können.
Nachdem wir das Paket mal drin hatten, kam das Aufmachen des Kartons und da schon die erste Überraschung: Es "blickt" einem ein Wust an einzelnen Zweigen entgegen. Also jetzt nicht die ganz kleinen einzelnen, aber eben ein Haufen Äste mit Zweiglein dran. Essig mit der Annahme: "Ja, wir hatten doch schon einmal vor x Jahren so ein Ding, das waren 3 Teile zum Stecken, ein Zurechtbiegen und es ging ans Schmücken." - hier ist das FEHLANZEIGE.
Die Qualität der Zweige ist aber sehr gut und nach unserer Meinung hält der Baum auch im fertigen Zustand, was er verspricht (ab einer gewissen Distanz nicht mehr als künstlicher Baum zu outen, es sei denn man schaut auf den Ständer usw.). Die Zweige bestehen aus 2 verschiedenen Kunststoffvarianten. Vorne sind es jeweils einige Elemente, die eher wie Plastik sind, ein Stück weiter kommen andere "Nadeln", die sich weicher anfühlen. Es lagen auch noch keine abgebrochenen Zweige/Äste in der Packung (also eine hohe Qualität - zumindest beim Erstaufbau), nur "genadelt" hat er etwas, was danach einmal Staubsaugen erforderlich machte.
Die Montage:
Eine Anleitung haben wir vermisst (sie ist auch wirklich nicht vorhanden), obwohl wir in dem Schock doch etwas "gebraucht" hätten, das uns irgendeine beruhigende Versicherung an die Hand gibt, dass wir für den Aufbau des Baumes nicht zehn Stunden brauchen werden. Es ging dann aber auch so, obwohl bei dem stolzen Preis unserer Meinung nach schon ein wenigstens etwas simpleres Verfahren wünschenswert gewesen wäre als so eine Bastelei.
Begonnen wird mit den Ständer, dann müssen 2 Teile des Stammes bzw. die Spitze gesucht werden. Die 3 korrekt ineinander zu kriegen (und richtig herum) war auch eine Sache für sich, aber es gibt nur eine Art, wie das Konstrukt richtig stabil steht, also ist es zu schaffen. Am Ständer müssen dann Befestigungshilfen reingedreht werden, damit der Stamm sicher fixiert wird.
Danach geht es ans "Behängen", also namentlich ans Einhaken der Äste mit den Zweigen. Die Ringe am Baum, wo eine variable Anzahl (unten sind es weniger große, nach oben werden es mehr kleine) Äste pro Reihe eingehakt werden müssen, sind farblich markiert. Man weiß also, welche (und wie viele) wo rein müssen. Der Baum war bei uns übrigens komplett, also war unsere Angst, am Ende fehlt oben womöglich ein Teil, unbegründet. Das Stecken ging beim ersten Mal teilweise etwas schwer, aber das kann auch daran gelegen haben, dass unten jeweils 2 Reihen 1 Farbe haben und womöglich die Metallstangen unterschiedlich dick sind. Das haben wir heute jetzt nicht gecheckt.
Das Auseinanderbiegen der Zweige an den Ästen sollte pro Lage erfolgen, damit man noch gut dran kommt und eine Vorsortierung nach Farben ist unserer heutigen Erfahrung nach zu empfehlen (da keine Anleitung dabei ist, schreibe ich den Tipp halt hier rein).
Irgendwann langt man dann Lage um Lage von unten nach oben an der vormontierten Spitze an und ist quasi fertig, wenn man sich diese auch zurechtgebogen hat. Flexibel sind die Zweige/Äste eigentlich alle, sodass es dort keine großen Probleme gibt.
Aufbaudauer:
Mit Ausprobieren und diversen kleinen Irrtümern ca. 1 Stunde.
Aussehen:
Sehr gut. Wir finden ihn schön.
Kritik:
- Keine Anleitung.
- Mehr Arbeitsaufwand als bei anderen Modellen. Wir waren zunächst etwas geschockt, als wir den Karton aufgemacht haben.
+ Gutes Aussehen wie wir finden.
+ Gute Verarbeitungsqualität.
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= Vier Sterne.
Fazit:
Ein Weihnachtsbaum mit handwerklichem Aufwand, der eben nicht in zehn Minuten aufgestellt ist. Wir sind zuversichtlich, ihn im Dezember etwas leichter montiert zu bekommen und werden ihn dann nehmen und schön schmücken. Ob jemand diese "komplizierte" Variante mag (obwohl das Resultat sich sehen lassen kann wie wir finden) oder ob er andere weniger handwerklich fordernde Modelle bevorzugt, muss er für sich wissen.