Es ist unglaublich, selbst im Jahr 2004, also 11 Jahre nachdem Sneakers gedreht wurde, ist der Film (vom kalten Krieg einmal abgesehen) immer noch aktuell.
Martin Bishop (Robert Redford) ist der Kopf einer Truppe von Computerexperten, Hackern und einem ehemaligen CIA-Agenten, die die technischen Sicherheitseinrichtungen von Firmen testen, d.h. in Unternehmen einbrechen, um somit die Schwachstellen auszuloten. Aber unsere Experten sind knapp bei Kasse und somit kommt ihnen ein Auftrag der Regierung gerade recht: Sie sollen einem Mathematiker einen kleinen schwarzen Kasten stehlen. Vor der Übergabe an die Regierung kommen die Experten aber hinter das Geheimnis der "Black Box". Mit Hilfe dieses Kastens lassen sich sämtliche Codes aller amerikanischen Einrichtungen knacken. Und mit dieser Erkenntnis geht das "Gerangel" um den geheimen Kasten los, denn eins ist sicher: Für diesen Kasten würde jede Regierung der Welt töten.
Der Film lebt von dem Zusammenspiel der hochkarätigen Besetzung. Dan Akroyd, der den ehemaligen CIA-Veteran Sidney Portier immer wieder mit markigen Sprüchen hochnimmt, wie z.B. "Wusstest du, dass Kennedy gar nicht tot ist? Das wurde von der CIA alles nur so getarnt.", worauf Sidney Portier immer kurz vor'm Ausflippen ist ("Ich kann mit dem Typen einfach nicht arbeiten"). Oder David Strathairn, der blind ist und der mit seinem genialen Gehör immer wieder zu unglaublichen Schlussfolgerungen kommt. Sehr witzig auch die Szene, als Robert Redford nach seiner Entführung erklärt, was er auf der Fahrt gehört hat: "Am Ende der Fahrt muss da irgendwo eine Cocktailparty gewesen sein..." und wenn man dann sieht, wo die Gruppe dann tatsächlich steht, lacht man sich tot. Auch das Ende ist nett, als River Phoenix, der sich nun alles auf der Welt wünschen kann, nur eine Telefonnummer von einer Frau haben möchte, die er natürlich auch prompt bekommt. Als böser Gegenspieler agiert Ben Kinsley, dessen Rolle aber leider ein bischen schal und schwach rüber kommt.
Der Film wirkt nicht so übertrieben wie Spionagefilme à la Mission Impossible. Er wirkt real, glaubwürdig und irgendwie hat jeder Einzelne im Team seinen festen Platz und dadurch ist es unschlagbar. Ein Film, der auch jetzt noch aktuell und spannend ist. Es lohnt sich wirklich, ihn zu sehen.