Liebe Leserinnen und Leser,
wie soll man eine Rezension beginnen, wenn man gar nicht weiß, wie einem geschieht? Daher beginne ich einfach mal mittendrin. Lindstrom hat hier ein kurzes Album abgeliefert (manche würden das sogar noch als EP verkaufen). Es ist knapp 34 Minuten lang. Vom Stil her würde ich das Album mit einer Reise in die 80er Jahre beschreiben.
Mir kommt es so vor, dass Herr Lindstrom/Lindström die Welt wie ein Schwamm aufsaugt und genau das macht, worauf er Lust hat. Wer die älteren Werke kennt, wird in diesem nicht zwingend eine Ähnlichkeit oder Paralelen erkennen. Das Teil ist wie ein knallbuntes Bonbon. Man glaubt irgendwie gar nicht, was da so aus den Lautsprechern bzw. Kopfhörern kommt. Es ist richtig frisch, einfach anders als die heutige elektronische Musik.
Alle 6 Lieder haben meiner Meinung nach dasselbe Grundgerüst. Die Melodien sind logischerweise nicht dieselben, aber man hätte das Album auch als Continuous Mix am Stück bringen können; es würde sich jederzeit von Lied zu Lied fügen. Dennoch hat er sich für in sich abschließende Lieder entschieden. Falls die Möglichkeit besteht, sollte man in die Vorschau reinhören. Beim Zeitpunkt der Rezension war dies nur beim MP3 Album möglich. Es fällt sehr schwer dieses Album korrekt zu beschreiben, daher wäre es sicherlich sinnvoll die MP3 Schnipsel vorab anzuhören.
Für mich wirkt das Album wie ein Zeitsprung ins Jahr 1985, die Augen schließen, den Kopfhörer anschmeißen und sich die damalige Mode der Jugend gepaart mit einer Tanzfläche und einer rießigen Discokugel vorzustellen. Ich finde es richtig erfrischend, sehr gut tanzbar und träumerisch in Einem.
Man stelle sich vor, Lindstrom/Lindström hört irgendwann etwas vom Musikantenstadl und findet an der Idee Gefallen. Eigentlich undenkbar, aber auch hier glaube ich fest daran, dass er es cool und vor allem zeitgemäss umsetzen könnte.
Sollten Sie sich für den Kauf der CD entscheiden, wünsche ich Ihnen viel Spaß und vor allem eine entspannende Reise.