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Mit "Halfway Gone" haben uns die kalifornischen Rocker von Lifehouse bereits im vergangenen Herbst die erste Single aus ihrem kommenden Album
Smoke & Mirrors präsentiert. Zu diesem Zeitpunkt war schon klar, dass die Band um Jason Wade den Spagat zwischen energiegeladenen Rockriffs und ruhigen Popklängen wieder einmal perfekt gemeistert hat. Lifehouse wie wir sie kennen. Nach drei langen Jahren auf Tour mit Zwischenstopps im Studio, melden sie sich nun mit ihrem fünften Album zurück und beweisen, dass Sie auch anders können! Auf
Smoke & Mirrors zeigen Lifehouse, dass sie sich nicht nur auf ihren Hits wie “Hanging by a Moment“, “Sick Cycle Carousel” und “You and Me” ausruhen.
In den letzten Jahren hat sich viel getan bei Lifehouse: Ben Carey ist als zweiter Gitarrist seit 2009 festes Mitglied der Band und hat für frischen Wind gesorgt. Hinzu kommt, dass Jason seine Songs jetzt nicht mehr zu 100% allein schreibt und ein Teil des Albums während ihrer Tour durch die ganze Welt aufgenommen wurde. Vieles hat sich also verändert im Vergleich zu den vier Vorgängern. Vermutlich der Hauptgrund für den nun deutlich rockigeren Sound auf
Smoke & Mirrors. Selbstverständlich kommen auch die gewohnt poppige Songs mit Ohrwurmqualität nicht zu kurz.
Auffällig und bemerkenswert ist besonders die Unterstützung, die Jason beim Schreiben der Songs bekommen hat. Er hat sich für
Smoke & Mirrors namenhafte Unterstützung ins Boot geholt. So ist „Had Enough“ beispielsweise in einer kurzen Session zusammen mit Chris Daughtry, dem ehemaligen American Idol Kandidaten, der mittlerweile in ausverkauften Hallen mit seiner Band auftritt, entstanden. Daughtry leiht dem Song nicht nur die besondere textliche Abwechslung, sondern auch seine Stimme. Das Ergebnis kann sich hören lassen: ein typischer Lifehouse Song, der sehr poppig startet und nach kurzer Zeit wunderschön explodiert.
Rockiger und noch etwas frischer ist da Zusammenarbeit mit Kevin Rudolf, denn mit seiner Hilfe haben Lifehouse einen neuen, aber den Fans trotzdem nicht ganz unbekannten Sound, gefunden. Rudolf arbeite mit Jason zusammen sowohl an “Halfway Gone” als auch “Falling In“. Hier ist ein eindeutiger Schritt in die moderne Pop/Rock-Welt zu erkennen. Eingängige Melodien und schnelle Gitarrenriffs harmonieren perfekt mit Jasons facettenreicher Stimme. Besonders hervorzuheben ist auch der Song „Wrecking Ball“, in dem erstmals Bryce Soderberg, der Bassist der Band, eindrucksvoll beweist, dass nicht nur Jason ein guter Sänger ist.
Auch wenn Lifehouse in den letzten Jahren nicht mehr so viel Aufmerksamkeit bekommen haben, wie noch vor 10 Jahren, zeigen sie mit ihrem fünften Album, dass sie mehr als nur eine amerikanische Popband mit drei Hits sind. Den deutlich rockigeren Sound, den sie live präsentieren, haben Sie auf
Smoke & Mirrors übertragen und schaffen es so, eine Mischung aus unkomplizierten Popsongs und rasanten Rocksongs zu vereinen. -
Mainstage Musikmagazin
Der Kuschelrock-Sampler habe sie selig – Lifehouse und ihr fünftes Studioalbum. Die amerikanischen Neo-Grunger Lifehouse haben ein Stück Belanglosigkeit abgesondert. Hinter dem Titel "Smoke And Mirrors" verbergen sich 17 Songs und jede Menge Ausflüge in die Randgebiete der Schmerzgrenze und darüber hinaus. Ist man sich im Vorfeld auch darüber bewusst, dass der Band schon immer eine gewisse Pop-Affinität anlastete, wird die Kinnlade jedoch trotzdem tief fallen – aus Verblüffung darüber, in welch großen Schmalztöpfen die vier Herren hier wühlen.
Erinnern die ersten Songs auch noch an ihr gelungenes Debüt "No Fame Face", wird dieser Eindruck spätestens mit "Is What It Is" schmerzhaft gesprengt. Dieser Handschlag mit namhaften Boygroups der 90er stellt die Bereitschaft, der Platte überhaupt noch eine Chance zu geben, auf eine verdammt harte Probe. Sollte man sich dennoch wieder aufrappeln und während der folgenden vier Songs eine leichte Genesung erfahren, wartet beim Disco-tauglichen "Here Tomorrow Gone Today" der nächste Tiefschlag. Das Schicksal besiegelt zu guter letzt der Autoscooter-Beat des Remixes der Singleauskopplung "Halfway Gone". Mit einem Kopfschütteln legt man "Smoke and Mirrors" zu den Akten.
Es mag durchaus sein, dass Lifehouse hier auch den ein oder anderen passablen Song abgeliefert haben - im Vergleich zum Gewicht der Fehltritte lohnt es sich jedoch nicht, diese hervorzuheben. Soll sich der anspruchsfreie Radiohörer an diesen erfreuen.