Elisabeth Bonneaus Titel "Smalltalk" - erschienen in der Kompass-Reihe von Gräfe und Unzer - ist eine Schmalspur-Version ihres vom gleichen Verlag herausgegebenen "Erfolgsfaktor Smalltalk". Dieses Prädikat soll jedoch keine Abwertung darstellen.
Im Gegenteil: Das handliche Büchlein gibt in 43 Kapiteln - die der guten Übersicht halber auf jeweils einer Doppelseite abgehandelt werden - dem Leser eine brauchbare Vorstellung von dem, was Small Talk ausmacht, wie man leicht Kontakte knüpft und das Gespräch aufrechterhält. Dass die praktischen Tipps etwas zu knapp kommen, ist auch dem mangelnden Platz geschuldet und somit nachzusehen.
Nützlich sind die Tipps für heikle Situationen, etwa wenn man unversehens in ein Fettnäpfchen getreten oder der Gesprächspartner ein ausgesprochener Langweiler ist. Die vier Kapitel, die sich mit anderen Ländern und deren Small Talk-Sitten befassen, findet man ebenfalls nicht in jedem, vom Volumen her umfangreicheren Ratgeber.
Bonneaus Buch passt in jede Hosentasche, man kann es überall hin mitnehmen - auch zu der Veranstaltung, auf der gepflegter Small-Talk gefragt ist. Zur Not kann man sich auf die Toilette verabschieden und rasch ein Kapitel nachschlagen. Wer mehr wissen will, findet in einem Extra-Kapitel Tipps zu weiterführender Literatur oder speziellen Internet-Links. Dafür reicht die Zeit auf dem Klo aber nicht mehr aus.