Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Made alive / Overture | |||
| 2. Stranger in a strange land | |||
| 3. Long time suffering | |||
| 4. Welcome to MYC | |||
| 5. Love beyond words | |||
| 6. The 39th street blues (I'm sick) | |||
| 7. Devil's got my throat | |||
| 8. Open wide the flood gates | |||
| 9. Open the gates (Part 2) | |||
| 10. Solitary soul | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Second overture | |||
| 2. 4th July | |||
| 3. I'm the guy | |||
| 4. Reflection | |||
| 5. Carie | |||
| 6. Looking for answers | |||
| 7. Freak boy | |||
| 8. All is vanity | |||
| 9. I'm dying | |||
| 10. Freak boy (Part 2) | |||
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Verschnaufpause? No way! Mit dem Übersong"devil's got my throat" wird die Härteschraube noch einmal deftig angezogen(härtester Song) und als Sahnehäubchen bekommt man einen instrumental-jazzigen Mittelteil serviert, in welchen alle der beteiligeten Musiker mal ran dürfen und dich als lernenden Musiker wohl die geliebte Klampfe im die Ecke schmeißen lassen dürfte, da man stets das Gefühl hat, die Jungs machen sowas eben mal im Vorbeigehen.
Verschnaufpause? Jetzt ja..."open wide the flood gates" kommt deutlich entspannter und mit einem gekonnten Refrain daher und lässt, weils so schön war, die Fortsetzung auf dem Fuße folgen. "o.w.t.f.g-pt.II" gefällt sogar noch besser, ist schwungvoller und setzt refrainmäßsig sogar noch einen drauf-Hammer!!!
"Solitary soul"(Track 10) besticht durch seine genialen Gesangslinien und seine getragene, ruhige Stimmung und reiht sich nahtlos in die Reihe der Über-Songs ein.
Zum Abschluß der ersten CD legen die Herren aber sogar noch einen drauf: "wind at my back" ist ungelogen einer der besten Stücke, die ich kenne. Auf einer herrlichen Akustik-Basis bekommt man einen unglaublich gefühlvollen Song serviert, der einen Refrain bezitzt, den man als göttlich bezeichnen muß. Wen dieses Stück kalt lässt, ist taub oder ignorant...
Bilanz nach knapp 60min: Weltklasse!!!
Wer jetzt noch nicht gierig auf die zweite CD ist, sollte die Zeit nutzen und einen Trinken gehen, alle anderen werden mit weiteren 15 Kreativbolzen belohnt.
Wieder gibt's ein Intro, diemal allerdings schwungvoll, mit Bläserei und allerlei (abgedrehten) Effekten.
Song Nummero 13 "4th of July" ist ein gediegener Rocker, der allerdings nicht sonderlich herausragt- im Gegensatz zum anschließenden "I'm the guy", das, auf Klavier und Bass ruhend, wiedereinmal die Klasse eines Neal Morse in Punkto Songwriting aufzeigt.
Was folgt sind für mich die "schwächsten" Songs auf dem Doppeldecker:
"reflection" und "Carie"(gesungen von Drummer Nick D'Virgilo). Beises Balladen, die andere Bands als Hit verbuchen würden, in der Beard'schen Musik-Sphäre allerdings, da zu unscheinbar, Mittelmaß darstellen.
Wer die Mannen kennt, weiß, dass "Entschädigung" eher heute als morgen geliefert wird- "looking for answers"(Track Nr. 17) ist ein astreiner Hit geworden. Schön rockig, mit herrlichem Refrain!
Das selbe gilt für "freak boy"- 2:12min Grooverock vom feinsten.
Das befreiende "all is vanity" brilliert durch grandiose Keyboardspielereien von Mr. Okumoto.
Mit "I'm dying" wird wieder etwas gebremst- ein gediegener Track mit eher angzogener Handbremse, bei dem das Gefühl nicht zu kurz kommt.
"Freak boy pt.II" kommt eher bombastisch, schleppend-gar hypnotisch und setzt das Thema aus Pt.I gekonnt fort. Selbiges gilt für die Fortsetzung von "devil's got...", das hektischer, wirrer und härter rüberkommt.
Aber es ist noch kein Ende in Sicht: es folgen zwei Instrumentale der Extraklasse: "Snow's night out", kurzweilig mit fantastischen Bläserparts. Man kann förmlich das Nachtleben einer Metropole wie NY riechen- famoser Swing!!!
Aber es kommt noch besser: Track Nr. 24-"ladies and gentleman-Mr. Ryo Okumoto"! Und der Titel ist Programm, dieser Tausendsassa aus Nippon zieht hier fürstlich vom Leder, dass es eine wahre Freude ist seiner Orgelkunst zu lauschen- cool!!!
"I will go" greift das "...flood..."-Thema nochmal auf und pendelt zwischen besinnlichem Strophenpart und wunderbarem Chor-Refrain. Sehr ruhiges, langsames Stück, das fast unmerklich in das über achtminütige Finale "made alive again/wind at my back pt.II" mündet. Und es ist ein Abschluß, der die Bezeichnung Finale absolut verdient. Wie der Titel schon andeutet, wird hier das Thema der Ausnahme-Nummer "wind at my back" nocheinmal aufgegriffen. Dieses Glanzstück beginnt sehr ruhig, nimmt zunehmend(aber natürlich im gebotenen Rahmen) fahrt auf und vergoldet den Mega-Refrain indem der gute Neal mehr und mehr aus sich herausgeht und man sich schließlich kniend vor seinen Boxen (eine wahre Geschichte!) wieder findet und am liebsten die Reise über den Teich antreten will, um den Beards(und vor allem Neal Morse) einfach nur die Hände zu schütteln, auf die Schulter zu klopfen und zu sagen: "UNBELIEVABLE-getleman, THANK YOU FOR THE MUSIC!!!"
Was für ein Album, was für Musiker...all-time-top-5-album-GARANTIE!!!
Snow ist eines der wenigen Progalben, das es schafft, die locker leichte Ausstrahlung melodischer Songwriter Musik mit durchdachten, nie unnützen Instrumentalachterbahnfahrten zu kombinieren, die übrigens komplexer als je zuvor komponiert wurden.
Man spührt die Reife und Erfahrung, die Spock's Beard erlangt haben.
Wo auf vergangenen Alben viele der Longtracks wie gut organisierte Medleys klangen, die eine klare Linie oft vermissen ließen, so ist Snow trotz der kürzeren Lieder und der ca. 115 Minuten Spielzeit das kompositorisch durchdachteste Werk. Schon alleine die Leichtigkeit mit der das musikalische Hauptthema des Albums variiert und oft klug "versteckt" wiederaufgenommen wird, zeugt von großem Können. Nichts wirkt hier zerrissen oder "vernarbt": trotz der Stilvielfalt wirkt das Album homogener als z.B. Longtracks wie "Flow" oder "The Water".
Nur muss man Zeit in dieses Werk investieren, um all die Zusammenhänge zu erkennen.
Wo die Band bei "V" diese kompositorische Erfahrenheit einsetzte, um zwei stimmige Longtracks zu erschaffen, wird hier auf die intime Songwriteratmosphäre geschielt.
Mit mehr Liebe zum Deteil und raffinierter als je zuvor.
Popappeal verströhmten Spock's Beard schon immer. Hier jedoch gekonnter und selbstbewusster als je zuvor.
Und da sie gleichzeitig das komplexeste Gesamtwerk in ihrer Geschichte geschaffen haben, gebührt Spock's Beard umso mehr Respekt.
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