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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Zurück auf den Idiotenhügel, 30. Dezember 2004
Intro:"Snowboarder" - ein Name der eigentlich alles über den Inhalt eines Filmes verrät... das dachte ich zumindest als mein Blick auf diese DVD in der Videothek meines Vertrauens fiel. Zuhause dann der große Schock: Das Cover ist noch das Beste was der Streifen zu bieten hat. Eigentlich müsste man von einem Film, der sich mit einem derartigen Titel brüstet, auch einen gewissen Grad an Kompetenz erwarten können. Tja... falsch erwartet! Ein paar Einblicke in die Story: Die Story dreht sich um den Snowboarder Gaspard, der die Nase vom schnöden Freeriden mit seinen Freunden voll hat und in seinem Idol Josh, den Weg zu Ruhm und Abenteuer sieht. Leider entpuppt sich Josh zu einem bösen Buben, der nichts anderes im Sinn hat als Gaspard auf die schiefe Bahn zu bringen. Am Ende kommt es dann zum Showdown beim Air + Style Contest (der so schlecht inszeniert ist, dass der Film von mir alleine deshalb eine auf die Fluz bekommt). Jetzt aber zu meinen Kritikpunkten: Schön und gut, die Eröffnungssequenz sowie einige Hubschrauberaufnahmen vom Freeriden sind noch ganz nett, doch das war's dann auch. Regisseur Olias Barco schlachtet wirklich jedes Cliché über Snowboarder aus, das man sich irgendwie denken kann. Alle sind soooo cooool das einem schon beim Hingucken schwindlig wird, und natürlich reicht das Programm von dummen Macho-Sprüchen, über hole Binsenweisheiten, bis hin zu wilden Drogenparty-Exzessen. Der normale Profi-Snowboarder ist bei Barco ein mitte 40-jähriger Mann mit Haaren auf der Brust, der seinen Tag zu 80... nein, sagen wir lieber 90 % mit Sex und Rauschgift verbringt. Natürlich führt ein solches Leben zu Beziehungsproblemen, und das thematisiert "Snowboarder" dann auch ganz ausgiebig. Jetzt mag sich der (die) ein oder andere denken: "Na gut die Story scheint Müll zu sein, aber ich schau mir einen solchen Film ja auch wegen den Snowboard-Parts an." Auch diesen Leuten kann ich nur dringlichst davon abraten sich an diesem "fachmännischen" Werk die Pfoten zu verbrennen. Das können der Fahrer hält sich in Grenzen und variiert von Szene zu Szene sehr stark. Oh, oh! Hat man da etwa ein wenig mit den Doubles geschlampert? Ein kleines Beispiel: Während Gaspard zu Beginn des Films neben schlichten Powder-Turns nur kleine Rotations und Grabs hinbekommt, kann er ein paar Szenen weiter plötzlich einen Frontflip. Danach latzt es ihn aber schon wieder bei einem 360er hin. Irgendwie fehlt mir da die Logik. Wie schon vorhin erwähnt, ist auch das Air + Style ein Reinfall der Superlative. Man gebe sich den Kommentator, welcher jeden Sprung mit einem so kompetenten Spruch wie "Das war ein mega Jump!" oder "Man, dieser Typ ist wahnsinn!" versieht. Nur einmal nennt er einen Trick beim Namen und der hat es in sich: "Jaa... Er macht einen Doublegrab!" - Was soll das denn bitteschön sein?! ^^ Okay, 1000 Worte reichen nicht um die fiesen Patzer dieses Machwerks zu beschreiben. Meine Finale Empfehlung: Wer einfach nur nen Thriller bzw. ein "Drama" (passt nicht so ganz) gucken will, sollte lieber auf andere Filme ausweichen. Wer auf Snowboarden steht, bleibt lieber bei den richtigen Videos und verirrt sich nicht ins Spielfilm Genre! Glaubt mir das ist besser so. "Snwoboarder" taugt nicht mal zur bewussten Belustigung bei nem gemütlichen Abend mit Freunden.
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