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191
4,5 von 5 Sternen
Small World. Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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129 von 135 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2004
Martin Suters Roman „Small World" hat einen Mann namens Konrad Lang zum Protagonisten. Konrad lebt sehr ärmlich und ist von den Zuwendungen der reichen Fabrikantenfamilie Koch abhängig. Konrad hat bereits die 60 überschritten und sein ganzes Leben war symbiotisch abhängig verwoben mit der wohlhabenden Familie und vor allem mit dem gleichaltrigen Thomas Koch. Mal wird Konrad als Hausmeister der Kochs beschäftigt (wobei er den Brand eines Hauses auf Korfu verschuldet), mal als Gesellschafter für Thomas gebraucht. Konrad hat allerdings zunehmend Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis, sodass sich eine Alzheimer-Erkrankung abzeichnet. Und ab diesem Zeitpunkt wird das Buch ungeheuer spannend. Je weniger sich Konrad Lang an unmittelbare Ereignisse erinnern kann, desto mehr fallen ihm in einer quasi kindlichen Regression Ereignisse aus seiner ganz frühen Kindheit ein - was vor allem die greise Firmenpatriarchin (Thomas' Mutter) mit wachsender Ängstlichkeit beobachtet. Das knifflige Familiendrama nimmt seinen Lauf und mehr sei auch hier nicht verraten.
Suter schreibt nicht nur - zusammen mit Bernhard Schlink - die m.E. zurzeit beste deutsche Prosa, nein, seine Bücher sind auch spannend wie Kriminalromane. Zudem habe ich - auch aus eigener familiärer Betroffenheit - noch nie eine dermaßen adäquate Beschreibung der Alzheimer-Erkrankung gelesen.
Wer dieses Buch gelesen hat, sollte gleich mit Suters anderen Romanen („Ein perfekter Freund", „Die dunkle Seite des Mondes" und - ganz neu - „Lila, Lila") weitermachen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Konrad Lang ist 65 und zeigt erste Anzeichen von Alzheimer. Zuerst sind es nur harmlose Begebenheiten, doch dann werden die Aussetzer immer schlimmer, er vergisst den Namen seiner Verlobten und findet nicht mehr nach Hause. Statt dessen beginnt er, sich immer mehr in die Vergangenheit zurück zu ziehen und schwelgt in Kindheitserinnerungen. Seine Ziehmutter Elvira Senn beobachtet dies mit Sorge, denn es gibt Dinge, die ihrer Ansicht nach besser nicht ans Tageslicht kommen.
Die Geschichte ist wirklich packend. Die Schilderung des Krankheitsverlauf ist bedrückend realistisch und stimmt einen nachdenklich. Fast nebenbei spinnt Suter die restliche Geschichte, die sich als ein spannender Krimi um dunkle Flecken in der Vergangenheit entwickelt.
Das Hörspiel beeindruckt zusätzlich noch durch die Starbesetzung bei den Sprechern, neben Friedhelm Ptok und Christian Berkel sind auch Rosemarie Fendel, Axel Milberg, Peter Striebeck und Rufus Beck mit von der Partie.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2003
Konrad Lang wird mir sehr lange im Gedächtnis bleiben!
Er ist einer dieser hochsympathischen, tragischen Roman(Anti)helden und mit Gedächtnis hat dieses Buch eine ganze Menge zu tun. Denn Konrad Lang erkrankt an Alzheimer. Er ist ein Mensch, der bisher nicht so furchtbar viel mit seinem 65jährigen Leben angefangen hat. Wie ein Klotz am Bein wird er von einer Schweizer Industriellen-Familie an der kurzen Leine geführt. Als sich sein Leben durch die Begegnung mit Rosemarie doch noch positiv zu fügen scheint, schlägt die Krankheit zu, anfangs noch harmlos, dann jedoch mit aller Härte. Rosemarie, die Konrad inzwischen vergessen hat, gibt so gerne die Pflege zurück in die Hände der Familie, die mit Konrad schicksalhaft verbunden bleibt. Und da mit der Zerstörung des Kurzzeitgedächtnis längst Vergessenes wieder an die Oberfläche kommt, hat die Familie ein ureigenes Interesse an der totalen Kontrolle dieses Mannes...
