Das anstelle von "Smiley Smile" ursprünglich schlicht "Smile" betitelte Projekt Brian Wilsons darf als DAS große verlorene Album der Sechziger Jahre betrachtet werden und erzählt mit eine der tragischsten Geschichten der Popgeschichte überhaupt. Bereits bei der Veröffentlichung des legendären "Pet Sounds"-Albums stand es nicht mehr zum besten um den geistigen Gesundheitszustand Wilsons, der später phasenweise als schwer schizoid eingestuft wurde. Angstzustände und fortgesetzte Auseinandersetzungen mit dem Rest der Band, der nur bedingt bereit war, vom bewährt radiotauglichen Surfsound der Beach Boys abzuweichen, führten schließlich dazu, daß Wilson die Arbeit an "Smile" weitgehend einstellte und die Produktion den übrigen überließ. "Smiley Smile" beinhaltet die Trümmer der kühnen Pläne, die Wilson ursprünglich für "Smile" gehabt hatte und das Potential, das Songs wie Vegetables, Heroes and Villains und v.a. natürlich Good Vibrations andeuten, lassen geisterhaft erahnen, daß Wilson "Pet Sounds" vom Status der Platte des Jahrhunderts selbst noch hätte verdrängen können. Es ist ein tragisches Unglück, daß es dazu niemals kam, und so sind "Smiley Smile" und "Wild Honey" nur interessante Zeitdokumente, die ihren Preis aber allemal wert sind. Nur wenige besitzen die Fähigkeit, die Seelen der Menschen so zu berühren wie Brian Wilson es mit so einzigartigen Songs wie Good Vibrations getan hat: "Smile" ist vielleicht der unschätzbarste Verlust für die gesamte Musikwelt überhaupt.