Der Roman spielt nicht im Filmmilieu, aber er lebt zu einem großen Teil von Dialog- und Handlungszitaten berühmter Filme. Obwohl von Anfang an feststeht wer der Böse ist und auch bald klar wird, an welchen Filmen er sich orientiert, bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten - ein echtes Kunststück. Die Hauptpersonen sind überzeugend gezeichnet, und ihr frühes erstes Zusammentreffen im Waschraum des Flugzeuges ist eine erinnerungswürdige Szene. Bei Sandra Brown kann man davon ausgehen, daß sie am Ende immer noch eine weitere überraschende Wende in die Handlung bringt - ein Trick, den sie in "Envy" dem dortigen Helden, einem Krimi-Schriftsteller, zuschreibt und der sich in fast allen ihrer neueren Romane wiederfindet, und in diesem in besonders ausgeprägter Form. Sehr empfehlenswert!