Martin Suter hat einen hochinteressanten und sehr spannenden Roman verfasst, der niemals larmoyant daherkommt, sachlich und authentisch wirkt und einen unglaublichen Sog entwickelt. Absolut lesenswert!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2011
Natürlich ist Alzheimer ein perfekter Romanstoff. Zumal wenn sich ein Autor, wie Martin Suter es ganz offensichtlich tut, sehr für Vergsslichkeiten, Amnesien und Persönlichkeitsveränderungen interessiert. In "Small world" gelingt es dem Autor meisterhaft, aus einem Nebeneffekt der tückischen Krankheit Kapital zu schlagen. Je mehr man nämnlich sein Gegenwarts-Gedächtnis verliert, desto intensiver erinnert man sich an frühkindliche Begebenheiten. So ist es auch hier im Fall von Konrad Lang. Dummerweise bringt diese Eriunnerung die Seniorchefin eines Großkonzerns in beträchtliche Schwierigkeiten ...
Wie der Autor das Anschwellen des Vergessens beschreibt und später dann das Aufkeimen alter, längst verschüttet geglaubter Erinnerungen, das ist anrührend tragisch und unwiderstehlich humorvoll gleichzeitig. Das gut gehütete gruselige Familiengeheimnis, das am Ende zum Vorschein kommt, bildet einen würdigen Abschluss dieses großen Romans, der ein weiteres Beispüielt dafür ist, dass Bezeichnungen wie E- und U-Literatur als Kategorien längst ausgedient haben.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. November 2002
Wie Martin Suter in diesem unprätentiösen, eigentlich stillen Roman innerhalb weniger Seiten einen Spannungsbogen aufbaut, der den Leser nicht mehr losläßt, ist einfach unbeschreiblich. Die Lebensgeschichte des Konrad Lang ist ungewöhnlich, wenn auch für ihn unbefriedigend: Als Kind von seiner Mutter verlassen, wird er von einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie als Spielkameraden für ihren kapriziösen Sohn Thomas aufgenommen und fortan von ihm als Lückenbüßer sein Leben lang mißbraucht. Auch als Erwachsener muß Konrad immer dem dominanten Thomas spuren, wenn er ihn in einer Lebenskrise ruft. Er widersetzt sich ein erstes Mal, als er bereits Mitte sechzig ist und schafft es, mit der Hilfe seiner Freundin von Thomas loszukommen, der sich immer nur als edler Gönner eines Taugenichts gesehen hat.
Dann beginnen bei Konrad die Aussetzer: er vergißt Namen, erkennt gute Bekannte nicht mehr wieder, kann sich an das Datum oder an seine Ziele und Absichten nicht mehr erinnern, verläuft sich, bekommt Panikattacken. Als es so schlimm wird, dass er seine Freundin angreift, gibt sie ihn in ein Heim. Von da an verstricken sich die Schicksale der beiden Familien wieder, da sich Thomas' neue Schwiegertochter dazu berufen fühlt, sich um den im Stich gelassenen Hausfreund zu kümmern. Sie stellt fest, dass sich Konrad an weit zurückliegende Ereignisse noch gut zu erinnern vermag und rührt damit an längst Vergangenes, das manche Menschen nicht gern an die Oberfläche gebracht sehen.
Das Buch wird einzigartig durch die einfühlsame Beschreibung des Fortschreitens der Krankheit Konrads, die wahrscheinlich Alzheimer ist; die auftretenden Charaktere sind, auch wenn sie nur Nebenrollen besetzen, rund und plastisch; die Charaktere reifen und verändern sich wie richtige Menschen, und die Kriminalgeschichte ist brilliant in ihrer Kompaktheit und Realitätsnähe. Der Knalleffekt am Schluss fehlt auch nicht, da gibt es sogar noch etwas zum Schmunzeln. Hervorragend, wo ist das nächste??
