Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Wechsel zu einer Majorfirma hat den Beatsteaks nichts von ihrem kernigen Charme genommen. Pressemuster von
Smack Smash wurden nur auf Vinyl verschickt, und die zwölf Songs der Scheibe sind alles, nur keine glatt polierten Versuche, den Pop-Markt zu erobern.
Auf ihrem vierten Langeisen fährt die zweitkultigste Band Berlins (nach Die Ärzte) einen heißen Reifen zwischen punkiger Ruppigkeit und rockiger Coolness. Die starke Punk-Schlagseite der frühen Jahre sieht sich mittlerweile einer ebenso mächtigen Straßenrock-Attitüde gegenüber, die zu keiner Sekunde erzwungen oder aufgesetzt herüberkommt. Die Beatsteaks sind einfach die Beatsteaks, scheren sich nicht um Genregrenzen und überzeugen mit einem Dutzend knackiger, erdiger Riff-Granaten. Insbesondere die erste Single "Hand in Hand", die Abrissbirne "Big Attack" und der Joe-Strummer-Tribute "Hello Joe" sind feinste, griffige Power-Hymnen; und auch wenn nicht alle der übrigen Nummern mitten ins Schwarze treffen, geht Smack Smash als gutes, angenehm roh produziertes Gitarrenfeuerwerk einer der energiegeladensten Bands Deutschlands durch. --Michael Rensen
Die Beatsteaks ziehen den Karren wieder aus dem Dreck. Dem Berliner Quintett gelingt mit Album Nr. 4 und großer Plattenfirma im Rücken die Ehrenrettung des deutschen Rock. Denn Punk ist das längst nicht mehr, "Smack Smash" sprengt die Grenzen. Da ehren sie in Clash-Manier den verstorbenen Joe Strummer ("Hello Joe"), fürchten bei "Ain't complaining" und "Hand in Hand" auch Pop-Untertöne nicht und robben sich mit "I don't care as long as you sing" sogar an Dub und Reggae ran. Aber da sind auch Songs wie "Vision" oder "My Revelation", wo die Beatsteaks wieder einen prallen Rockarsch in der Hose haben. Schließlich spielten sie die Platte ja auch live und fast ohne Overdubs in Berliner Studios ein. 13 intelligente Songs aus der Hüfte. (cs)
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