Hallo,
wir haben vor 3 Wochen gleich zwei Bindungen K2 Cinch CTS 11/12 gekauft - die eine für meine Freundin direkt bei Sportcheck, die andere für mich habe ich hier über Amazon bestellt. Meine Freundin ist Anfängerin und ich wollte ihr das ewig dauernde Anstrapsen der Bindung ersparen (ausserdem würde so meine Wartezeit auf sie auf der Piste geringer ausfallen, wenn man aus dem Lift ausgestiegen ist). Ich hatte zuvor 12 Jahre lang eine Flow-Bindung gefahren, mit der ich wirklich mehr als zufrieden war. Nun sollte aber ein aktuelles Modell her, die Cinch CTS machte im Laden einen soliden Eindruck und die Idee, dass beim Zurückklappen des Highbacks gleich die obere Schnalle mit hochklappt, sollte einen besonders leichten Ein- u. Ausstieg gewährleisten. Soweit zumindest die Theorie...
Die Lieferung erfolgte innerhalb kürzester Zeit und somit machten wir uns auf in den Urlaub.
Die Bindungen haben wir erst im Urlaub auf die Boards montiert, damit sie im Jetbag weniger Platz wegnahmen. Einstellmöglichkeiten sind genügend vorhanden, aber schon bei der Montage habe ich mir gedacht, dass an der Bindung im Vergleich zu meiner 12 Jahre alten Flow-Bindung viel zu viel kaputt gehen kann.
Beim ersten Einstieg viel mir dann auf, dass eine enorme Kraft aufgewendet werden muss, um den Highback hochzuklappen, weil gleichzeitig damit die obere Schnalle nach unten auf den Schuh gedrückt wird. Meine Freundin kam damit überhaupt nicht klar und somit lösten wir immer erst die Ratschen, damit sie überhaupt die Bindung alleine schliessen konnte. Von meiner Flow war ich da einges mehr an Komfort gewohnt. Gerade beim Aussteigen aus dem Lift konnte man schon nach 2-3 Metern mit dem hinteren Schuh einfach in die Bindung rutschen und schon während der Fahrt den Highback hochklappen und direkt durchstarten - bei der Cinch CTS hingegen habe ich das nicht ein einziges Mal hinbekommen. Schuld ist zum einen die Tatsache, dass man wie bereits gesagt sehr viel Kraft benötigt, zum anderen die Tatsache, dass man beim Laufen (wenn nur der vordere Schuh angeschnallt ist) ständig an der hinteren Bindung mit dem Schuh gegen die vordere Lasche gestossen ist und diese sich gelockert oder gar ganz geöffnet hat.
Somit fühlte ich mich wieder wie vor 25 Jahren in die Anfänge des Snowboardens zurückversetzt, wo man sich nach der Liftfahrt erstmal in den Schnee hocken musste, um die Bindung mühsehlig stramm zu bekommen. Bei der Flow gab es solche Probleme überhaupt nicht!
Die Qualität der K2-Bindung selbst ist ok, die Straps sind allerdings billig, leiern schnell aus und öffnen sich gerne mal selbst, wenn man zu sehr auf der Kante fährt und dabei im Schnee hängen bleibt. Bei meiner Freundin war an der vorderen Bindung jedesmal(!) die vordere Schnelle los (die Seite ohne Ratsche, wo man die Grundlänge einstellen kann), wenn sie beim Frontsideturn auf die Kante kam und mit den Knien im Schnee landete. Beim mir war nach 2 Tagen an der hinteren Bindung die vordere Ratsche defekt, weil ich beim Laufen jedesmal mit dem Schuh daran hängenblieb. Eine Feder war rausgesprungen und so schlackerte die Ratsche nur noch lose herum.
Gelöst haben wir die Probleme, indem wir bei meiner Freundin die vordere Schnalle mit einem Kabelbinder sicherten und ich bei meiner hinteren Bindung die Schnalle einfach umgedreht habe und ebenfalls mit einem Kabelbinder gesichert habe.
Nach ein paar Tagen konnte meine Freundin die Bindung dann alleine öffnen und schliessen, aber nur weil sie die Schnallen nicht mehr so stramm eingestellt hatte. Für mich war das aber nicht stramm genug und so musste ich mich jedesmal mit den klapprigen Ratschen herumärgern.
Bei meiner Flow habe ich bisher nie solche Probleme gehabt. Am ersten Urlaubstag hat man die einmal vernünftig eingestellt und dann die restliche Zeit nur noch den Highback Hoch- u. Runtergeklappt. Keine Schnallen, die sich lösen, keine Ratschen, die ausleihern können! Im nächsten Urlaub kommt mir wieder eine Flow aufs Board.