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2012
"Small World" war mein erster Roman von Martin Suter und die Erwartungen waren entsprechend hoch, denn Suter wurde mir schon von vielen Seiten empfohlen und dieses Buch ganz besonders. Doch nachdem ich die Lektüre nun beendet habe, kann ich diese große Begeisterung nicht ganz nachvollziehen, bei mir bekommt der Roman einzig das Prädikat nett. Die Geschichte eines Alzheimer-Patienten ist zwar mitfühlend beschrieben, das große Familiengeheimnis jedoch empfinde ich als eher lahm und absolut durchschaubar.
Aber mal von Anfang an: Konrad Lang ist 63 Jahre alt und sein Leben lang lebte er im Schatten der reichen Familie Koch, die ihn, das uneheliche Kind einer Hausangstellten, aufgenommen hatte, als seine Mutter mit einem deutschen Diplomaten verschwand, dem sie ihr Kind verschwiegen hatte. Konrad ist im gleichen Alter wie Thomas Koch, der einzige Sohn der Familie, und wird sein immer verfügbarer Gefährte. Im Laufe seines Lebens bleibt Konrad immer der Freund auf Abruf, der von Thomas mal geliebt und mal verstoßen wird, doch er bleibt auch finanziell von den Kochs abhängig, die immer irgendwo ein Plätzchen für ihn finden. Aus irgendeinem Grund will Elvira Senn, der starke Kopf der Familie und Thomas' Stiefmutter, immer wissen, wo Konrad sich gerade aufhält. Doch nachdem Konrad die Villa der Kochs auf Korfu, auf die er aufzupassen hatte, durch eine Dummheit niederbrennt und daraufhin in die Schweiz zurückkehrt, bemerkt Elvira, dass Konrad scheinbar diffuse Erinnerungen an frühere Zeiten hat, die ihr Angst machen. Genau in dieser Phase lernt er Rosemarie kennen, die er heiraten will und die ihn dabei unterstützt, sich endlich vom Einfluss der Kochs auf sein Leben zu lösen. Das alles gefällt Elvira gar nicht, besonders nicht, als sich herausstellt, dass Konrad an Alzheimer leidet - einer Krankheit, bei der die frühesten Erinnerungen auf einmal wieder abrufbar erscheinen...

Natürlich rätselt man mit, welches Geheimnis Elvira wohl zu verheimlichen hat, doch mir war relativ schnell klar, wovor sie solche Angst hat. Was dann bleibt ist die mitfühlende Erzählung über einen alten Mann mit Alzheimer, seine zunehmende Verwirrung und die fortschreitende Rückentwicklung. Martin Suter hat die Auswirkungen dieser Krankheit auf den Patienten und sein Umfeld recht gut beschrieben, soweit ich das beurteilen kann, aber weder inhaltlich noch sprachlich konnte ich die große Begeisterung nachvollziehen, die dieses Buch bei einigen Lesern ausgelöst hat. Martin Suters Schreibstil ist unspektakulär, auch da gilt: einfach nur nett. Nicht schlecht, aber auch nicht außergewöhnlich, am ehesten würde ich ihn wohl als sachgemäß, solide und nüchtern bezeichnen.
