Small World ist die Fortsetzung von Changing Places und spielt 10 Jahre nach dem Roman in dem Philip Swallow und Morris Zapp die Plätze getauscht hatten um an der Universität des jeweils anderen ungeahnte Abenteuer des akademischen Lebens und der Liebe zu erleben.
Neben der parzivalistischen GEschichte lernt man hier noch einiges über new criticism, Linguistik, Probleme der Übersetzung englischsprachiger Literatur ins Japanische (die Übertragung von Shakespeare-Titeln in Japanische ist schon fast den Kaufpreis wert; z.B. Der Kaufmann von Venedig = Die seltsame Affäre von dem Fleisch und dem Busen) und natürlich über das Leben der globalen academia an sich. Dabei wird es stellenweise etwas belehrend, aber wer diese kurzen erzählerischen Durststrecken überwindet, wird mit einem durch und durch unterhaltsamen und intellektuell stimulierenden Werk belohnt. Man sollte allerdings beachten, dass die Möglichkeit besteht, dass dieses Amüsement in erster Linie bei anderen Literaturwissenschaftlern geweckt wird, die sich dann auf die Schulter klopfen können dafür, so schlau zu sein, dass sie all diese Anspielungen in diesem Buch verstanden und durchschaut haben. Aber auch davon abgesehen dürfte Small World Leserinnen und Lesern Einiges an Lesevergnügen bereiten.