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In über zwanzig Folgen erleben die Einwohner der Kleinstadt Smallville die Konsequenzen der Tornados, die am Ende der ersten Staffel die Stadt heimsuchten, während Chloes Zuneigung zu Clark immer offensichtlicher wird. Zahlreiche neue und alte Kometenfreaks erscheinen auf der Bildfläche und mit dem inzwischen verstorbenen Christopher Reeve gibt auch der Darsteller des Superman in vier Kinofilmen der neuen Serie seinen Segen. In weiteren Folgen kommen Clarks Freund (sic!) Lex Luthor und sein Vater dem Geheimnis der Kents immer näher, während sie sich gegenseitig immer mehr von einander entfernen. Aber auch das Raumschiff mit dem Clark einst im Jahre 1989 (zumindest in dieser Serie) auf die Erde kam, spielt eine wichtige Rolle. Es ermöglicht Clark einen Kontakt zu seinem leiblichen Vater Jor-El, der allerdings nicht so ausfällt, wie Clark es sich wahrscheinlich wünscht. Zuguterletzt spielen die Höhlen vor Smallville eine wichtige Rolle in Clarks Bemühen, mehr über sich und seine Bestimmung herauszufinden.
Die zweite Staffel Smallville ist das bislang beste Jahr der Serie, die gerade im vierten Jahr in den USA auf dem Sender der Warner Brothers läuft und dort hinter den Serien Eine himmlische Familie und den Gilmore Girls den dritten Platz in der Zuschauergunst belegt. Die Serie entwickelt sich in diesem Jahr von einer "Kryptonitfreak der Woche"-Show zu einem Drama mit echten Charakteren, tiefgreifenden Emotionen, spannenden Storylines und Darstellern in Höchstform. Vor allem der fabulöse Michael Rosenbaum (Lex Luthor) und die äußerst begabte Allison Mack (Chloe Sulivan) laufen Tom Wellington (Clark Kent) und Kristin Kreuk (Lana Lang) häufiger den Rang ab, was die beiden letztgenannten aber zumindest durch ihr Aussehen locker wieder wettmachen. Denn: Bei allem Lob ist "Smallville" eine Seifenoper, und bei denen kann man sich einige Dinge verlassen. Auf gutes Aussehen, strahlendes Lächeln - und einen hohen Suchtfaktor. --Mike Hillenbrand
Gekonnt werden in der 2. Staffel die Charaktere auf eine Art und Weise miteinander verflochten, daß Konflickte in jede Richtung unvermeidbar sind. Sei es die Beziehung zwischen Clark (Tom Welling) und Lana (Kristin Kreuk), Clark und Chloe (Allison Mack) oder Lionel (John Glover) und Lex (Michael Rosenbaum), die Spannung liegt spürbar in der Luft.
Kleiner Höhepunkt ist mir Sicherheit der Gastauftritt von Christopher Reeve, der ironischerweise in die Vergangeheit von Clark Kent Licht bringen soll.
Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl und vor allem dem notwendigen Respekt vor "Superman" schafften die Produzenten Al Gough und Miles Millar eine neue Version des Comichelden, die den Mann aus Stahl mit seinen Zweifeln und Ängsten menschlicher den je wirken läßt. Die Serie, die sich bereits mit dieser 2. Staffel zu einem der Zugpferde des amerikanischen TV-Sender WB entwickelt hat, geht dort erfolgreich in die vierte Runde.
Am Ende wird nicht nur Clark Kent vor einer klaffen Leere stehen...
Nennenswert ist die gesteigerte Bild- und Tonqualität. Ebenfalls weist die zweite Box ein kleines bißchen Mehr an Extras auf. Entgegen der immer häufiger auftretenden aber unterstützten Marktetingstrategie anderer Produktionen, erhält mit dem Kauf der "Smallville"-Box die komplette Staffel und nicht nur die Hälfte.
WEITERE INHALTE
Die zweite Staffel beendet zunächst den offen gelassenen Cliffhanger des Vorjahres und verändert zeitgleich den Status quo der Serie. Der erblindete Lionel Luther (John Glover) gehört ab sofort zu Hauptcast, Whitney (Eric Johnson) verlässt hingegen das Ensemble. Unser jugendlicher Superman erweitert seine Fähigkeiten um den „Hitzestrahlblick" und stößt auf eine alte Legende, die ihm seine Geschichte bis hin zu seinem Kampf gegen seinen künftigen Erzfeind offenbart. Alexander Luther (Michael Rosenbaum) - alias „Lex" - hingegen bewegt sich einen Schritt weiter auf den Abgrund zu. Seine entgültige Entwicklung zu Clarks Nemesis bleibt allerdings den Folgejahren vorbehalten.
