hab' den film mittlerweile 3 mal gesehen und ja, beim zweiten mal schon wurde er langweilig. ich weiß nicht, ob 'crank', 'lucky # slevin' oder 'running scared' beim zweiten mal auch langweilig wird, aber das ist mir gelinde gesagt vollkommen egal. fakt ist, dass der markt niemals so mit genialen action-thrillern überhäuft wurde, und jetzt dürfen wir uns auch noch auf 'die hard IV' freuen ...
aber zurück zum film ...
ich habe mir die ganzen rezensionen hier mal in ruhe durchgelesen und da sind mir einige interessante sachen aufgefallen, die ich ehrlich gesagt nicht so ganz nachvollziehen kann:
wieso wird dieser film so krampfhaft mit tarantino-werken verglichen, explizit 'pulp fiction'? unter dieser voraussetzung sollte man sich den streifen garnicht erst anschauen, damit weckt man erwartungen, die nicht einmal carnahan wecken wollte. rein subjektiv betrachtet hat 'smokin' aces' bei mir schon kult-status, aber auf seine eigene, völlig individuelle art ...
warum sind so viele von den schauspielern enttäuscht? dieser film verlangt keine wandlungsfähigen, oskar-reifen charaktere.
man darf ja nicht vergessen, dass es sich überwiegend um nebenrollen handelt, meistens auch psychopathische auftragskiller, zu denen man (nicht zuletzt aufgrund der vielzahl) gar keinen draht haben sollte.
ryan reynolds ist ohne einwand der beste mann auf dem platz und macht seine sache super, aber die anderen schauspieler halte ich für ebenso genial gewählt und keiner davon hat mich enttäuscht. im übrigen find ich auch die rolle von ben affleck beeindruckend. wer hätte gedacht, dass sich so ein kaliber für so einen auftritt bereiterklärt.
muss die story so verworren sein? das weiß ich allerdings auch nicht. ich muss zugeben, dass es sehr hart ist den streifen direkt beim ersten mal bedingungslos zu verstehen. eine reizüberflutung an auftragskillern, die (wie ich finde) grandios vorgestellt werden, und halt die sekundäre geschichte über den ehemaligen fbi-agenten heller verwirren teilweise schon. der ganze film an sich ist ja schon eine explosion an action und spaß, da hätte man den ball wirklich ein bisschen flacher halten können, deshalb auch den stern abzug. aber ich persönlich halte die kleinen übertriebenen gags wie die nazi-brüder und den ninja-jungen nicht für absolut schwachsinnig, sondern beweisen sie eher, dass der film sich nicht wirklich ernst nimmt. ich hatte nicht den eindruck, dass hier versucht wurde krampfhaft einen ernsten action-thriller zu fabrizieren, sondern vielmehr ein gewalttätiges feuerwerk an unterhaltung.
kurz und knapp bin ich ja erleichtert, dass es auch mal wieder einen haufen leute gibt, die meine meinung bezüglich 'smokin' aces' nicht teilen, aber von mir gibt es eine klare anschau'-empfehlung. vielleicht nicht unbedingt an die tarantino-fans (ihr könnt jetzt auch noch bis 'grindhouse' warten) sondern vielmehr für alle, die mit den action-filmen der letzten zwei jahre rundum zufrieden waren.