Wenn ich dieses Buch nun ins Regal zurückstelle, wird von der erzählten Geschichte nicht viel zurückbleiben und zu einem weiteren Suter greife ich wohl eher nicht - einfach, weil er mich nicht zu fesseln wusste.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Mai 2005
Das Buch knistert vom ersten Satz an vor Dramatik, Spannung und Faszination. Der Lesende wird unweigerlich in den Bann einer scheinbaren Krankheitsgeschichte geschlagen, die sich mehr und mehr in eine beinahe schon kriminalistisch interessante Handlung verwandelt. Dabei erlebt der den Akteuren unsichtbar Beitretende insbesondere diejenigen Probleme, von den die Angehörigen eines Alzheimer-Patienten mehr als nur eine Leidensballade vortragen können. In einfachen, präzisen, Sätzen stickt Suter hier ein bedrückendes und beängstigendes Bild einer Krankheit, die wohl ebenso wie AIDS weder vorbeugend noch heilend bekämpft werden kann. Der dahinsiechende Akteur, der von Seite zu Seite tiefer in die eigene geistige Umnachtung hinabsteigt, wird insoweit mehr als nur zum Hauptdarsteller eines packenden und sehr plastisch verfassten Meisterwerkes. Als stille Warnung, gleichsam als subtiles Menetekel, verfällt der Protagonist vor den dahineilenden Augen des Lesers, stets gemahnend, dass es sich hier längst nicht mehr um eine Exotenkrankheit handelt, die nur eine Handvoll Menschen zu packen scheint.
Das Buch hat einerseits beinahe schon bedrückende Züge, zum anderen aber auch eine unterschwellige Spannung, die sich scheinbar nur schwer mit dem Inhalt vereinbaren läßt. Denn es ist weniger die bis zum Ende unbeantwortet bleibende Frage, ob Alzheimer allgemein und hier im Speziellen geheilt werden kann, als vielmehr die Bedeutung der Vergangenheit, die so unerwartet für alle Beteiligten lebendig wird und ihre Schatten über die Existenz der „Oberen Zehntausend" zu werfen scheint. Der Roman hat mich dahingehend schwer beeindruckt, dass Martin Suter es wie kaum ein anderer versteht, aus einer an sich dramatischen und wenig ansprechenden Krankengeschichte ein Feuerwerk an Dramatik und Spannung zu inszenieren, ohne dabei Kitsch und Klischees zum Einsatz zu bringen, die am Ende einen platten und oberflächlichen „Groschenroman" aus dem Bereich Wunderheilung entstehen lassen. Der sehr flüssig geschriebene und eindrucksvolle Roman hat sich dabei in zwei Nachmittagen und Abenden komplett durchlesen lassen, wobei es mir schon schwer viel, an einem Abend das Buch wegzulegen, ohne endlich den angelegten Geheimnissen auf die Spur gekommen zu sein. Dabei sind die Darstellungen von einer faszinierenden Sachlichkeit und Unbefangenheit, als ob ein unsichtbarer Chronist sein Tagebuch vorlegt.
Der Roman ist nicht unbedingt für diejenigen geeignet, die sich nach „menschlicher Wärme zwischen den Zeilen" sehnen. Es handelt sich meines Erachtens vielmehr beinahe schon um eine eiskalte Darstellung eines Krankheitsbildes, verbunden mit einer nicht weniger kalten Dramatik, die sich rund um menschliches Elend und Ränkespiel entwickelt hat. Romantiker, Fans von Action oder auch Freunde des Kriminalgenres werden insoweit nicht so ganz auf ihre Kosten kommen. Empfehlen lässt sich das Buch hingegen für jene, die auch für eine nüchtern-sachliche, gleichwohl aber spannende und fesselnde, Lektüre übrig haben, bei der es nicht um Gesellschaftsintrigen und Korruption, Machtspiele und Vertuschungen selbiger geht.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 1999
Eigentlich beginnt das Leben für Konrad gerade wieder lebenswert zu werden: Die Liebesbeziehung zu Rosemarie gibt ihm neuen Mut, sein Leben in den Griff zu bekommen. Sein ganzes Leben lang war er als Sohn einer Hausangestellten als armer Spielgefährte des gleichaltrigen, reichen Thomas Kochs von dessen Familie finanziert und ausgenutzt wurden. So besuchte er gemeinsam mit dem verwöhnten Thomas ein teueres Internat für reiche Kinder, nahm Tennisstunden und lernte Klavier. Erst mit der Liebe zu Rosemarie kann er sich von seiner Funktion als bezahlter Gesellschafter ohne eigenen Willen lossagen. Erste "Aussetzer" seines Gehirns schreibt er dem Alkoholentzug zu, den er gerade durchmacht. Schließlich wird aber immer deutlicher, daß Konrad an Alzheimer erkrankt. Als die Situation untragbar wird, nimmt sich Simone Koch, eine in die Familie eingeheiratete junge Frau, seiner an. Sie richtet ihm eine kleine Privatstation ein und bemüht sich, seine Krankheit aufzuhalten. Dies scheint aber Elvira, Thomas' Mutter, gar nicht recht zu sein. Ein schnelles Ableben Konrads, der beginnt, sich an früheste Kindererlebnisse zurückzuerinnern, käme der alten Dame nur zu gelegen, denn in ihrer Vergangenheit gibt es ein dunkles Geheimnis...
