Erneut hat Saitenmonster Matt Pike zugeschlagen, und wo der Meister hinlangt, wächst nicht mehr viel..
High On Fire sind auch mit ihrem neusten Schaffenswerk ihren Überzeugungen treu geblieben. Soll heißen, es wird auch weiterhin wundervoll geknüppelt und gebraten, was das Zeug hält!
Beginnend mit dem Track "Snakes For The Divine", der dem Album den Namen gab, sind wir zunächst verwundert. Erinnert die Eröffnung nicht an "Thunderstruck" von AC/DC?
Und während sich schon so mancher "ältere Herr" in vermeintlicher Sicherheit wiegt, beginnt das Riffgewitter, das wir so sehr an High On Fire schätzen und dass auch Altmeister Iommi sicher gut zu Gesicht gestanden hätte. Das wunderbare Gebrüll Matt Pikes, ist mittlerweile zu einem unverkennbares Markenzeichen geworden. Denn hier gibt es kein hysterisches Black Metal Gekreische, kein ständig rülpsendes mandelentzündetes Gegrowle, dass wir von Death Metal Sangeskünstlern gewöhnt sind, nein, nein, das Brüllen ist bei Pike keine Pose, er meint es ernst!
Der zweite Track, "Frost Hammer" der schon einige Zeit vor Erscheinen des Albums im Netz zu hören war und zu dem auch ein Video veröffentlicht wurde, ist abwechslungsreicher, als man erwarten durfte, sogar ein Chorus ist zu hören, ein- zwei Tempiwechsel, Herz, was willst du mehr?
Auch immer wieder ist hervorzuheben, dass Des Kensel eine Trommel rührt, dass man sich fragen muss, was der Mann während eines Livekonzertes an Energie verbrennt, so manch schwere Unterzuckerung droht!
Darüber hinaus ist hervorzuheben, dass durch die Produktion von Greg Fidelman, erstmals auch mehr von Jeff Matzs Bass zu hören ist, der wunderbar schleppend durch den Raum wumpert...
Ja, abwechslungsreicher sind sie geworden, in der Tat, was vermutlich wieder einigen Puristen nicht passen wird. Aber gerade auch für Fans der ersten Stunde, droht dann mit "Fire Flood And Plague" eine Wiedergutmachung.
Man beachte den Tempowechsel ab 2:45 sec. was für ein selten geiles Riffing!!!
Alles in allem bin ich mehr als zufrieden, so manche Band ist nicht mal in der Lage ein gutes Album zu veröffentlichen, aber High On Fire schaffen es, sich mit jedem Album weiter zu steigern und keine Angst, kommerziell werden die nie!!! ;)
Hugh, ich habe gesprochen!