Es fragt sich immer wieder, warum gut eigentlich so oft untergeht oder zumindest unbeachtet bleibt, wenn doch selbst (gerade?) Mittelmäßiges die Charts stürmt. Auch ohne darauf die Antwort zu wissen, bedeutet es für Eleanor McEvoy vermutlich ein Kompliment, daß sie in Deutschland wie auch hierzulande auch nach Ihrem Album 'Snapshots' noch immer kaum beachtet wird. Und das, obwohl doch die Irish Pop-Welle seit den Corrs aufs heftigste schwappt. Vielleicht sind die Text von McEvoy zu intelligent, manchen vielleicht auch zu düster .. oder schlicht zu real, nicht soap-opera-mäßig genug? Auf jeden Fall lohnt es sich, in dieses stille Meisterwerk reinzuhören, das in der Tradition solcher brillianter Singer/Songwriter wie Shawn Colvin, Aimee Mann, Sara K., Michelle Shocked und Catie Curtis steht - with a little Irish twist to it.