Suter beschreibt Konrads Krankheitsverlauf sehr sachlich und ergreifend zugleich. Spannung erhält der Roman durch die Verbindung mit Elviras Geheimnis und die Auflösung wird auch erst ganz zum Schluß geliefert. "Small World" ist ein außergewöhnlicher und sehr gut lesbarer Roman, der auf jeden Fall aus der Masse der Krimis heraussticht und sich nicht einfach einem Genre zuordnen läßt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 22. Mai 2010
Fast schon atemlos habe ich soeben die Lektüre dieses wirklich grandiosen Romans beendet. Nie hätte ich gedacht, dass man aus dem Thema Alzheimer so viele erzähltechnischen Funken schlagen kann. Aber Suter gelingt hier ein wirklich beindruckend komponierter Handlungsaufbau: Wie gerade das fortschreitende Vergessen des "vernachlässigten" Sohnes Konrad Lang immer neue Facetten der Kochschen Familiengeschichte zum Vorschein bringt, das ist schon sehr gekonnt gemacht. Und die Entwicklung hin zu dem fulminanten Finale hat geanu das richtige Erzähltempus - außerdem ahnt man bis zum Schluß nicht wirklich, worauf das Ganze hinauslaufen wird. Großes Lob also für diesen spannenden, unterhaltsamen und lehrreichen Roman! Das einzige, was mich nicht ganz überzeugt hat, sind die doch etwas klischeehaft geformten Figuren, sie bleiben recht oberflächlich und bieten so dem Leser nicht die Möglichkeit, sich mit ihrem Inneren wirklich auseinanderzusetzen. Aber da der Roman insgesamt eine solch beeindruckende Sogkraft entfaltet, möchte ich wegen dieses kleinen Makels (jedenfalls in meinen Augen) wirklich keinen Punkt abziehen.
Auch auf die Gefahr hin, schon oft Gesagtes zu wiederholen: Bei der Lektüre von Martin Suters Roman "Small world" wird einem spätestens klar, dass die Unterscheidung von "echter" Literatur und Unterhaltungsliteratur Blödsinn ist.
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2004
Konrad Lang ist Mitte Sechzig und verliert sein Gedächtnis. Die Ärzte stellen fest: Alzheimer. Die Krankheit nimmt jedoch eine merkwürdige Form an. Je mehr Konrad Lang von der Gegenwart vergisst, desto mehr taucht aus seiner Kindheit auf. Die Krankheit beunruhigt nicht nur Konrad und die Frau, welche er heiraten möchte, deren Namen er aber vergessen hat. Es beunruhigt auch eine millionenschwere alte Dame, die mit Konrad seit dessen Geburt sehr ungewöhnlich verbunden ist.
Small World ist der erste Roman von Martin Suter. Mit Konrad Lang hat er einen Protagonisten gewählt, der sich selber mit seiner Krankheit zurecht finden muss und auf dem Weg dahin verschiedene Details aus seiner Jugend aufdeckt - nicht immer zur Freude seiner Mitmenschen. Ein sehr spannender Roman, stilistisch auf sehr hohem Niveau geschrieben ist diese Geschichte humorvoll, intelligent und manchmal etwas skurril.
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