Des weiteren taucht Clarks vermeintliche Mutter auf und Lex findet seinen angeblich toten Halbbruder. Auch für Lana verändert sich einiges - ihre Tante zieht nach Metropolis und sie findet völlig überraschend ihren leiblichen Vater !
Highlight der Season ist jedoch der Auftritt von Ex-Kino-Superman Christopher Reeve (SUPERMAN I bis IV). In der Rolle eines zwielichtiger Wissenschaftlers offenbart er Clark dessen Herkunft und seinen richtigen Namen. Die mit „Kal-El von Krypton" betitelte Episode ist jedoch auch inhaltlich ein Knaller. Clark erlernt nicht nur die Sprache seines Volkes, sondern entdeckt auch den wahren Grund dafür, weshalb er auf die Erde entsandt wurde : als Eroberer !
Die nachfolgenden Episoden sind mittelmäßige bis unterdurchschnittliche Lückenfüller. Erst der abschließende Zweiteiler „Für immer..." / „...nach Hause" sorgt wieder für Spannung. Clark steht am Abgrund und muss eine familiäre Tragödie verantworten. Soll er seiner Bestimmung folgen und die Menschheit unterjochen ? Wird er Lana jemals glücklich machen können ? Und wie steht es mit seinem gebrochenen Verhältnis zu Chloe und seinen Eltern ? Mit all diesen Fragen verabschiedet sich das Jahr Zwei in Form eines Cliffhangers. Clark verlässt Smallville mit unbekanntem Ziel... Fortsetzung folgt !
Das Ende der zweiten Season erweckt nicht von ungefähr den Eindruck, dass hierbei eine andere wohlbekannte Fantasy-Serie Pate stand. Schon einmal stand der Charakter einer Serie nach zwei Jahren am Abgrund und trat die Flucht nach vorn an. Das eigene Leben in Trümmern, die Liebe des Lebens vernichtet, vom Schicksal der eigenen Bestimmung verfolgt und auf ewig verdammt. Erraten ? Die Rede ist von Buffy, die ihrerseits nach der (notwendigen) Vernichtung von Angel Sunnydale verließ, um sich ihrer Aufgabe als auserwählte Jägerin zu entziehen.
FAZIT
SMALLVILLE versucht mehr und mehr seinen eigenen Stil zu finden. Nach der ziemlich durchschnittlichen ersten Season wird das Potential des Charakters Clark Kent / Superman endlich genutzt, um fesselnde und aufeinander aufbauende Geschichten zu erzählen. Das ist in sofern löblich, da den meisten Zuschauern bereits bekannt sein dürfte, wie sich die Verhältnisse der Figuren letztendlich entwickeln werden. Bleibt zu hoffen, dass SMALLVILLE trotz der mehr und mehr sinkenden US-Quoten zu einen gelungenen Abschluss findet.
DIE EPISODEN IM ÜBERBLICK
SEH' DIE WELT IN TRÜMMERN LIEGEN *****
HEISS ****
RAUMSCHIFF VERZWEIFELT GESUCHT ****
WAHNSINNSROT ****
BYRON UND SEIN HYDE ***
ICH ATME EIN,DIE JUGEND DEIN **
MÜTTER,VÄTER,NUR VERRÄTER ? ****
RYAN ***
EIGENKOPIE ***
HÖHLENGEHEIMNIS ****
WAS IST BLOß MIT WHITNEY LOS ***
METROPOLIS REPORT *****
WER SCHOSS AUF LIONEL LUTHER***
BLUTPARASIT ***
TRIPLE LUTHOR ****
ZEITPUNKT DES TODES: 2:17 UHR ***
KAL-EL VON KRYPTON ******
ALIEN 2 ? **
VIEL ARBEIT FÜR DEN NEUEN SCHERIF **
ABGEDAMPFT **
GEISTERJÄGER *
FÜR IMMER... ****
...NACH HAUSE ? *****
Lässt man das eben genannte außer acht wird einem mit Smallville gute Unterhaltung geboten. Die Handlung, in der ersten Staffel noch etwas ohne Richtung, wird hier deutlicher und dichter. Clark kämpft sowohl mit den Leiden eines Teenies als auch mit seinem kryptonischen Erbe, welches in dieser Serie wesentlich weniger harmlos ist als in den Filmen und Comics.
Speziell am Ende nimmt die Staffel richtig Fahrt auf, speziell mit dem brillianten Gastauftritt des leider kürzlich verstorbenen Christopher Reeve. Der Moment als er ins Bild kommt und die klassische Superman Film-Musik aufschwellt hat mir Schauer über den Rücken gejagt. Und das Ende ist furios und lässt einen wesentlich gespannter auf die nächste Staffel zurück, als es das Finale der ersten geschafft hat.
Unterm Strich: Eine klare Verbesserung ggü. Staffel 1 und für Fans sicherlich die Anschaffung wert.
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