zunächst war ich sehr erschrocken. nach den vorübungen im klammergriff der konfessionen, parteien, werbe-kampagnen: ist die schnell-steuerbare masse nun auf pfiff bereit, für jedweden blödsinn anzutanzen? die philosophen, von kant über schopenhauer bis adorno würden sich im grab herumdrehen, die literaten, die über masse und mob schrieben (canetti, ortega y gasset) sicherlich gleichermaßen. dennoch: vielleicht ist auch gutes, basis-demokratisches damit demonstrierbar: dass man nämlich nicht mehr marionette der tageszeitungen, fernsehsendungen, partei-verlautbarungen ist, sondern dass da eine aller-intensivste individualität zu äußern möglich geworden ist: dank bill gates, internet und handy-entwicklung. für einen massen-auflauf ist also nächstens nicht mehr die ochsen-tour durch funktionärs-etagen und vorgefertigte parteitags-abstimmungen nötig; diese bewegung, die sich der chancen der vernetzung durch internet und handy bewusst ist - sie könnte auch gutes auf die beine stellen, nicht nur sinnlosen, halloween-ähnlichen klamauk; globalisierungs-gegner, attac, tierschützer und dergleichen sitzen schon in den startlöchern. insofern ist das buch von howard rheingold eine der momentan aktuellsten unumgänglichkeiten ...