"Don't wake me up / I can't relate to any other song today" - wie wahr, die erste Single "Hand In Hand" hatte eine Saisonkarte für den Platz des Sommerohrwurms und ist einfach ein verflixt ausgefuchster Punkrock-Song. Und konnte damit gute Hoffungen machen auf das nunmehr vierte Album der Berliner Beatsteaks. Hoffungen, die erfüllt wurden. "Smack Smash" hat defintiv einige Knaller, praktisch keinen Ausfall und eine wunderbar rauhe Produktion, was unter anderem daher rührt, das das Album live eingespielt wurde.
Zum Auftakt der bunten 32 Minuten wird der Opener "Big Attack" durchgepustet und stellt gleich klar, dass sich die Beatbuletten treu bleiben, aber ganz einfach kantiger daherkommen als noch auf dem Vorgänger "Living Targets". Man braucht einfach ein paar Durchläufe, um festzustellen, dass hier mal wieder fast alles als Single ausgekoppelt werden könnte. Geschehen ist dies auch mit "Idon'tcareaslongasyousing" (in der Album-Tracklist noch in einem Wort), einer netten Verschnaufpause, die besseren Tracks finden sich meiner Meinung nach eher woanders.
Zum Beispiel bei der vorraussichtlichen dritten Single "Hello Joe", das dem verstorbenen Joe Strummer gewidmet ist. Das eingängige "Ain't Complaining", das etwas spacige "Atomiclove", das rabiate "Monster" oder das noch rabiatere "Loyal To None", bei allen wippt, singt und rockt man früher oder später mit. Wer wissen will, ob international tauglicher Punkrock auch aus Deutschland kommen kann: Hier ist der Beweis.
Highlights: Ain't Complaining | Hello Joe | Hand In Hand